Osmanthus Oolong

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Allgemeines2.0

Wenn man von einem „Osmanthus Oolong“ spricht, dann ist es im eigentlichen Sinne kein eigenständiger Oolong an sich. Hier wird ein meist grüner Basis-Oolong genommen und zu diesem werden jene wundervoll duftenden gelblichen Osmanthus-Blüten beigemischt. In diesem Fall sorgte Kwok Ying von Beuningen höchst persönlich für jene fein abgestimmte Mischung. Hierzu wurde ein Huang Jin Gui benutzt und die besagten Osmanthus Blüten, welche aus Hangzhou stammen.262014182944Diese Blüten werden im Herbst geerntet, dabei ist die Hochsaison zwischen September und Oktober. Der Gebrauch jener Blüten geht weit in die Geschichte zurück und wird neben jener Nutzungsweise, vor allem beim Kochen verwendet. Wie sich jenes duftende Werk unter den gerollten Oolong-Knospen entfalten wird und ob dies in einer wahrhaften Harmonie übergeht, das erfahrt ihr genau hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Diese kleinen, strahlend gelben Blüten, haben es wahrhaft in sich. Der süße und unglaublich blumig, honigartige Duft, harmoniert so elegant gekonnt mit dem eigentlichen Oolong-Werk, als wären beide für einander geschaffen worden. Der Oolong an sich ist schon eine aromatische Wucht im Alleingang, aber diese feinen Blüten, die sich wie ein Bindemittel gezielt in die Zwischenräume platzieren, heben den Pegel so sehr an, dass man fast glauben könnte, sie wären tragend für jenes aromatische Gerüst. Gänseblümchen, ein Hauch Kamille, feinste Kräuter und Magnolien, baden hier förmlich in einer köstlich süß-blumigen Tinktur, deren Hauptakteur der Honig ist. Doch brüstet sich dieser,262014183929nicht nur mit jenen Akzenten, sondern saugt unter anderem noch weiters die Nuancen von Aprikosenkonfitüre und einen zarten Flair von Bourbon Vanille in sich auf. Doch gedenkt man, seine Feststellungen abzuschließen, erhascht das Geruchsinstrument unserer Sinne noch weitaus mehr, als dies. Hier spielt gekonnt ein Mix aus Kirsch- und Beeren-Lutschbonbons sein Stück in fabelhaft passender Manier zum genannten Rest, während sich dieser noch weiter voranspinnt und seine Künstler weitab im Hintergrund offenbart. Hier deklariert sich in dezenter Aufführung ein Trio aus Sanddorn/Sandelholz/Jasmin.

FeuchtesBlatt2.0

Vom stetigen einatmen, die Nasenlöcher mit gelblichen Blütenstaub benetzt, erlaubt man den eigenen Sinnen keinerlei Pause. Hier prescht der Dampf die Nuancen erst so richtig voran, dass man sich auf die bildlichen Komponenten schlichtweg nicht weiter konzentrieren kann. Das Bouquet ist in einem Wort einfach „überwältigend“. Hier erkennt man einerseits genannte Aspekte aus dem Akt davor, doch schiebt sich der Pegel der Genüsse, in diesem Fall vom Wert 5 auf 100 hoch. So in etwa ließe es sich in Worte fassen. Unglaublich blumig, süß saftig, mit einem leichten Brot-Flair versehen, breiten sich hier gekonnt die26201419633Nuancen von Aprikosen, Nektarinen und süßen Mandarinen aus. Dies wird alles großzügig in Honig geschwenkt, wobei dieser dampfende Genuss ein Feeling von einem Multivitamin-Saft erhält. Der blumige Aspekt spricht vor allem von Magnolien und Jasmin. Um die Blätter dennoch nicht ganz außer Acht zu lassen, erhalten jene, teils ganze Blattgruppen, einen gewissen schimmernden Gelbstich.

