Meister Dong Ding

DDBanner
Allgemeines2.0

Obwohl das berühmt bekannte Dong Ding Gebiet nur ca. 400 Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist es reichhaltig mit Nebelschwaden durchzogen. Da verwundert es kaum, dass eine sehr hohe Feuchtigkeit vor Ort, in diesen teils verlassen wirkenden Gefilden herrscht. Doch dieser Umstand ist mehr, als nur beabsichtigt. „So wenig in die Natur eingreifen, soweit es möglich ist“ so heißt die Devise. Denn belässt man die Natur die jene Teebäume umgibt, so gut es geht unberührt, wirkt sich dies natürlich auch fördernd für jene aus und somit für den Tee der daraus resultiert.

Aus dieser Gegend bezieht auch jener Teemeister seinen Rohstoff, der sich erneut auf den „Baking“ Prozess spezialisiert hat. Dieses Zusammenspiel mit Können und natürlicher Belassenheit, wurde 2012 mit dem 3ten Platz bei einem nationalen Teewettbewerb belohnt.
2212014122757Dieser Dong Ding ist kein leichter Grüner und wurde daher weitaus länger behandelt. Hierbei spricht man ca. von 30-40% in der Oxidation und einer Röstung auf Medium-Niveau. Heute geschieht dies meist in einem elektrischen Ofen, dennoch ist hier das Können und Wissen eines Fachmanns unabdingbar. Traditionell sind Oolongs meist „stark“ geröstet worden, damit man ihre Lagerung auf längeren Zeitraum garantieren kann.

Ich erfuhr erst nach der Verkostung, dass jene Knospen einen dritten Platz ergattert hatten, ob dies sich auch in meinen Erfahrungen mit jenem Oolong bestätigen lässt oder bei mir die Wertung auf weitaus hintere Plätze abzielt, das und vieles mehr erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

In diesem Anfangsstadium erinnert aromatisch gesehen jenes Knospenwerk sehr an den Duft von Osmanthus-Blüten, welche sich in einem sehr brotigen Gefilde niedergelassen haben, das weiters einen unheimlich delikaten Touch von Vanille-Keksen mit gebrannten Mandeln pflegt. Neben alledem, erkennt man noch leicht den Hauch von Jasmin, der doch etwas unterzugehen scheint, da dieser schon wahrlich tief im Honig versunken ist. Fasst man dieses Bouquet an Nuancen zusammen, dann erinnert es sehr an schwach geröstete, eher sehr grüne Formosa Oolongs. Doch haucht man diesem gesamten Geschehen etwas warmen Atem ein, dann wandelt sich dieses vorzeitige Bild schlagartig.

Hier erkennt man schon einen feinen Cocktail aus Multivitamin-Saft und Eistee Pfirsich mit einem guten Schuss Zitrone. Diese fruchtige Mischung ist sehr durch2212014105941Zitrusfrüchte geprägt. Nun erinnert jenes Werk eher an Oolongs alla Dan Cong oder Oriental Beauty.

Auch in der Optik wird es weitaus stärker, nämlich in der Wiedergabe der Farben. Hier wird alles um vieles dunkler. Wo die Knospen meist eher grünlich mit einem Blaustich waren, sind sie hier in einem sehr dunklen Blau vertreten, dessen Außenschicht eine leicht gräulich schimmernde Ummantelung aufweist. Auch die Stängel erweisen sich hier in einem weitaus dunkleren Tonfall eines tiefen Brauns.

FeuchtesBlatt2.0

Man erlebt es nicht zum ersten Mal, aber es ist immer ein genüsslicher Effekt, wenn sich, wie auch hier, die Sinne zusammenziehen und einem förmlich das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Auch hier sagt der Multivitaminsaft „Grüß Gott“ und präsentiert sich nicht nur im Schein seiner Zitrusfrüchte, sehr 221201412263reifer Obst bzw. fasst schon Fallobst Sorten, sondern auch in einem Honig getränkten Sein von Kirschen, Pflaumen, eingelegten Datteln und Rosinen. Hierbei zieht dieses fein säuerliche Gemisch einen Spagat von Mulitvitamin zu Wein, in diesem Fall warmer chinesischer Pflaumenwein.

Hier sind die Blätter fast noch dunkler, als sie es schon im trockenen Zustand waren. Somit zeigen sie sich hier in voller Pracht in einem fast schwarzen, leicht Army-Grünen Spektrum.

