Yamane-en Kakegawa Fukamushi

KakeFukabanner
Allgemeines2.0

Erneut geht es auf japanischem Sektor wieder in Michio Shiobara’s Yamane-en Shop nahe der Sugamo Station in Tokyo. Shiobara, wie schon an anderer Stelle erwähnt, kann auf einen Erfahrungsschatz von mehr als 40 Jahren zurückgreifen und spezialisiert sich hierbei besonders auf regionale Schätze und besondere Sorten. In diesem besonderen Fall ist der „Kakegawa Fukamushi“ aus Shizuoka, sogar ein Preisträger der „66th National Tea Competition“. Hierbei gewann er in seiner Kategorie „Fukamushi“ den ersten Platz und somit den „Regional Award“. Nun wurden schon oftmals Töne groß geschwungen und am Ende kam die Luft eher heißer um die Kurve, als jegliches Aroma. Ob dies auch hier der Fall sein wird oder jener Fukamushi auch ein Gewinner in Anbetracht meines Gaumens sein wird, das und vieles mehr erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Das trockene Blatt strotzt nur so vor schokoladigen Genüssen. Würde man des Sehens nicht mächtig sein, würde man wohl kaum vermuten einen Tee in seinen Händen zu halten, sondern vielmehr Pralinen aus dunkler Schokolade gefüllt mit einer Art Kirschlikör Füllung bzw. wie Rumkugeln, zwar Geruchs-technisch dem Duft zugewandt, aber nicht dem alkoholischem Geschmack. Andererseits, wenn man die Sinne weiter graben lässt, erkennt man auch Zusammenhänge von322201418518mit Schokolade überzogenen Früchten alla Erdbeeren oder Rosinen, die man auf Weihnachtsmärkten oftmals bekommt. Alles in allem lässt der Schokoladen-Flair, keine Themenfremde Assoziationen zu.

Optisch erkennt man seine Fukamushi-Machart sofort, da neben einigen wenigen lang gerollten Nadeln, das Feinwerk und Bröseliges immens das Gesamtbild bestimmen. Hier sorgen gelblich/ocker-farbene Nuancierungen für die gewissen hellen Highlights in diesem doch recht grasig frisch Grünem bis hinzu massiv dunkel-olivgrünen Farbwelten.

FeuchtesBlatt2.0

Optisch gibt es hier kaum etwas zu erwähnen, denn wie zu erwarten macht sich Gatsch / grüner Schlamm bemerkbar, der wie grob-pürierter Spinat aussieht. Aromatisch wird es hier sehr typisch „Grün Japanisch“, mit einer satten Adstringens, einer ungemein brotigen Struktur, gefolgt von einem leichten Hang von Käse mit zu erwartenden Anleihen von Worcestershire. Auch im Aroma3222014181817erkennt man etwas an Blattspinat und der altbekannte Haselnuss/Haselnusscreme Ansatz ist ebenfalls gut platziert gegeben. Einzig und allein der Schoko-Flair von einst, verschwindet gänzlich aus diesem Geschehen.

1stZubereitung: 70° / 10g auf 250ml / auf 1 Minute

Ungemein intensiv in seiner Farbe, entwickelt sich auch massiv sein Geschmack im ersten Moment, des ersten Schluckes. Dieser verbreitet auch sofort eine gewisse herbe Grundstruktur. Dabei zieht sich der Schokoladen-Flair mit einem Hauch von Kirschen und Erdbeere, vom einstigen dominanten Status, weit in den Hintergrund zurück, welcher sich im Hall seines Echos am Gaumen widerspiegelt. Markant hingegen zeigen sich die Schalenanteile mit wenig Fruchtfleisch in diesem Spiel, dazu gehören die Varianten aus Äpfeln, Nashibirne und Weintrauben. Auch spielen dampfend Kartoffeln und nicht weniger heißer322201418649Kürbis eine entscheidende Rolle. Der Erwartung entsprechend, war ein sehr satter Charakter von Butterbrot mit einem Hauch leichten Käse bis hinzu einem schmackhaften Brie ebenfalls vertreten. Daraufhin geht es gleich direkt in Richtung Hauptgericht und präsentiert sich in einem geschmackvollen leicht gegrilltem Fischgericht mit einem grundlegenden Feeling von Mais/Reis/Puffreis. Der Nachhall ist sehr lange vertreten und recht Adstringent-herb.

2ndZubereitung: 70° / 10g auf 250ml / sofort

Nach dem der Tropfen jede Tasse erneut aufgefüllt hat, erkennt man deutlich, dass dieser Fukamushi nicht nur weitaus trüber, sondern auch intensiver in seiner olivgrünen Beschaffenheit geworden ist. Dazu kommt nun erstmals auch ein cremiger Charakter in diesem Spiel zur Tage, der dem Butterbrot-Flair nicht nur geschmackliche Präsenz, sondern auch vom empfinden her, verleiht. Doch im Geschmack ist dieser Typus eher schlichter zu vermerken, als im Akt davor, vor allem fehlt hier gänzlich der leichte Hang zum Käse. Dafür steigt auch die3222014181048Adstringens, samt herber Nussfront immens an. Dieser bildet auch mit einem Nachhall von Esskastanien das Schlusslicht am Gaumen. Wieder stehen Nuancen wie die von Haselnusscreme, Blattspinat, Kartoffeln und vor allem die Früchte in meist verstärkter Schalen-Manier alla Nashibirne / Apfel, ganz oben im Kurs. Im Rachenbereich legt sich dafür ein feiner geschmacklicher Film von Kirschen ab.