1stZubereitung: 100° / 6g auf 200ml / auf 2:30 Minuten

Füllen sich erstmals die Tassen, erkennt man die vielen feinen Blütenstücke, die sich am Grund jener abzeichnen. Diese füllen sich in einem intensiven Gelbton und erlauben einem kaum, lange an dieser Farbgebung festzuhalten, da nun der Duft jener Tassen in Kombination mit dem Geschmack auf dem Gaumen, alles davor gewesene in den Schatten stellt. Wenn man dachte „Trocken und Feucht, waren schon massiv“, dann erwartet die Geschmacksnerven nun ein Bad der Verführungen. Hier fällt es einem sichtlich schwer konzentriert Fotos zu schießen, da dieser Duft eine solche Intensität durch den Raum trägt, dass man262014185016endlich verkosten möchte. Diese Symbiose aus dem an sich schon sehr blumigen Huang Jin Gui und den Osmanthus Blüten, ist eine Perfektion in sich. Grazil elegant entfaltet sich eine Honig-süßliche Würze, die von einem Meer an Blütenduft getragen wird, dessen Essenzen nun noch mehr preisgeben, als zuvor. Hier erkennt man nun erneut die Magnolien, dank des Oolongs, den Jasmin, leichte Nelken-Anleihen und Gänseblümchen. Weniger von der Textur her, aber262014185326vielmehr auf den Geschmack bezogen, erweist hier ein Flair von Butter mit einem leichten Käse, dem Rest der Crew seine Aufwartung. Mit diesem unglaublichen blumigen Flair schafft man es ohne weiteres noch eine ganze Weile hypnotisiert im Raum zu verweilen, bis man bemerkt, dass die Tassen schon längst leer sind, aber der Geruch immer noch in der Luft schwebt.

2ndZubereitung: 100° / 6g auf 200ml / 2 Minuten

Abstriche kann man hier keine finden, denn sowohl farblich, als auch in seinen Nuancen bleibt dieser Aufguss in gleicher Manier. Ich denke, ich wiederhole mich, aber dieser Duft den jenes Bouquet verströmt ist schier unglaublich. Ein Traum. Hier erkennt man nun etwas gezielter, den leicht holzigen Unterton, der262014185630dem süßen blumigen Hauptakteur, auf Schritt und Tritt folgt. Dieser holzige Flair verzeichnet einen leicht harzigen Hang, welcher sich perfekt mit dem von Honig verbindet. Welcher Aspekt sich schon im ersten Moment eines jeden Schluckes bemerkbar macht, ist ein feiner Film von Brot mit Käse. Der Nachhall, ist wie262014185822schon im ersten Akt ein Dauerzüngler und weiß wie man seinen Gegenüber gekonnt in Hypnose versetzt.

WeitereZubereitung: 100° / 6g auf 200ml / 2 Minuten

Ab diesem Akt, wird es minimal leichter. Vor allem das genannte Sandelholz/Sanddorn/Jasmin-Trio erweist einem hier sofort die Ehre. Hier filtert sich besonders der Aprikosen-Flair gezielt mit einem Hauch von Birne, durch das feine Sieb der eigenen Sinne und hinterlässt dabei, wie DNA, seine genüsslichen26201419128Spuren. Auch kommt erneut das Gefühl eines Multivitamin-Saftes auf, da dies auch noch zusätzlich durch einen verwässerten Orangensaft-Touch unterstrichen wird. Dieser Tropfen, ist in jener Menge, gut und gerne an die 5 mal aufgießbar.

Fazit2.0

Ich muss mich wahrlich vorsehen, nicht einer baldigen Sucht zu unterliegen, mir eine ganze Dose reinen Osmanthus zu bestellen und damit meine Tee-ischen Untaten zu vollbringen. Ja, man kann wahrhaft behaupten, dass es mir dieser Flair jener Blüten angetan hat. Ich für meinen Teil, werde diesen Tropfen sicher in mein Standardrepertoire aufnehmen. Diese Mischung ist vor allem für jene Teeisten ein wahrer Genuss, die an sehr blumig süßen Oolongs ihre Freude haben. Ich kenne den eigentlichen Huang Jin Gui ebenfalls, dieser ist weitaus leichter im Alleingang, als in Verbindung mit den Blüten. Den Oolong an sich sehe ich in meinem virtuellen Teehaus, im exzellenten Bereich, in Verbindung mit den Blüten ebenfalls, aber unglaublich nahe den goldenen Gefilden. Somit bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen. 

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