Kurihara Imperial Sencha Hime Shizuku

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Allgemeines2.0

Es ist schon eine Weile her, seitdem die Kurihara-Brüder in den virtuellen Hallen von ZeroZen zu Gast waren. Damals schlug ihr Debüt ein wie eine Bombe und ebnete mit dem Yame Tsuhime die erste Golden Review auf ZeroZen. Nun sind Kippei und Akio zurück, obwohl so wirklich abwesend waren sie nicht, denn dieser imperiale Sencha, wartet geduldig, schon ein gewisses Weilchen in111201419737meinem Teeschrank, bis ich nun endlich die Zeit hatte diesen gebührlich zu Empfangen und zu Verkosten. Doch wird sich dieser auf selbigen Pfaden schlagen, wie sein ruhmreicher stolzer Vorgänger oder muss sich dieser etwas hinten anstellen, das und vieles mehr, lest ihr wie immer hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Dieses sehr kräftig, dunkelgrüne Werk gedeiht auf einer Höhe von ca. 300-700m und wird bei seiner Heranreifung nicht beschattet. Obwohl dieser Sencha im Frühling geerntet wurde, besitzt sein Charakter etwas spät-sommerliches bzw. einen gewissen Hang eines sehr frischen Bancha’s. Doch um gleich bei der optischen Präsenz zu verweilen, legt diese sehr frisch kräftige Akzente zu Tage. Denn neben vielen dunklen, saftigen, mittellangen bis länglichen Nadeln, erkennt man auch einige helle Stängelspitzen, die sich mit dem genannten auf einigem1112014191116feinem Blattwerk betten. Aromatisch zieht es, wie schon erwähnt einige Parallelen zum Bancha, daher entfalten sich die Nuancen unter anderem etwas würzig und grün grasig. Diese Würze verleiht dem Nadelwerk einen gewissen soßigen Charme, der sehr gut zu einem delikat leicht würzigem Fleisch- bzw Fischgericht passen würde. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Touch von Brot mit Worcestershire nicht fehlen darf. Die Süße erkennt man im Grunde nur in den Ansätzen von feinsten Kirschblüten.

FeuchtesBlatt2.0

Hierbei kommen die gelblich grünen Stängel in diesem Werk noch mehr zur optischen Geltung und verleihen dem meist zerrissenen Blattwerk die gewisse Balance. Aromatisch wird es sehr fein gemüsig und vor allem Adstringent. Diese rührt zwar einerseits von genannten Worcester-Brot-Anleihen her, aber auch von einer gewissen nussigen Präsenz. Denn wo es nussig wird, ist auch der säuerliche Flair nicht weit entfernt. Dieser gewisse säuerlich-nussige Charakter mit dem genannten leicht deftigen Gemüse-Facetten, bündelt sich zu einem gesamten1112014192249Geschmacks-ballen der seine Nuancen nur so durch die Gegend wirft. Hier erkennt man, recht neu in der Welt der Grünen, den Hauch von Yams-Kartoffeln. Doch diese stehen nicht alleine dar und teilen sich den Platz mit den nussig-gemüsigen Zusammen-Würfelungen von Esskastanien, Edamame und Bohnen. Dabei durchzieht dieses gesamte Geflecht ein gewisses Flair von Süße, das neben dem Hauch von Schokolade, am Meisten den Anteil feinster Kirschblüten in sich trägt.

1stZubereitung: 65° / 10g auf 250ml / auf 2 Minuten

Diese leicht trüben, giftgelblich-grünen Tassen, ergeben sich im ersten Schluck in einem sehr nussigen Aroma aus Esskastanien, direkt gefolgt von Edamame und gekochten Kartoffeln. Dies fast auch in gewisser Hinsicht den Hauptbestandteil des Nachgeschmacks zusammen. Dazu gesellt sich leicht von links eine Brise von Kirschblüten und von rechts eine weitere in Form von Taro, zu diesem1112014191531Geschehen hinzu. Lässt man die Nuancen etwas mehr für sich arbeiten, dann erkennt man unter alledem, diesen vom einstigen Blattwerk bekannten „Fischgericht-Flair“ wieder, der sich dezent den Platz, mit ebenfalls subtil bestückten Nashibirnen teilt. Somit bildet der Hauptakt in diesem Spiel, auch das Echo zum Schluss.

2ndZubereitung: 65° / 10g auf 250ml / sofort

Hier ändert sich zwar das farbliche Bild in ein sehr trübes, stark oliv-grünes Feld, aber geschmacklich bleibt es im Grunde bei allen genannten Nuancen aus dem Akt davor. Dennoch entwickelt sich dieser Aufguss fast noch delikater und geschmackvoller in seinem Zusammenspiel, als die Nummer Zwei. Was sich neu zu diesem Geschehen hinzufügt, ist ein delikater herber Schleier der sich gekonnt über alles legt. Mit jedem Schluck ergibt sich im ersten Moment ein gewisses111201419205säuerliches Gefühl auf dem Gaumen. Der Nachgeschmack in Form von Süße ziert sich hier keineswegs mehr und lässt sich nicht Lumpen in all seiner hallenden Pracht noch einmal aufzutrumpfen. Dies geschieht sehr geschmackvoll in einem Flair aus Kirschblüten, Nashibirnen und einem Feeling von Kakao auf Sojamilchbasis.

WeitereZubereitung: 70° / 10g auf 250ml / sofort

Farblich geht es hier komplett auf den ersten Akt zurück und auch der Gehalt nimmt weiter ab und wird weitaus subtiler in seiner Entfaltung. Hier teilen sich zwei komplett konträre Charaktere die Hauptaufmerksamkeit in dieser fast finalen Runde. Auf der einen Seite bettet sich nochmals der Flair von Kirschblüten auf diesem dampfenden Nass und auf der anderen Seite ist es ein angenehm herber Flair von einem saftigen Blattsalat, der hier sein Territorium beansprucht. Ein winziger Anteil im Echo, lässt noch an Zeiten der Esskastanien-Note mit einem Hauch Nashibirnen-Schale erinnern, doch im Grunde flaut hier langsam, der Pegel des Geschmacks ab. Wer diesen Akt noch sehr genießen konnte, kann diesen Tropfen gut und gerne noch ein viertes Mal aufgießen, dennoch würde ich ab diesem Zeitpunkt den Shizuku in seine wohlverdiente Frührente schicken.

Fazit2.0

Dieser Hime Shizuku ist ein wirklich guter Alltags-Sencha, nicht zu stark, dass er die Nerven weckt, aber auch nicht zu entspannend, dass er einen zur Ruhe bettet. Hier entfalten sich alle Nuancen sehr angenehm und wirklich gut ausbalanciert. Aber ein Dauerbrenner ist er, wie man sehen konnte, leider nicht. Dennoch, war es ein sehr angenehmes Erlebnis, dieses Blatt zu verkosten, wenn auch sein Vorgänger, geschmacklich, weit über diesem steht. Dafür ist dieser mit knapp 15€, um 8€ günstiger, als der genannte Spitzenreiter. Somit bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

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