WeitereZubereitung: 80° / 10g auf 250ml / sofort

Nun hat der olivgrün-trübe Flair seinen Höhepunkt erreicht, dafür hält sich die Herbe etwas zurück und hängt nicht mehr so sehr im Vordergrund fest. Im Grunde bleibt in den restlichen Segmenten alles beim Alten, sowohl im Bereich3222014181542der massiven Fruchtschalen-Fraktionen, also auch bei Haselnuss, Kartoffel & Co. Dieser Tropfen scheint kaum schwächer zu werden und legt in dieser Runde mit einem erfrischendem Menthol/Minze Gefühl im Mundinnenraum noch nach. Diesen Tropfen kann man gut und gerne, an die 5-6mal aufgießen.

Fazit2.0

Von diesem Japaner hat man wahrlich viel und lange etwas in seinen Tassen parat. Mir persönlich war er einfach zu stark und massiv, da dieser Freund wahrlich alle Sinne, Nerven und am Ende den gesamten Körper stimuliert und anregt. Dieser Tropfen eignet sich keines Falls, als guter Nacht-Trunk und mir persönlich liegt er auch deshalb nicht so sehr, da mir die gewisse Süße und ein speziell eigener Charakter in jenem Tropfen gefehlt hat. Es war auch sehr schade, dass das Schokoladen-Aroma im späteren Verlauf kaum bis gar nicht mehr vorhanden war. Zwar ist er sehr ergiebig, alles sitzt, wo es sitzen soll und er ist keinesfalls schlecht verarbeitet, aber dennoch war es für mich ein einmaliger Ausflug, darum erhält er auch die faire Note von „Geschmackssache“.

Aromatisch ist es eine klare eindeutige Sache und spricht in süß schokoladigen Worten. Hier erhält man eine gekonnte Mischung, aus allem möglichen, dass mit Schokolade überzogen sein könnte. Von Rosinen zu Erbeeren zurück zu Kirschen, obwohl sich jene eher in einer Likörartigen-Stimmung präsentieren. Im feuchten Sein geht dieser Flair von Schokolade grundlegend zurück und überlässt sehr Typus-spezifischen Nuancen das Feld, welche altbekannt in Richtung Adstringens, Butterbrot, Käse, Spinat, Kartoffeln, Nuss und Worcestershire wandern.

Optisch ist es genauso eindeutig, wie im aromatischen Akt, schlicht und ergreifend: Fein, Klein und Matsch. Trocken erkennt man einige gelbliche bis ockerfarbene Akzente in einem meist sehr feinem bröseligem Werk. Feucht wird es noch grünlich massiver in seinem dunklen Oliv und in seiner Konsistenz erwartend matschiger.

Geschmacklich lehnt sich jener Tropfen sehr am feuchten „Blatt“ an, denn hier wird es einerseits sehr Adstringent-Worcestershire-lastig mit einem typischen Zusammenspiel aus weiters Brot, Butter und Käse. Dazu folgt ein sehr herbes nussiges Gefüge, das zwischen Haselnuss/Haselnusscreme und Esskastanien hin und her schwankt. Zwei Akteure erkennt man hierbei nur im ersten Akt. Erstens der Rest von Schokolade mit Kirschen und Erdbeeren und zweitens ein feines leicht gegrilltes Fischgericht mit Mais/Reis/Puffreis. Welche Gruppe eine tragende starke Rolle in allen drei Aufgüssen inne trug, war die Fruchtschalen-Fraktion. Hier war mehr am Anteil der Schale zu erkennen, als am Fruchtfleisch jener Weintrauben, Äpfel und Nashibirnen.

Qualität ist in Anbetracht der Langlebigkeit, mit seinen gut und gerne 6 Aufgüssen, eine sehr gute, aber in Anbetracht seines „Preisgewinner-Status“ eher ein unspektakuläres Unterfangen. Warum genau jener Tropfen gewonnen hat, will sich mir zwar nicht ganz erschließen, aber somit zeigt sich erneut, dass Geschmäcker sehr wohl, sehr unterschiedlich sein können.

Somit bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

This little fellow is again a green tea from Yamane-en. This Fukamushi was also a winner of a regional award in its category „fukamushi“. So because of that the expectations were really high I must admit. But in the end it was a solid very typical fukamushi but not more and not less.

The aromatic part was quite irritating because in his dry moments you will notice is a massive amount of different chocolaty flavors like some cherry chocolates filled with some kind of liquor or like with chocolate covered fruits like strawberry’s, raisins or cherries. But already after everything was heated up the nuances completely turned into this typical „fukamushi-flair“. Very astringency with a lot of bread meets butter meets cheese and meets Worcestershire moments were followed by very intense nutty flavor like hazelnut-creme or warm chestnuts. Last but not least there is also a combination flair of potatoes and spinach.

The visual part is very crumbly and after it got wet this intense green picture got a typical wet Mud-Look.

The taste of this fukamushi is quite similar like in his early wet moments. It is very astringency, with a lot of „Butter-Cheese-Bread-Worcestershire“ stuff going on but also not that much of chocolaty moments anymore. Besides that it is also again very nutty like hazelnut-creme and chestnuts and very strong in its fruit skin aspects like apple, apple-pear and wine grapes. Only in the first round you are going to notice a fine grilled fish dish with rice / puffed rice / corn.

The quality is amazing when it comes to its endurance because you can steep this little fellow at least 6 times with that amount on leafs. But and this is my personal opinion it is not that special when it comes to its taste. It is a solid fukamushi like I said but not more or less. But the good thing about this world is that we all got different tastes.

So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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