Chakouan Imari Sencha Premium

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Allgemeines2.0

Ganz gemäß dem letzten Mittwoch, wird es auch heute wieder erneut japanisch Grün auf ZeroZen. Gleich der Namensgebung, gedeiht dieser Sencha in recht luftigen Höhen, in den Imari Bergen der Präfektur Saga. Aus diesen Regionen konnte ich schon so einige fabelhafte Teesorten verkosten. Chakouan von dem dieser Premium Tee stammt, erfreut sich nicht nur regionaler Beliebtheit, dank diverser Teesorten, sondern auch wegen ihren hoch-qualitativenPicsArt_1390324373410Porzellanerzeugnissen. Neben dieser Fakten, hält sich leider weiteres Info-Material sehr bedeckt. Somit verweist am Ende, alles auf den Geschmack, das Aroma, die Optik und die Qualität, die nun einer Teestunde zu Grunde liegt. Ob diese jenem Premium Sencha, auch seine wörtliche Stärke angedeihen lässt oder am Ende Taten mehr bezweckt hätten, als Worte, dies und vieles mehr, erfahrt ihr genau hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Das trockene, tief dunkelgrüne Werk, ist schon beim ersten Atemzug ein Gedicht schlechthin. Optisch lassen sich kaum merklich Nadeln in gerader Montur ausfindig machen, aber dafür gekräuselt.

Im ersten Moment ziehen grasige Nuancen durch dieses feine Dickicht, dessen Struktur mit wenigen hellen Highlights bestückt ist. Dieser grüne Flair scheint fast einer frischen, saftigen Wiese entsprungen zu sein, dessen feine Kräuter und Blumen einem durch die Geruchssinne streifen. Dabei zeigen sich vor allem die Kamille und das Gänseblümchen, für jene Düfte verantwortlich. Doch ist dies nur ein winzig kleiner Bruchteil des Ganzen, aus dem dieses Werk besteht. Denn schon im nächsten Augenblick zieht ein unheimlich süßer Flair durch jede Windung der eigenen Geschmacksknospen, der sehr an Schokolade erinnert,0212014182022aber nicht nur an Schokolade allein. Denn hier schließen sich genau drei Aspekte zu einem Ganzen zusammen. Hier paart sich die Schokolade, mit feinsten Kirschen und dazu ein Schuss Alkohol. Fertig ist das „Mon Cheri“ oder die Rumkugel, je nach dem, denn am Ende lassen sich beide Ansätze erkennen. Gelangt etwas warmer Atem in die Dose bzw. wo auch immer dieser Tee sein zu Hause fand, dann setzt diese leichte Wärme, ein süß sattes Haselnusscreme-Aroma frei, welches wahrlich vorzüglich die Sinne betört. Neben diesen ganzen süßen Anleihen, verspürt man auch einen leichten Menthol-Charakter im Hintergrund des Geschehens, welcher angenehm leicht und frisch daher kommt.

FeuchtesBlatt2.0

Optisch lässt dies dampfende Blatt, auch dank seines Aromas, sehr auf eine Herstellung nach Fukamushi-Art schließen, da man hier wahrlich nur noch tief dunkelgrünen Matsch vor Augen hat, dessen fein säuerliches Bouquet, jede Knospe der eigenen Nasenflügeln zum vibrieren bringt. Hier erkennt man, 0212014184031typisch für jene Entfaltung, erneut diesen saftigen Schwarzbrot-Flair, der mit ein wenig sehr dezent leichtem Butterkäse bestückt zu sein scheint. Dieses gesamte Nuancen-Bildnis kommt sehr grün dampfend daher und setzt so auch seine Aromen, wie die von süßen Paprikas ein.

1stZubereitung: 65° / 10g auf 180ml / auf 60-120 Sekunden

Die Ziehzeit ist im Grunde mit 2 Minuten richtig eingeschätzt, in gewisser Maßen. Denn ich fing schon ab der ersten Minute an, den Sencha langsam auf vier Tassen aufzuteilen. Am Ende war knapp mit der Minute 2, auch alles ausgeschenkt. Ich denke, sein Gehalt würde, bei dieser Intensität, zu stark werden, wenn man ihn erst ab der Minute 2 abgießen würde.

Denn selbst mit jener Zeitrechnung, wartet eine geschmackliche Bombe auf den Gaumen, die seines Gleichen sucht. Hier entfaltet sich mit dem ersten Tropfen, der die Kehle benetzt, ein unheimlich süß, grün, säuerliches Aroma, dessen erste Impressionen von saftigem Brot, grünem Blattsalat und süßem Paprika, den Anfang dieses Akts bestimmen. Mit jedem Schluck, wird auch der Gaumen mit immer mehr an süßen Aspekten liebkost und lässt neben diesem Gefühl, immer präziser jede noch so kleinste Nuancen in diesem Stück sichtbar werden. So manch einem, dessen Oma einen Bauernhof mit Gemüsegarten hatte, wird vielleicht auch, dass ein oder andere Mal grüne Erbsen direkt aus0212014182521dem Beet gepflückt und verzehrt haben. Und solch ein Erlebnis aus frischen, saftigen Erbsen, erschließt sich auch in diesem Abschnitt, der Runde 1. Der Nachgeschmack grenzt fast an eine Liste für Zutaten, die man zu einem schmackhaften Salat benötigen würde, wären da nicht die Birne und der süße letzte Hauch auf dem Gaumen, dessen Reize von japanischen „Kirsch-Hi-Chews“ ausgehen. Doch wie gesagt, sind dies die Nebenerscheinungen, von den Zutaten, die eigentlich die erste Geige spielen. Hier zeigen frische Tomaten, süßer Paprika, saftige Maiskörner und saure Essiggurken gekonnt, wie intensiv ein Echo, das noch lange nach dem letzten Schluck bestand hat, sein kann. 

