Sencha Kirishima No.1

Sencha Kirishima No.1 (Kirishima, Kyushu)
Menge: 50g
Gekauft: Cha no Ma

allgemeines

Viele werden wohl diese wunderschön verpackten Sencha aus drei Pflückungen kennen. Nun werde ich euch alle drei im Vergleich präsentieren, beginnend mit dem Kirishima No.1 aus der Frühjahrspflückung.

Die Familie Nishi betreibt seit über 40 Jahren Teeanbau.. Der Teemeister Yoshimi Nishi gilt hierbei, als der „Kaiser des Biotees“. In Kirishima „Die Nebelinsel“ gedeiht dieses Blatt auf mittleren Höhen, wo sich der Morgennebel und milder Sonnenschein gekonnt in Symbiose das Feld teilen. Dabei wird völlig auf Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichtet. Vielmehr legt die Familie Nishi Wert auf Kompostdüngung, welcher z.B. in Form von Hölzern auf denen Shiitake wuchs, zum Einsatz kommt.
Camera2-2013-10-03-14-23-51Nun hängt die Messlatte sehr hoch, da diese Tee-Sorten von Tee-Kennern Weltweit sehr geschätzt werden und diese qualitativ in der oberen Liga spielen. Darum erhalten auch alle drei das Siegel „JAS“, welches diese natürlichen Behandlungen verifiziert. Doch ist die Meinung vieler, auch gleich immer als Garant zu werten, dass etwas einfach Gut sein „muss“? Oder steckt hinter einem Hype am Ende nur Schal und Rauch? Dies und vieles mehr, erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

trockenes

Zwischen einigen gebogenen und langen Nadeln, spielt sehr viel Feinwerk sein illustres Treiben vor unseren Augen in einem smaragdgrünen Feld ab. Wie ein Obstgarten in vollster Pracht, erschließt sich ein solch süßer und frischerCamera2-2013-10-03-14-06-24Charakter, dessen Früchte von Kirschen und Beeren nur so strotzen. Dabei verweilt man nicht nur im Grünen, sondern wird per Hand direkt in einen Süßwarenladen gezogen, wo man sich einer Flut an Süßwaren gegenüber sieht.

feuchtes

Durch den sehr feinen Anteilen in diesem Blatt, hat sich jenes mit dem dampfenden Wasser voll und ganz angesogen und erstreckt sich für unsereCamera2-2013-10-03-14-41-27Genussorgane in einer solchen adstringierenden Pracht, welches erneut sehr an saftiges Schwarzbrot mit einer gut getränkten Portion Worcestershiresauce und nussigem Käse darauf erinnert.

Erster

Empfohlen laut Verpackung:  60° / 5g auf 450ml / auf 60 Sekunden
ZeroZen Variante:                  60° / 5g auf 450ml / auf 60 Sekunden

Dieses trübe Olivenöl, ergießt sich mit dem ersten Schluck in einer solch cremigen buttrigen Form über unsere Geschmacksknospen, dass es einfach nur eine Freude ist und es schmiert wahrlich wie Öl. Dabei ist dies nicht alles, wasCamera2-2013-10-03-14-10-16dieses Blatt an Nuancen zu bieten hat, diese erstrecken sich von satten saftig dampfenden Kürbisen und Süßkartoffeln hin zu Weintrauben und einem leichtenCamera2-2013-10-03-14-10-47Hauch von Kirschblüten. Nashibirne und ein darauf folgender Nachklang von Hi-Chew mit Erdbeeren Geschmack bilden das Schlusslicht in dieser ersten Runde.

Zweiter

Empfohlen laut Verpackung:  60° / 5g auf 450ml /  keine Angabe
ZeroZen Variante:                  60° / 5g auf 450ml / auf 5 Sekunden

Dieser Aufguss erinnert farblich nun viel mehr an helle Oliven ansich, anstatt an deren Öl. Dabei wird das dampfende Nass noch um einen weiteren Grad trüber, als zuvor. Zwar schmiert dieser Tropfen die eigene Zunge nicht mehr so gezielt wie in der Runde zuvor, aber dafür erstreckt sich erstmals ein intensiver nussigerCamera2-2013-10-03-14-30-15Haselnusscreme-Charakter, der aber auch eine nicht zu verachtende Woge an Herber- und Bitter-Faktoren mit sich bringt. Dieser macht sich in Form von Weintraubenkernen bemerkbar und dies nicht nur im ersten Moment, sondernCamera2-2013-10-03-14-33-44auch im Nachklang. Diesen teilt sich diese neue Tatsache weiterhin mit Hi-Chews, aber diesmal mit Kirschblüten. Im Grunde ist diese Finale Runde in einigen Aspekten leichter geworden, wobei in anderen um einiges stärker.

Fazit

Es ist meist nie gut, wenn Erwartungen so hoch getrieben werden, dass man am Ende schon fast gezwungen ist einer Enttäuschung entgegen zu sehen. Zwar ist dieser Sencha, keine „Pleite“, und liegt sogar über dem guten Durchschnitt, aber man muss einfach Abstriche machen und die gibt es hier an einigen Stellen. Erstens ist dieses Blatt nicht unbedingt zum Dauerdurchlauf geeignet, denn nach gut drei Aufgüssen, ist die Luft schon ziemlich geschmacklich gewichen. Nimmt man dies und den Geschmack, der zwar gut, aber nichts Besonderes ist, zur Hand, dann ist ein Preis von knapp 15 Euro auf 50 Gramm einfach „to much“. Wenn man bedenkt, dass dieses grüne Blatt in einer 100 Gramm Packung gut und gerne 30 Euro kosten würde. Da gibt es weitaus bessere Konsorten, aber mal abwarten wie es mit der Kirishima Sommer- und Spätsommerernte sein wird. Fortsetzung folgt am Samstag mit Teil 2, seit gespannt.

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