1stZubereitung: 100° / 5,5g auf 200ml / auf 30 Sekunden

Diese intensiv gelben Tassen, mit einem leichten Stich ins orange gehende, setzen hier den Weg fort, den man im feuchten Sein, schon erahnen konnte. Das man hier ohne diesen typischen „grünen Oolong-Flair“ auskommen muss, war schon abzusehen, daher ergeben sich die Nuancen erneut in einem sehr reifen Obst Gefüge, aus allem möglichen, das man trocknen kann: Getrocknete Pflaumen, Datteln und Rosinen, bestimmen hier das Feld der Sinne, in jener Teestunde. Doch wird es hier neben den bekannten reifen Nuancen und Multivitamin-Säften, auch sehr süß, in diesem fein säuerlichen Gefilde. Fast man 221201411218diese Nuancen in einem Bildnis zusammen, dann könnte man es so beschreiben, als wäre ein Marmorkuchen in einem Multivitaminsaft aufgeweicht und einpaar Vanillekipferl hineingestreut worden. Ein leichter Schimmer von Nougatcreme schwimmt ebenfalls mit, während sich rote Weintrauben, sehr reife Nashibirnen und eingelegte Kirschen wie zu Hause fühlen. Der Nachgeschmack ergibt sich hier in einem Feeling, welches erneut einem bekannten Produkt nahe kommt „Chocopops mit Milch“.
221201411923Fällt die Hitze etwas zurück, wird es erstmals etwas nussig, aber nie bitter, in dieser Runde. Dennoch bleibt das Meiste beim Alten, so auch ein Hauch von Milch im Tee, der neben Birnen, reifen Früchten wie gehabt und vor allem Rosinen und getrockneten Datteln dieses lauwarme Bild bestimmt.

2ndZubereitung: 100° / 5,5g auf 200ml / auf 40 Sekunden

Hier rostet das Gelb ein wenig und wandelt sich in einen orangenen Touch. Pflaumenwein ohne Alkohol, so heißt die Devise in dieser Runde. Somit ist es nicht schwer zu erahnen, dass der Gehalt an reifen Anteilen, auch hier erneut ansteigt, vor allem wenn es um die getrockneten Komponenten, den Datteln Pflaumen und Rosinen geht. Diese stehen wahrlich im Vordergrund, während es zuzüglich zu diesem Geschehen erneut etwas nussig wird, diesmal aber mit einer2212014111433leichten Herbe im Gepäck, aber dennoch nicht bitter. Auf einem Untersetzer aus Mandeln, diesmal nicht gebrannt, legen sich saftig weiche Milchbrötchen bereit, die wiederum mit einem Hauch von Zimt, aber mehr von dem von Vanille bestäubt sind. Dies ist auch der Nachgeschmack in dieser zweiten Runde.

Abgekühlt ergibt sich dieser Aufguss, wie jenes Bild in der Runde zuvor, mit dem einzigen feinen Unterschied, dass es hier weitaus süßer wird.

WeitereZubereitung: 100° / 5,5g auf 200ml / auf 50 Sekunden

Die Süße scheint sich mit jedem Aufguss etwas zu steigern. Dies erkennt man besonders im Flair von Honig, aber auch die Herbe nimmt hier etwas zu.221201411184Ansonsten bleibt es in den reifen Akzenten & Co fast wie gehabt. Dieser Tropfen ist wahrlich ergiebig und lässt sich insgesamt an die 7mal aufgießen.

Fazit2.0

Wenn man einen Tee verkostet, dann ist das immer so eine Sache. In diesem Fall erkenne ich wahrlich die Qualität, die man sichtlich schmeckt, riecht und sieht, an, aber geschmacklich ähnelt er ungemein stark gewissen Sorten die ich zuvor schon verkostet habe: Wie ein Mix aus Dan Cong und Oriental Beauty. Besonders im ersten Fall, geht er in eine ähnliche Richtung. Ich war im ersten Moment etwas erschrocken, da ich eher mit einem grünen Dong Ding gerechnet hatte, dieser wäre mir persönlich am Ende auch lieber gewesen. Dennoch ist dies mein Geschmack, sieht man aber den Tee aus sachlicher Sicht, dann schneidet er weitaus besser ab. Dennoch sehe ich es ähnlich wie die Jury in Taiwan und somit landet dieser Dong Ding auch bei ZeroZen, auf Platz 3.

