Kukicha mit Matcha

Kukicha mit Matcha (Hoshino, Fukuoka)
Menge: 100g
Gekauft: Cha no Ma

allgemeines

Diese Woche startet so richtig Grün, zu mindestens im ersten Aufguss. Denn mit diesem Mittwoch widmen wir uns einer Sorte genannt „Matcha-Iri“, dabei handelt es sich um japanische Grüntee-Sorten mit Matcha vermengt. Leider gibt es neben diesen Fakten, kaum etwas über diese Sorte zu berichten. Darum steigtCamera2-2013-09-10-16-57-31die Spannung umso mehr, wenn es nun darum geht, dieses grünstaubige Tal zu erkunden. Ob sich dieser Fußmarsch der Sinne lohnt oder man am Ende besser im Hotel, bei Kaffee und Kuchen geblieben wäre, das lest ihr wie immer hier und jetzt, auf ZeroZen.

trockenes

Obwohl schon eine Kreuzung zwischen grünem Staub und einer gewichtigen Menge an Stängeln und Rippen, stattgefunden hat, reicht diesem Kukicha diese Tatsache noch lange nicht. Denn schon mit seinem grünverfärbten trockenen Äußeren, weiß dieses feine Nass, mit seinen Aroma zu überzeugen und legt dabei so manch ungeahnte Nuancen frei. So grün wie seine Farbe, besticht imCamera2-2013-09-19-08-45-11ersten Moment auch der Aromapegel in diese Richtung mit einem starken, sehr frischen süßen Charakter. Dieser zeigt sich sowohl in seiner reinen Form von leichten Anleihen von Birnen und zarten Akzenten von hellen Weintrauben, als auch in seinem eigentlichen Mischwesen, dem von mit Schokolade überzogenen Rosinen. Dabei ist eine deftige, schmackhafte Adstringenz vom ersten Moment an ein Teil dieses gesamt Konzepts und lässt dabei den Mund vor Wasser fast übergehen. Unterstützt wird schlussendlich diese säuerliche Woge von einem saftigen frischen Schwarzbrot-Flair.

feuchtes

Hierbei wird es um einiges deftiger und auch die Adstringenz steigt mit seinem Pegel weit, sehr weit nach oben und lässt dabei wieder die Säfte zusammenfließen, die am liebsten diese Etappe so schnell als nur möglich überspringen würden, um zum eigentlichen genüsslichen Akt zu gelangen, der Verkostung. Den dieses Aroma präsentiert sich in einer, wie schon des öfteren in letzter Zeit, sehr deftigen Manier eines japanischen Restaurants. Hier fließen alle Gerüche und Eindrücke nur wie wild durcheinander und wieder zusammen undCamera2-2013-09-19-09-22-31lassen einem kaum Luft zum Atmen. Teriyaki-Soße übergießt sich hierbei gekonnt über frittierten Fisch und Huhn. Gleich daneben dampfen satte saftige Kartoffel-Krokketen genüsslich vor sich hin, während sich der fruchtige Anteil eher im Hintergrund wiegt. Denn hier schwirren ganz andere Nuancen durch unsere Geruchssinne. Hier dampft die Küche auf Hochtouren, in Form von einem geschmackvollen unglaublich delikaten Kürbis und Süßkartoffeln, heiß und gar, wie direkt aus der Folie.

Erster

Empfohlen laut Verpackung:  80° / 5g auf 450ml / auf 60 Sekunden
ZeroZen Variante:                  80° / 3g auf 170ml / auf 60 Sekunden

Diese wundervoll leuchtenden grünen Tassen erinnern stark an verdünnten Matcha, doch kommt am Ende diese heiße Woge an Genuss sehr cremig daher. Dies geschieht auf eine sehr nussige, aber ungemein liebliche Art und Weise. Hier gehen eine zart präsente Süße und diese unbeschreibliche adstringierende Kraft Hand in Hand. Aber nicht nur diese teilen sich das ungleiche Feld, auch der Hang zum frittierten mit Teriyaki-Soße wiegt sich auf selbem Grund undCamera2-2013-09-19-09-16-32Boden, wie der feine Hauch von Schokolade. Als wäre damit das geschmackliche Tête-à-tête nicht schon genug, legt man mit einer Wassermelone, die wiederum mit einer Nashibirne und einem süßen Apfel gekreuzt wurde, Eins oben drauf und garniert dabei dieses Spektakel mit ein paar hellen Weintrauben und überhäuft dies mit der gesamten Aussaat an Kernen, die aus diesem fruchtigen Wirrwarr gewonnen wurde. Diese „Nuancen-Bombe“ istCamera2-2013-09-19-09-05-45auch der Hauptaspekt, der sich am längsten an unserem Gaumen und der Zunge festhält und dieser geschmackliche Kleber hält wahrlich lange, äußerst lange. Ein Hauch von Herbe und einer nussigen Grundstimmung in Form von Sesam / Haselnuss und feinsten hellen Weintrauben, schwingt ebenfalls in diesem, für diese Runde, abschließenden Bouquet mit.

Zweiter

Empfohlen laut Verpackung:  80° / 5g auf 450ml / auf  5 Sekunden
ZeroZen Variante:                  80° / 3g auf 170ml / auf 10 Sekunden

Als hätte man diesen Kukicha mit feinstem Pfeffer bestäubt, schwimmt in diesem zweiten dampfenden Bad sehr viel feinporiges mit. Dabei wurde im ersten Akt, der Matcha-Pulver-Faktor zu einem sehr starken Prozentanteil davon getragen und in uns aufgenommen. Somit kommt nun die eigentliche Kukicha-Farbgebung zu Tage und besticht dabei mit einer ockergelben Tasse, welche mit einem feinen orange-braunen Schimmer bestückt ist und dabei nochCamera2-2013-09-19-09-17-14ganz leichte Akzente von Grün hervorblitzen lässt. Der cremige Anteil ist um einiges zurückgewichen und auch die Adstringenz hat sich etwas aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Somit treten nun das dominierende Haselnuss / Sesam-Flair mit einem Gemisch aus Weintrauben, Kernen und süßen Waffeln in den Vordergrund. Dabei wird diese Runde auch um einiges herber, als jene davor. Dieser gewisse Teriyaki-Charakter tritt abermals in Erscheinung, diesmalCamera2-2013-09-19-09-17-31mit neuen Ansätzen von einer feinen Senf-Japan-Mayo-Nuancierung. Mit einem feinen nussigen Nachklang und letzten Anleihen von diversen Obstsorten alla Wassermelone und Äpfel, beides mit Kernen, endet diese Runde und somit auch diese Verkostung. Dieser Kukicha ist zwar am Ende seines Matcha-Daseins, aber noch lange nicht am Zenit seines Geschmacks angelangt.

Fazit

Dies war mein zweiter Kukicha, wenn auch ein etwas Grünerer. Doch genauso wie der Erste, war auch dieser eine Freude für den Gaumen und Geschmack. Ein paar minimale Abstrichen mussten im Vergleich dennoch getan werden, aber im Gesamten ist diesem dampfend köstlichen Tee eine uneingeschränkte Kaufempfehlung auszustellen, für all jene die sich für diese Sorte japanischen Tees begeistern können, ist man mit knapp 13 Euro auch nicht am Ruin seiner finanziellen Möglichkeiten angelangt.

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