Organic Kumamoto Sencha Yabe Supreme

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Allgemeines2.0

Auch wenn sich Namen ändern, ist es schön zu sehen, wenn gewisse Dinge verweilen wie sie sind. Ähnlich erging es auch diesem grünen Freund der heutigen ZeroZen-Teestunde. Der Garten, aus dem diese Nadeln stammen, liegt in einer Region, die damals Yabe hieß. Doch Yabe-Town und einige andere anliegende Städte schlossen sich 2005 zusammen und gründeten Yamato. Doch der „Yabe-Cha“ wie man ihn aus dieser Gegend immer noch nennt, blieb aus dieser Zeit erhalten. Diese wohlgepflegt gestutzten Felder, welche in 500m Höhe über dem Meeresspiegel liegen, lassen sehr gut erkennen, welche Sorgfalt und Leidenschaft, man ihn jene Aufzucht steckt. Ob dies am Ende mit einem glorreichen Geschmackserlebnis belohnt wird oder man zuguter letzt aus diesem buschigen Dickicht kein geschmackliches Entrinnen mehr ersieht, das lest ihr wie immer hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Schon die optische Präsenz lenkt einen gekonnt eine ganze Weile, vom eigentlichen sinnlich duftenden Anteil ab. Hier lassen sich unterschiedlichste Aspekte ausmachen, wo dicke breit länglich dunkelgrüne Nadeln, den Grundstein legen, um diesem grünen Bett die nötige stabile Substanz zu verleihen. Dazwischen, wie ein Bindemittel, verkeilen sich helle Stängel und einige braune1127201319130Knospen. Dabei wird alles darüber, dazwischen und darunter mit einigem an bröseligem und feinstem Werk zusammengehalten. Farblich zieht auch hier die Optik seine Bahnen und schwingt zwischen dunkelgrün bis hin zu hellgrün gelblichen Akzenten.

Von der visuellen Anmut losgelöst, zieht sich mit dem ersten Atemzug ein ungemein süßer Charakter durch die eignen Geruchssinne. Dieser präsentiert sich sehr satt in all seinem süßen Flair, welcher sich aus Kirschblüten und Birnen zusammensetzt.

FeuchtesBlatt2.0

Hier zieht sich zusammen, was sich nur zusammen ziehen kann und dies in äußerst delikater Manier. Dabei scheint sich jegliche Knospe, die einem die Sinne für geschmackliches Empfinden ermöglichen, angesprochen zu fühlen, öffnen sich und saugen jegliches Aroma auf, welches sehr dicht und dampfend um die Ecke kommt. Hier steht eindeutig eine Gemüsesuppe auf dem Herd des Geschehens und winkt einem förmlich mit seinen gemüsigen Anleihen zu sich11272013191623her. Hier schwimmt alles mit, was in eine Gemüsesuppe alla asiatischer Art, passen könnte. Von Pak Choi, geht es direkt zu dampfenden Chinakohl mit einem Schuss Worcestershire und zurück, dabei hält man uns als kleine Verfeinerung während dieses Prozess weiters eine dampfende Esskastanie unter die Nase, welche sich im Unterton des ganzes Geschehens sehr gut zurecht findet.

1stZubereitung: 70° / 5g auf 450ml / auf 60 Sekunden

Nun schlägt sich zu mindestens optisch ein Ei, in Form seines Dotters, farblich in jene dampfend gefüllten Tassen. Diese erweisen dem wachsamen Auge einen wahrlich transparenten Blick auf den Grund jeder dieser Tassen. Mit der Hitze prescht auch die Adstringenz ungehindert nach vorne und legt seine Fühler direkt auf unseren Geschmacksknospen aus. Dabei nimmt dieser Effekt mit der11272013191825Abnahme der Hitze immer weiter ab und lässt dafür einem unerwartet süßen nussigen Akzent freie Platzentfaltung. Bis auf einen saftigen Schwarzbrot-Flair, entfernt sich dieser Auftakt kaum von den Pfaden, die in vergangenen Runden, schon ihre Erwähnung fanden. Darum ist auch nicht verwunderlich, dass einen wichtigen Aspekt in dieser Runde, erneut die Kirschblüte darstellt.

2ndZubereitung: 75° / 5g auf 450ml / auf 10-30 Sekunden

Immer noch dem Gelb verfallen, aber nun stärker in seiner Ausführung, treiben wir nun auf trüberen Gewässern. Fast, als könnte sich dieser grüne Kollege nicht entscheiden, präsentiert man uns gleich zu Beginn eine Mischung aus saftigem Schwarzbrot und süßem Milchbrot, mit einem minimal winzigen Nachhall von11272013191919Adstringenz. Dieser sehr ergiebige Tropfen bleibt im Grunde auch hier weiterhin bei vergangenen Nuancen, von Esskastanien und asiatischer Gemüsesuppen-Einlagen. Zwar endet hier, dieses genüssliche Spiel auf ZeroZen, aber in euren Tassen, lassen sich jene mit diesem Blatt insgesamt gut und gerne vier Mal aufgießen.

Fazit2.0

Dieser Yabe Supreme, hat nicht umsonst einen langen Ruf zu verbuchen. Hier wird zwar nichts komplett neu erfunden, aber auf seine Art und Weise, erreicht er in den heimischen Tassen ein wahrlich geschmackvolles, ausgewogenes und vor allem bekömmliches Tee-Erlebnis, welches zwar nicht für eine goldene Wertung ausreicht, aber allemal dafür, sich jenen Tropfen erneut in die eigenen vier Wände zu holen. Für „japanische Grün Tee“-Anfänger könnte dieser Sencha vielleicht ein wenig überwältigend sein, wenn man seine Nuancen und Dichte an Gemüse-Charakteren in Betracht zieht, aber am Ende kommt es, wie bei vielem Anderen auch, auf den eigenen Gaumen an.

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