Gyokuro Shizuoka

Gyokuro Shizuoka (Shizuoka)
Menge: 50g
Gekauft: Cha no Ma

allgemeines

Bekanntlich hallt es oftmals noch lange nach, auch hier treffen ähnlich Umstände zu. Denn obwohl die eigentlichen Verkostungen der Sorten, welche beim Japan-Teeseminar“ vorgeführt wurden, mit letztem Samstag zu ihrem wohlverdienten Ende fanden, kommen diese Woche noch zwei Sorten hinterher, die noch im direkten Zusammenhang mit jenen grünen Freuden stehen. Denn wer sich erinnert, dem wird Hiromi Wada ein Begriff sein. Denn jener war auch mit seiner Anwesenheit an jenem Tee-Seminar vertreten. Leider konnten wirCamera2-2013-10-19-10-59-04damals nur den „Gyokuro Omura“ genießen. Doch zeigt sich auch Herr Hiromi Wada für einen sehr schmackhaften „Alltags-Gyokuro“ verantwortlich, welcher auf Aracha-Basis gefertigt und anschließend durch einen Röstvorgang,  eine gewisse besonderen Noten verliehen wurde. Der „Gyokuro Omura“ hinterließ sehr gekonnt seine schmackhaften Spuren, ob es dieser Gyokuro ebenfalls schafft jene Reaktion zu erzielen oder sich am Ende seine Spuren viel schneller im Sand der grünen Zeit verlaufen, das lest ihr wie immer hier und jetzt, auf ZeroZen.

trockenes

Optisch sind man schon die ersten Unterschiede. Hier wurde maschinell gearbeitet, denn zwischen einigen gerollten Nadeln, findet sich sehr viel feinesCamera2-2013-10-19-14-54-16Werk, gebrochene Nadeln und ein wenig bröseliges Material. Schon hier vernimmt man eine feine Adstringenz, zitronig, mit einem gewissen Charakter von Heu, welches wieder sehr an Bancha erinnert.

feuchtes

Adstringenz die Zweite. Dabei entfaltet sich ein so deftiger herzhaftCamera2-2013-10-19-15-18-07geschmackvoller Charakter, der mit ein wenig Nuss, überreifen Obst, saftigen Schwarzbrot und einer saftigen Gemüsebrühe, dick und cremig, gespeist ist.

Erster

Empfohlen laut Verpackung:  60° / 10g auf 60ml / auf 120 Sekunden
ZeroZen Variante:                  60° / 6g auf 170ml / auf 120 Sekunden

Diese dampfenden, fast schon giftgelben Tassen, erstrahlen in einer wunderbar transparenten Form vor unseren Augen. Doch heißt es hier „Nach dem aufgießen, schnell genießen“. Denn nicht nur die strahlende Transparenz, trübt wahrlich schnell unsere Tassen, auch der Geschmack wandelt sich gar schnell in etwas herbere Gefilde. Wie schon im feuchten Akt, ist dieser dampfendeCamera2-2013-10-19-14-57-04Tropfen ebenfalls sehr cremig, würzig und mit einem gewissen „Gemüsebrühe-Charakter“ beseelt. Auch hier, wie oftmals typisch für Gyokuro, kommt der gegrillte Fischgericht-Flair zum Einsatz, welcher als solches, aber nicht alleine im Raum stehen bleibt. Hier gesellt sich erstmals eine Nuance von Pizzabrot mit fein bestrichenem Knoblauch zu dieser Szenerie. Neben weiteren nussigen Anleihen,Camera2-2013-10-19-14-57-27geschieht auch einiges fruchtiges in diesen Tassen. Hier gesellen sich reife Birnen, Pflaumen, rote Äpfel und Rosinen zu einem delikaten Grüppchen zusammen, welche nur noch mit einem feinen Nachklang aus Kirschblüten und Weintraubenkernen, abgerundet werden. Dies alles geschieht auf eine sehr intensive Art und Weise.

Zweiter

Empfohlen laut Verpackung:  60° / 10g auf 60ml / auf 30 Sekunden
ZeroZen Variante:                  60° / 6g auf 170ml / auf 30 Sekunden

Trüb stark gelb, wird es nun vom ersten Moment an. Nun entwickelt der Fischgericht-Charakter seinen wahren Höhepunkt. Mit großer Verwunderung erhält dieses grüne Nass eine unerwartet Schärfe, zwar nicht sehr stark in ihrerCamera2-2013-10-19-15-14-45Ausführung aber dennoch sichtlich spürbar. Im Grunde wird uns alles wie im ersten Akt serviert, zwar gibt es hier nun auch wieder das obligatorische Schwarzbrot, aber dem Rest bleibt alles so behaftet wie zuvor. Auch hier ist dasCamera2-2013-10-19-15-15-54Blatt ungemein ergiebig und lässt über viele Runde seine gesamte geballte Kraft spielen. Der Nachklang klingt ebenfalls lange, wie ein immer kehrendes Echo nach.

Fazit

Schon beim „Gyokuro Omura“ erschloss sich mir eine Zubereitung von 10g auf 60ml in keinster Weise. Hier im Falle des Gyokuro Shizuoka noch weniger. Dieser Gyokuro ist zwar Qualitativ nicht so hoch angesiedelt wie der Omura, weist aber eine weitaus stärkere Intensität auf. Vor allem kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, da dieser Freund hier, weitaus schneller nachzieht und herb dadurch wird, als sein Vorgänger. Darum ein Tipp, „weniger dosieren und schnell genießen“. Generell ist im Vergleich dieser Gyokuro eindeutig der „Verlierer“ im Vergleich zum Omura, aber auch um die Hälfte billiger, mit knapp 24 Euro. Für einen Gyokuro dieser Kategorie ist der Preis vollkommen akzeptabel.

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