Aromatisch gesehen ist dieses Blatt unglaublich interessant, da sich sein Bild von trocken zu feucht so unglaublich wandelt, als hätte man zwei unterschiedliche Teesorten vor sich liegen. Während er trocken mit seinen Osmanthus-Blüten, brotigen Vanille-Keks Anleihen mit gebrannten Mandeln und Jasmin-Honig-Noten, sehr an einen grünen Formosa erinnert, wandelt sich mit dem warmen Dampf dieses Geschehen in ein sehr reif fruchtiges, das an einen leicht gärenden Multivitaminsaft erinnert.

Optisch ist dieser Dong Ding aus jenem Gesichtspunkt interessant, da er unglaublich dunkel daherkommt. Fast wirken seinen Knospen mit einem gewissen gräulichen Schimmer, Schwarz in ihrer Farbintensität bzw. zuerst sehr dunkel Blau und anschließend im geöffneten Sein fast schon Schwarz mit einem gewissen sehr dunklen Army-Grün versehen. Man erkennt sofort, dass hier länger gewerkelt wurde und man keinen Grünling mehr vor sich hat.

Geschmacklich tendiert dieser Tropfen wie gesagt sehr zu Dan Congs oder anderen stärker gerösteten Sorten. Somit setzt dieser Oolong auch dort an, wo er im feuchten Sein angefangen hatte. Hier mischt sich ein breites Feld aus Nuancen zusammen, das einerseits an sehr reifen „Multivitaminsaft“ bzw. chinesischen, warmen „Pflaumenwein“ ohne Alkoholgehalt, dank eingelegter Kirschen, reifer Nashibirnen, getrockneten Datteln, Pflaumen und Rosinen erinnert und andererseits durch seinen Nuss, Nougat-Flair, versehen mit Milchbrot-Feeling auf Vanille Keksen, fein mit Zimt und Vanille bestäubt, ein wenig an „Chocopops“ erinnert.

Qualität ist ohne Zweifel Top, selbst wenn man kein Verfechter jener Nuancen ist, erkennt man diese dennoch in ihrer ausgewogenen Entfaltung und vor allem in ihrer Langlebigkeit an. Denn die Ausdauer wird in dieser Teestunde groß geschrieben. Hier kann man gut und gerne seine Teerunde auf 7 Aufgüsse ausdehnen, wenn nicht sogar auf mehr.

Somit bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

I was a bit surprised when I tasted this Master Dong Ding the first time. Why? Because I thought I would taste more some green formosa flavors but in the end it was quite a roasted one. I definitely acknowledge the quality of this fine dark buds but on the other side I also had my tiny personal problems with it. The reason is easy.

It was after I already tasted this Oolong that I found out that it won the third prize in a national competition. And just because of this case I personally was a bit surprised. Because it is definitely a good and well balanced tea but in my opinion it is quite similar to some Dan Congs or Oriental Beauty I tasted before. But third is good because in my case it received the third place too. So I am not that far away with my rating then the national jury guys. Anyway but beside my own thoughts this Master Dong Ding has its really great moments.

The dry leave to the wet leaves stadium was a great and interesting change in this tea session. First when it was dry it really resembled a lot some typical green formosa Oolongs with its devilwood, honey, milkbread-vanilla cookie feeling decorated with a bunch almond and a hint of cinnamon. But later onwards it completely changed its personality as it got wet. Here it resembled a lot a typical warm Chinese plum wine flair or a very ripe multivitamin juice. Visually its appearance is quite dark blue mixed with army dark green / black after it got wet.

But more interesting is the taste. Here it starts where the wet leaves set their beginning. It is a fabulous mixture between two sides. On one of them it gets a lot ripe fruity flavors like a fermenting multivitamin juice or again a warm Chinese plum wine. Typical ingredients in this case are pickled cherries, ripe apple pears, dried figs, dried plums, dried dates and raisins. So a lot of dried stuff in this case. But this is just one side of the coin the other side is quite sweet and nutty with a great nougatcreme-milkbread-vanilla cookie-Chocopops with milk-Flair.

So to keep all that in mind it is a good tea but it hasn’t suited my personal taste that much but beside from that opinion it is also a very fertile one which you can infuse for around at least 7 times. Maybe even more. So I wish you a very nice day and great teas that suits your moods in every moment of your life.“

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