„Hoshi Tea“ Gyokuro Yame

Hoshi Tea“ Gyokuro Yame (Yame,Hoshino)
Menge: 15 x 5g (75g)
Gekauft: Cha no Ma

allgemeines

Diesen Samstag findet auf ZeroZen eine Art „Premiere“ statt. Denn mit diesem Gyokuro Yame von „Hoshi Tea“ gelangt erstmals ein Japaner fein verpackt in 15 Beutel in meine Kanne und Tassen. Leider ist nicht ersichtlich, wer der Meister hinter diesen kompakten Beuteln ist, aber dafür ist bekannt, dass es diese in 3 Sorten-Varianten gibt. Zum einen den hier angeführten „Gyokuro Yame“, dann den „Sencha Hoshino“ und weiters den „Sencha Gold Hoshino“, welche Beide ebenfalls folgen werden. Jede einzelne dieser Sorten wird aus tiefCamera2-2013-10-04-15-02-56bedampften Blättern „Fukamushi“ gewonnen. Hier steht dem Genießer nicht nur der „Heiße Aufguss“ zur Verfügung, sondern auch die „Ice Tea-Variante“. Wer sich immer tiefer mit der Materie „Tee“ auseinandersetzt wird unweigerlich feststellen, dass den Beutel-Tees kein gutes Image zugesprochen wird. Meist trifft dies auch zu, da oftmals nur der Überschuss bzw. die Reste benutzt werden, aber muss dies gleich auf jeden Beutel-Tee zutreffen? Ob es so ist oder in diesem Fall uns etwas komplett anderes zu Grunde liegt, das lest ihr wie immer hier und jetzt, auf ZeroZen.

trockenes

Hier eröffnet sich unser Blick einmal ganz anderen Umständen, da es sich hier nicht um lose Blätter/Nadeln handelt, sondern um Beutel zu je 5g an Inhalt. Um dennoch den Inhalt genauer unter die Lupe nehmen zu können, habe ich euch einen geöffnet und als Foto festgehalten. Hier sieht man wahrlich keine Nadeln, aber dafür jede Menge sehr feines, fast schon gemahlenes Blattwerk.Camera2-2013-10-13-14-15-26Dazwischen wird es sehr bröselig und auch ein paar grobe, dennoch feine Akzente sind zusätzlich zu vermerken. Das Bouquet ist gezielt bestimmt und einfach erkannt, aber deshalb nicht weniger anregend oder gar geschmackvoll, im Gegenteil, denn hier sticht einem sofort eine so genüssliche Woge an „Schokoladen-Flair“ entgegen, die einem richtig Lust auf Süßes beschert. Neben dieser sehr dominierenden Note, erkennt unser feines Sinnesorgan noch eine weitere Nuance, die sehr stark an den Duft von Matcha erinnert.

feuchtes

Optisch lehnt sich automatisch unser Freund sehr an sein trockenes Pendant an und ergibt sich in einem „matschigen“ dampfenden Bildnis, was nichtCamera2-2013-10-13-14-50-35verwundert, dank der feinen Verarbeitung. Genüsslich wird es sehr delikat, mit einem typischen saftigen adstringierenden Flair. Dabei steigen einem Düfte von Nuss, mit einem Hauch von Süße entgegen.

Erster

Empfohlen laut Verpackung:  60-80° / 5g auf 500ml / auf  30 Sekunden
ZeroZen Variante:                       70° / 5g auf 450ml / auf 120 Sekunden

Bevor ich direkt auf den gekonnten Auftakt eingehe, sei noch einiges zu den Ziehzeiten & Co gesagt. Bekanntlich lässt man einen Gyokuro immer etwas länger ziehen, als einen Sencha. Meist sind es 2 Minuten, manche Gyokuro soll man sogar bis an die 4 Minuten oder mehr ziehen lassen. Darum verwunderte es mich umso mehr, dass dieser kostbare Freund nur 30 Sekunden lang ziehen soll. Dies erschien mir als deutlich zu gering, da auch die Menge pro Beutel auf 500ml angesetzt war. Selbst bei einem Test auf 3 Minuten schmeckte dieser Gyokuro einfach fantastisch und wurde in keinem Deut herb oder gar bitter.

Auf dem Infoblatt werden die Temperaturen mit 70-80° angegeben, während auf der Packung hinten nur 60-70° vermerkt waren. Ich entschied mich für die Mitte und damit fährt man auch im Grunde am Besten, auch wenn ich sagen muss, das weder 60°, noch heiße 80° dem Tee in irgend einer Weise schadeten.