Ein gewisser zügiger Genuss sollte hierbei schon gegeben sein, denn kühlt dieser Premium-Freund ab, dann wird es sauer in der Tasse. Dies geschieht sogar auf eine solch intensive Art und Weise, als würde man aus einer ganzen Packung Maggi-Würfeln, mit ein wenig Wasser, eine Paste zubereiten und mit dieser eine Scheibe Schwarzbrot gänzlich bestreichen.

2ndZubereitung: 70° / 10g auf 180ml / Sofort

In dieser fein säuerlich, metallischen Struktur, dessen undurchsichtiges, satt kräftiges Grün einen fast in Trance versetzt, erkennt man erstmals ein sehr würziges Geschmacksempfinden von einem dezent platzierten Kren. Doch besonders die Haselnusscreme tritt in diesem Abschnitt gekonnt ins Rampenlicht, lässt dabei gezielt Facetten Platz, wie jenen von Brot, frischen Erbsen, Paprika süß und einem Hauch von Kirsche, um sich deren Berechtigung in diesem Spiel der Sinne zu sichern. Besonders dieser rot-süße Flair tritt gekonnt in Form von0212014183639japanischen Kirsch-Bonbons, noch lange im Nachhall in Erscheinung. Und jener erfindet das Wort „Echo“ wahrlich neu. Erfährt dieser Tee in gewissen Maßen, eine zu lange Behandlung, wird durch die Abnahme der Temperatur erneut der Geschmack recht intensiv, säuerlich, doch in diesem Akt noch viel eher kernig in Form von Sonnenblumen- und Kürbiskernen. Gräbt man abschließend den Geschmackssinn sehr tief in dieses Geschehen hinein, dann könnte man, weitab vom Hauptszenario einen kleinen Hauch von Sojamilch erkennen.

WeitereZubereitung III-VII: 70-75° / 10g auf 180ml / Sofort

Hier ist noch lange nicht der Saft aus dieser imaginären Zitrone gepresst worden. Im dritten Aufguss setzt man im Grunde genau da an, wo man im zweiten Aufguss begonnen hatte. Sowohl farblich, als auch im Geschmack, bleibt es gleich in deren Intensität. Besonders die Haselnuss, der süße Paprika, gepaart mit knackig frischem Blattsalat und ein süßlich säuerlicher Flair liefern sich hier einen wechselnden Schlagabtausch, der ohne Unterbrechung seine Bahnen zieht.

Im vierten Aufguss kommt der würzige Aspekt etwas mehr zu Tage, der nun eine Fusion aus leichtem Kren und einem Hauch von Pfeffer darstellt. Grün bleibt es hier nicht nur farblich, sondern auch im Geschmack, somit sind die salathaltigen Anleihen gesichert und setzen dafür den Flair von Haselnuss etwas ins Aus.

Im fünften Aufguss bleibt die Nuss weiter im Abseits und auch sonst wird alles recht milde und heller in der Optik. Süß säuerlich bleibt es und somit auch bis zu einem maximalst siebtem Aufguss, doch mit diesem ist dann wahrlich Schluss.

Fazit2.0

Will man lange, sehr lange etwas von seinem Genuss haben, dann ist man mit diesem Sencha genau an der richtigen Adresse. Hier läuft die Duracell-Batterie ohne Unterlass und am Ende erzielt man gut und gerne sieben Aufgüsse. Dann ist aber, bei einem alleinigen Verzehr, nicht nur geschmacklich Feierabend, denn auch der Bauch gluckert ab da an bei jeder Bewegung die man versucht zu tun. Ich muss gestehen, dass dieser Sencha seit langem wieder ein Japaner ist, den ich sehr genossen habe. Denn in letzter Zeit war es meist immer das Selbe und das am Ende auch nicht wirklich überragend. Aber hier ist man geschmacklich wirklich sehr gut bedient. Auch ca. 22€ auf 100g sind vollkommen akzeptabel, in Anbetracht dieser Qualität. Ist man aber ein Freund, nicht nur des Gaumens, sondern auch der Augen, dann wiegt man sich mit diesem Sencha eher in Desinteresse. Aber Optik ist bekanntlich nicht alles, denn geschmacklich kann der Imari auf ganzer Linie überzeugen. Somit bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

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