Genmaicha

Genmaicha

(玄米茶, brauner Reistee)

Man kann schon sagen, das es sich beim Genmaicha um einen „blend“ handelt, meist im Verhältnis 1:1, wo sich die Adstringenz des Grün Tees, mit dem nussigen Aroma des braunen Reis, die Waagschale hält. Dieser Tee wird unter Japanern, dennoch als richtiger Grün Tee anerkannt, hat wohl viel mit der langen Geschichte jenes Tees zu tun.

Traditionell wird Genmaicha mit Bancha hergestellt, aber heut zu Tage werden viele Grün Tee Variationen benutzt, um Genmaicha herzustellen. Von Sencha, Houjicha bis hin zu Gyokuro, kann man diese, als gerösteten Reistee genießen. Es gibt sogar eine Variante bei der Matcha hinzugefügt wird, diese nennt sich „Matchairigenmaicha (抹茶入玄米茶)“ und ist sehr leicht zu erkennen, da der Reis grün verfärbt ist.

Genmai“ ist auch das Wort für „brauner Reis“, wobei aber für den Genmaicha weißer Reis benutzt wird. Der Grund ist einfach, brauner Reis wird zu schnell dunkel wenn er geröstet wird und das schlägt sich auch auf den Geschmack nieder. Ursprünglich nimmt man „Mochi Reis (もち米, mochigome)“, da dieser die höchste Qualität zulässt, die man mit einem Genmaicha erreichen kann. Manchmal wird aber auch normaler Reis mit Mochi Reis zusammen gemischt, also so zu sagen, ein „blend mit Reis“

Der Prozess bei der Herstellung sieht so aus. Zuerst saugt sich der Reis in einem Wasserbad voll, dann wird er gedämpft, danach getrocknet, um anschließend geröstet zu werden und zum Schluss wird er gekühlt.

Oft findet man „Popcorn“ im Genmaicha. Früher kam das häufiger vor, da dies beim Rösten entstand. Aber da heute die Großkonzerne Maschinen benutzen die klar temperiert werden können, kommt dies kaum mehr vor. Aber dafür fügt man sie heute absichtlich hinzu, da sie optisch ein aufregenderes Bild abgeben.

Wie der Genmaicha entstanden ist, ist relativ unklar und lässt Platz für Spekulationen. Eine Geschichte sagt, dass zu Neujahr ein Mann in Kyoto einen Reiskuchen fallen lies, da ihm der Kuchen zu schade war, ihn komplett wegzuwerfen, nahm er sich kleine Teile davon mit und trank sie zusammen mit einem Grün Tee. Eine andere Möglichkeit ist Korea, da man dort schon lange zuvor gerösteten Reistee trank und so diese Idee vielleicht nach Japan gelangt ist.

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