Wenn man Lust und Genuss auf eine Ice Tea-Variante hat, muss man einfach den Beutel in eine Kanne oder Krug mit einem Fassungsvermögen von 500ml geben, wohlgemerkt „kaltes Wasser“ und dies stellt man dann für 2-3 Stunden in den Kühlschrank und „fertig ist der eisgekühlte Gyokuro“.

Diese satt strahlend trüben tief grünen Tassen sind einfach ein wahrer Traum für das genießerische Auge. Mild, angenehm süß, mit einem Hauch von Schokolade, wie auch schon der trockene Auftakt erahnen lies, erschließt sich der erste warme Tropfen über dem Gaumen. Dabei wird der süße Anteil auch wahrhaft fruchtig und zeigt dies in Form von Weintrauben, ohne dabei je einem HerbanteilCamera2-2013-10-13-14-28-31alla „Kerne“ Platz zu verschaffen und saftigen Nashibirnen. Diese buttrige, cremige Konsistenz, erinnert fast an eine fein genüssliche Soße, weshalb es nicht verwundert, dass erneut eine Parallele zu dem altbekannten säuerlichen „Worcestershire-Nusskäse-Brot-Flair“ gezogen wird. Dies geschieht aberCamera2-2013-10-13-14-32-35weitaus dezenter, als bei anderen Vertretern davor. Egal wie lange der Gyokuro mit seinen feinen Bestandteilen noch nachzieht oder abkühlt, er wird in keiner Sekunde bitter oder herb. Einzig und alleine der Worcestershire-Käsebrot-TouchCamera2-2013-10-13-14-30-06verstärkt sich um ein paar Grade mehr. Hier muss wahrlich ein Meister am Werk gewesen sein, da hier jeder Schritt passt und man selbst als Anfänger wahrlich kaum etwas falsch machen kann. Der Nachklang ist sehr süß und erschließt sich in einem Geschmack aus „Erdbeer Hi-Chews“.

Zweiter

Empfohlen laut Verpackung:  60-80° / 5g auf 500ml /   keine Angabe
ZeroZen Variante:                       75° / 5g auf 450ml / auf 30 Sekunden

Immer noch tief grün, aber weitaus trüber, dampfen diese wundervollen Tassen, wartend auf unsere Lippen, einem entgegen. Und auch hier zeigt sich, was sich schon die gesamte Zeit erwiesen hat „Es ist gleich was man mit diesem Gyokuro anstellt, er wird nie bitter oder herb“. Einzig und alleine der Geschmack wird in jedem einzelnen Punkt etwas milder, aber dies geschieht aufCamera2-2013-10-13-14-31-54eine solch charmante Art und Weise, dass man nie das Gefühl bekommt, einem schwächenden Tee zu unterliegen. Die Adstringenz bleibt bestehen, aber nur als solches, denn der einstige Grund dieser Stimmung, verschiebt sein LagerCamera2-2013-10-13-14-38-20weitestgehend an den Rand dieser Runde. Alles wie gehabt ist spürbar, von der Nashibirne bis hin zum Nachklang aus „Erdbeer Hi-Chews“, doch dieser bleibt nicht mehr so vehement an unserem Gaumen verhangen, wie die Runde davor. Ein guter Tipp: „Alle guten Dinge, sind 3“.

Fazit

Ich muss gestehen, dass ich am Anfang sehr niedrige Ansprüche an diesen Gyokuro hatte. Denn auch wenn es dennoch immer noch ein Gyokuro ist, war die Tatsache der „Beutel“ am Anfang, sagen wir es so „etwas abschreckend“. Aber in diesem Falle täuschte die vorgefertigte Meinung. Denn dieser feine grüne Freund ist wahrlich ein genüsslicher Traum. Die Nuancen sind zwar nicht so vielfältig wie bei anderen, aber dafür so gezielt und gekonnt gewählt, als wären sie so bestimmt worden. Die Tatsache, das dieses Blatt, egal, und damit meine ich wirklich „vollkommen egal“, was man damit anstellt, nie bitter oder herb wird, ist einfach ein Traum. Der Preis mit 34 Euro für 15 Beutel ist schon sehr deftig, aber immerhin bekommt man auch die nötige Qualität für sein Geld. Doch ist es verständlich wenn dies bei einigen einen Kritikpunkt auslöst. Auch in einem weiteren Belang muss ich diesem Blatt ein wenig an Luft aus dem Reifen nehmen: „die Langlebigkeit“. Diese ist schon nach dem guten 3 Male verstrichen, was aber kaum schmerzt. Sicherlich ist nicht jeder Mann ein Freund von „Beuteltees“ aber dieser hat es wahrlich in sich.

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