Daily Delight

Daily Delight (Shizuoka)
Menge: 100g
Gekauft: Cha no Ma

allgemeines

In dieser Woche, findet eine Matcha-Mischung „Matcha-Iri“, mit dem „Daily Delight“ sein, vielleicht, wohlverdientes Ende. Nun steht dieser Sencha nicht nur im direkten Vergleich mit dem „Kukicha mit Matcha“ von letzter Woche, sondern auch mit den bisher verkosteten „Kyoko-Sorten“, dem „Best Friend“Camera2-2013-09-19-10-04-34und „My Bancha“. Auch hier hat ein Teemeister „Chasho“, in diesem Fall Hiroyuki Unno, dafür gesorgt, dass diesem Blatt sein veredeltes Endresultat verliehen wurde. Ob dies gekonnt von statten ging oder am Ende eine weitere Pleite einläutet, das lest ihr wie immer hier und jetzt, auf ZeroZen.

trockenes

Diese fast schon mehlig grünen gerollten Nadeln, wirken wie feine kleine Süßigkeiten / Schokochips, in die man am liebsten hineinbeißen möchte. Und nicht nur die Optik schreit Matcha, auch der erste Eindruck, was das Aroma anbelangt ist diesem Thema wahrlich gewidmet. Doch sind dies nicht die einzigen Anleihen die man vernimmt. Es ist kaum abzustreiten, dass die BlätterCamera2-2013-09-19-10-10-04die für diesen Sencha benutzt wurden, eher minderer Qualität oder besser ausgedrückt, welche aus einer sehr späten Ernte sind. Im Vergleich zum Kukicha mit Matcha, merkt man auch sofort den Unterschied in der Menge, denn hier wurde eindeutig mehr Matcha benutzt, als bei seinem Kontrahenten in der letzten Review. Doch was beide gemein haben ist dieser Wiesenkräuter / Heu-Flair, dieser leichte Hang zur Zitrone und dem Touch eines Banchas.

feuchtes

Diese sehr starke säuerliche Adstringenz erinnert sofort an einen britischen Schwarztee mit einem sehr guten deftigen Schuss Zitrone. Hier ist vom Matcha kaum noch eine Spur zu vernehmen, dafür dampft es sehr defitg und satt. Somit kommt, wie schon so oft in letzter Zeit, der altbekannte „Japan-Restaurant-Kombo-Flair“ zum Einsatz, der sich erneut in Nuancen von Teriyaki-Soße,Camera2-2013-09-19-09-54-02verschiedensten frittierten Gerichten und Kartoffel Kroketten wiederspiegelt. Diesmal ist seit einiger Zeit wieder der „Edamame-Charakter“ tragend in diesem Spiel der Düfte.

Erster

Empfohlen laut Verpackung:  80° / 5g auf 450ml / auf 60 Sekunden
ZeroZen Variante:                  80° / 3g auf 170ml / auf 60 Sekunden

Diese gift grünen Tassen, lassen nur farblich erkennen, dass hier Matcha im Spiel war, doch geschmacklich ist davon nichts zu vernehmen. Dafür kommt derCamera2-2013-09-19-09-34-58„Edamame-Flair“ voll und ganz zur Geltung. Generell schmeckt dieser heiße Tropfen neben einem Bancha Aroma, sehr gemüsig und spiegelt dieses noch in Nuancen von gekochten Erbsen, etwas Kohl und ebenfalls dampfender KarottenCamera2-2013-09-19-09-37-45wieder. Der allgemeine Geschmack ist dennoch recht dünn und erinnert an eine verdünnte Gemüsebrühe und lässt den Geschmack relativ schnell versiegen.

Zweiter

Empfohlen laut Verpackung:  80° / 5g auf 450ml / auf  5 Sekunden
ZeroZen Variante:                  80° / 3g auf 170ml / auf 10 Sekunden

Wie schon bei anderen „Matcha-Iri“ ist auch hier im zweiten Akt der Matcha-Anteil Passé. Somit zeigt sich nach und nach der eigentliche farbliche Charakter dieses Blattes, in diesem Fall in einem eher gelblichen Hauch mit nur noch sehr leichten Anleihen von Grün. Und bei leicht bleibt es auch. Denn dieser AufgussCamera2-2013-09-19-09-44-22kommt noch sanfter in unsere Tassen, als jener zuvor und dies nussig, aber dennoch nicht so nussig, dass es wieder herb wird. Es ist immer noch ein Hang von Adstringenz zu verspüren, doch diesmal lassen sich auch andere Nuancen blicken, wie die von dampfenden Kartoffeln. Somit bleibt der Gemüse-FaktorCamera2-2013-09-19-09-50-37mit seinem König dem „Edamame“ tragend für das gesamte Geflecht dieses grünen Tropfens. Auch wenn sich sein Bouquet sehr leicht präsentiert, lässt sich dieses Blatt noch einige Mal mehr, zwar immer weniger Grün in seiner Farbe, aufgießen.

Fazit

Im Grunde ist dieser Sencha schlichtweg „Geschmackssache“. Auf jeden Fall ist er kein Reinfall und mit knapp 12 Euro hat man zwei Produkte in einem, was manchen sicher erfreuen wird. Auch im derzeitigen Ranking der „Kyoko-Sorten“ muss sich dieser Sencha keinen Doppelplatz teilen und fügt sich derzeit noch auf Platz zwei ein, direkt neben dem „Best Friend“ auf dem ersten und dem „My Bancha“ auf dem dritten Platz. Wer gerne Matcha mit Sencha genießt, ist mit dieser Sorte gut versorgt.

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