Organic Sencha Kodawari Imperial

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Allgemeines2.0

Die Takeo Familie ist fast schon seit einem Jahrhundert im Anbau von Tee tätig, doch erst 1985 erweckte der biologische Anbau bei Kazuo Takeo immer mehr Interesse. Damals kam es immer häufiger vor, dass säurehaltiger Regen die Ernten befiel. Doch ausschlaggebend, war am Ende die auffällige Veränderung einer nahe gelegen Bambus-Gruppe, die seltsamen Wachstum aufwiesen, warum Kazuo sich für einen anderen Weg entschied. Es dauerte aber eine ganze Weile, bis sich alles eingespielt hatte und das gesamte Farm-System auf die biologische Behandlung eingestellt war. Doch 2000 war es soweit und seit dem gedeiht, jede Tee-Pflanze ohne jeglicher giftiger Pestizide. Auch dieser Kodawari Imperial, welcher die höchste Stufe in einem Trio einnimmt, entsprang aus jener mit Sorgfalt behandelten Ernte. Ob dieser Umstieg, all die Mühe und der Ideenreichtum, am Ende auch Früchte getragen hat, vor allem welche, die dem Geschmack einen Höhenflug der Genüsse verpassen, dies lest ihr wie immer hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Hier erzählt die Optik ihre eigene Geschichte, in der sich viele grüne Stängel ein Feld teilen, dessen hellgelblich grüne Aspekte einen fein platzierten Ausgleich darstellen. Genauso ergeben sich drahtige fadenartige Nadeln gekonnt in einer Symbiose mit einigen breiten dunkelgrünen Nadeln und ein paar dunkelbraunen Resten an Knospen. Aromatisch erinnert dieses feine Kleinwerk sehr an eine Anleihe von Bancha. Typisch dafür, was sich auch hier markant in Szene setzt,072014185247ist der recht intensive Heu/Stroh/Wiesenblumen-Flair, in dessen Konstrukt sich ebenfalls einige kräuterhafte Nuancen platziert haben. Um etwas tiefer in das trockene Geschehen einzutauchen, ließe sich jenes gestalterische Bild in Folge, als ein Spiel aus Löwenzahn, mit einem leichten Anflug von Kamille und einer dezenten Zitrus-Note beschreiben.

FeuchtesBlatt2.0

Hier kommt jener Aspekt zu Tage, denn man bei Sencha sehr häufig vorfinden kann „Worcestershire und saftiges frisches Schwarzbrot-Feeling“ und in diesem Fall sogar sehr dominant und bestimmend in seiner Präsenz. Neben diesem saftigen adstringenten Flair zieht sich weiters ein sehr gemüsiger Akzent durch07201419432dieses Geschehen, welcher sehr an, im Mund zerkauten, frischen Blattspinats erinnert. Zerkaut aus diesem Grunde, da durch das aufbrechen der Blätter während des Kauvorganges im Munde, die Aromen/Enzyme des Spinats auf unserem Gaumen freigesetzt werden und genau auf jene Art und Weise, entfaltet sich auch hier jenes Dufterlebnis.

1stZubereitung: 60° / 6g auf 250ml / auf 60 Sekunden

In diesem gelblich grün trüben Tassen, zeichnet sich schon nach dem ersten Schluck, ein gewisser herber Charakter ab. Dieser leicht bittere Geselle, erreicht in seinem Sein, aber keinen unangenehmen Wesenszug, sondern erweist sich vielmehr charmant, wie dunkle Schokolade in seiner Darbietung. Doch auch hier lässt die Wiese/das Heu im ersten Moment grüßen, da sich dieser Flair kurz, im Bruchteil von ein paar Sekunden im Mundraum erkennen lässt, bevor dieser Faktor in jene herben und vor allem gemüsigen Akzente übergeht. Dies ist wie ein Fest aus allen bekannten, leicht bitteren, herben Blattsalat-Sorten, die ein072014185559feiner Garten so zu bieten hat. Neben all dem Eichblattsalat, Lollo Rosso und Radicchio, erkämpft sich vor allem der Spinat eine der wichtigsten Positionen in diesem Stück der grünen Gemüse-Giganten. Doch dieser ist nicht alleine und wird heftigst mit Bohnen, Karotten, Erbsen und Brokkoli durchpüriert. Diese Facetten lassen es zu, dass einem langen Nachgeschmack, wahrlich nichts mehr im Wege steht. Wer einen Brot mit Worcestershire-Flair in dieser ersten Runde vermisst, braucht dies nicht zu tun, denn auch dieser kommt hier nicht zu kurz.

2ndZubereitung: 65° / 6g auf 250ml / Sofort

Der erste Schluck erschließt sich hierbei in einer Mischung aus Adstringenz mit einer undefinierbaren Süße und einem etwas milderen Heu/Wiesen-Feeling, in diesem komplett getrübten, dicht hellgrünen Tassen. Der zartbitter Faktor ist nun in einer weitaus milderen Variante unterwegs, wo hingegen das Gemüse seine Machtposition ausspricht. Hier bleibt es weiterhin grün püriert, wobei sich unter diesem „Babybrei“, auch noch feine Fäden einer Zitrus-Note durch dieses0720141903Konstrukt schlängeln. Auch der Nachgeschmack ist ganz und gar dem Gemüse verfallen, lässt aber ein wenig mehr dem Schwarzbrot an Räumlichkeit frei, um sich mit einem dezenten Brie-Aroma in dieses gesamte Geschehen perfekt einzubinden. Dieser Sencha ist keine Aufguss-Dauerbatterie, von daher ist nach insgesamt 4 Malen wahrlich der Zenit dieses Blattes erreicht.

Fazit2.0

Man kann nicht immer Glück haben. Schon beim öffnen der Packung lag der Gedanke nahe, dass diesem Blatt ein recht „schlichter“ Geschmack zu Grunde liegen wird und so war es auch. Alleine wenn man „Imperial“ hört, gedenkt man an etwas Großes, doch leider wartet man in diesem Fall vergebens. Zwar ist dieser Sencha kein Totalausfall, aber und vielleicht liegt es auch an meiner Verwöhntheit der derzeitig wahrlich hochwertigen Taiwan und China-Tees die ich verkosten durfte, dass am Ende dieser Sencha nicht mehr, als eine Mischung aus Geschmacksache&Mittelmaß darstellt. Um ca. 15€ ist zwar nicht viel aus dem Fenster geworfen, aber am Ende gibt es auch Blätter deren Dasein unsere Tassen dennoch mehr zum Lächeln bringen werden, als jener grüner Freund hier.

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