Kabuse Premium

Kabuse Premium (Yame, Hoshino)
Menge: 100g
Gekauft: Cha no Ma

allgemeines

Bis auf zwei Sampler Packungen in der Vergangenheit, stellt dieser Kabuse-Cha eine kleine Premiere auf ZeroZen dar und nicht nur das, denn jener Tee befand sich auch unter dem Sortiment, welches uns bei dem Tee-Seminar in Wien serviert wurde. Wie der ein oder andere sicherlich schon weiß, wird diese Sorte zwei Wochen vor der Ernte mit Netzen „Kabuse“ beschattet, ähnlich dem Gyokuro, der aber dank drei Wochen unter einem schattigen Plätzchen, seinen edlen Geschmack erhält. Doch das Blatt alleine macht noch keinen guten Tee aus, für diese Veredelung / Komposition bzw. wie man es im Fachchargon nennt „blend“, zeichnet sich ein sehr junger Teemeister „Chasho“ Yoshihiro Baba federführend. Durch seinen Status als „Fukamushi“ ist diesem Blattwerk auch eine heißere Temperatur gestattet, aber ob sich dieses Blatt auch in anderen Belangen so kooperativ zeigt oder das Alter dieses Teemeisters doch am Ende noch in den Kinderschuhen steckt, das lest ihr wie immer hier und jetzt, auf ZeroZen.

trockenes

„Schatten macht Süß“ so oder so ähnlich könnte man meinen, denn in diesem Auftakt der dunklen smaragdgrünen Nadeln, erstreckt sich eine solche Intensität an Süße, die einen sofort in die Kindheit und direkt in einen Süßwarenladen katapultiert. Und hier bleibt kein Kindermund geschlossen. Hier türmen sich930201323318Fruchtbonbons, Zuckerstangen in allen Beeren-Geschmackssorten hin zu Kirsche auf und zurück und wem das nicht genügt, der erhält als Schokoladenliebhaber noch die krönende Veredelung mit einer Zartbitterschokolade, diese ebenfalls gefüllt mit feinster Erdbeercreme.

feuchtes

An der Intensität nimmt der feuchte Blatt-Akt noch mit einer Stufe oder sogar zwei, zu und erstreckt sich hierbei auf eine solch unglaublich geschmackvolle, sehr intensive Weise, dass jedem Nuss-Fan die Herzmuskeln höher schlagen. Haselnuss ist das Stichwort, mit einer Brise an Sesam und Zartbitterschokolade,9302013233555aber neben diesen kräftigen süßen Anleihen, bleibt ein deftiger Faktor auch nicht außen vor und zeigt sich erneut in „Schwarzbrot-Worcestershire-Manier“, so deliziös, dass einem förmlich das Wasser im Munde gerinnt. Obst kommt hier gebacken, heiß und dampfend direkt aus dem Backofen und dies in sehr reifer „Birnen-süßer Apfel-Richtung“.

Erster

Empfohlen laut Verpackung:  80° / 6g auf 500ml / auf 45 Sekunden
ZeroZen Variante:                  80° / 5g auf 450ml / auf 45 Sekunden

Dieser dampfend, wie helle Jade, cremige Nektar, schmiert die eigene Kehle förmlich wie Öl, wobei man sich mit dem ersten aufschnappen der Nuancen kaum entscheiden kann welche zuerst kommen. Denn hier treten gleich drei Faktoren zeitgleich auf den Plan und dies ohne Pause dazwischen, dass ungefähr so aussieht „Haselnuss-Adstringenz mit garantierter Geschmacksknospen-Begeisterung-tiefe Süße“ Diesmal schwimmt nur dezent Worcester mit, dafür9302013234230ergibt sich ein wirklich delikater Butter/Streichkäse-Flair, der einem, sofern man noch nicht satt ist, den Hunger in den Magen treibt. Als wäre das Wasser leicht ionisiert worden, breitet sich dieses sagenhaft geniale, leicht säuerliche Feeling über den eigenen Gaumen aus und das mit jedem Schluck. Der Nachklang ist hier etwas komplexer, zwar süß, aber komplexer. Denn neben dem anfänglichen „Erdbeer mit einem Hauch Bitterschokolade-Aspekt“, folgt im letzten Hauch des Nachhalls ein Aroma von Karamellbonbons alla „Werther’s Original“.

Zweiter

Empfohlen laut Verpackung:  80° / 6g auf 500ml / auf 10 Sekunden
ZeroZen Variante:                  80° / 5g auf 450ml / auf 10 Sekunden

Hier intensiviert sich die Farbgebung noch ein Stück weit, aber der cremige Anteil bleibt wie gehabt. Unter Umständen könnte es hier erstmals ganz dezent Herb werden, dank dem doch sehr dominierenden nussigen Anleihen. Nun erschließt sich wahrlich satt und kräftig, das Aroma von „Haselnusscreme“, aber dazwischen bettet sich weiterhin Schwarzbrot mit einem feinen Käse-Touch, wenn auch um vieles leichter als der Haselnusscreme-Flair. Den Karamell-Ansatz9302013234724merkt man hier nun um ein vielfaches stärker und prägt dieses Runde in Form von süßem Popcorn mit Karamell. Die Schokoladen-Fronten haben sich nun etwas verschoben bzw. anders entwickelt und zwar haben jene eine verdünnte Koalition mit Sojamilch geschlossen und sich somit zu einem etwas wässrigem Sojamilch Kakao fusioniert. Der finale Nachgeschmack ergibt sich Süß, aber vor allem mit jenem „Haselnuss-Sojakakao-Flair“ mit minimalst leichten Ansätzen von Weintraubenkernen im abschließendem Echo.

Fazit

Ich war schon damals sehr angetan von diesem Blatt, als ich es bei dem Seminar verkosten durfte. Dieser Kabuse, war auf jeden Fall einer der geschmacklichen Highlights unter den gesamten Tee-Verköstigungen, aber nicht der Einzige, aber dazu mehr zu gegebener Stunde. Auf jeden Fall ist an diesem Kabuse kaum etwas zu bemängeln, aber auch nichts das ihn unersetzlich macht. Der Preis mit knapp 28 Euro ist angebracht und passabel. Durch seine Konsistenz ist er sehr ergiebig und mehrfach aufgießbar. Abschließend kann ich nur sagen, als Mitbringsel ist dieser Kabuse eine vortreffliche Idee und wird sicherlich auf freudige Gaumen stoßen, aber persönlich nochmals kaufen, würde ich ihn mir aber dann auch nicht mehr. 

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