Premium Huang Jin Gui

jinguibanner

Allgemeines2.0

Der Huang Jin Gui ist sozusagen das Pendant zum Tie Guan Yin bzw. wird oftmals mit jenem verglichen, auch wenngleich er seinen eigenen Weg zu gehen weiß. Wie viele chinesische Sorten, stammt auch jener aus Anxi, in China. „Huang Jin“ bedeutet soviel wie „Golden/Gold“ und mit „Gui“ ist schlichtweg die Osmanthusblüte gemeint. Sein Name bezieht sich auf die Pflanzenart, aus der dieser Oolong gewonnen wird und diese Benennung geht auf ca. 1855 zurück. 1982 bekam jener Tee von der „Chinese Commerce Association“ einen Golden Cup. Zwar bezeichnete die „Chinese Tea Association“ jenen Huang Jin Gui, als einen berühmten chinesischen Tee, dennoch schaffte er es bisher nie in die Top 10 der besten Sorten. Auch hier ranken sich zwei bekannte Legenden um jenes zu Knospen gerollte Blatt.

Wanglegend

Vor langer Zeit heiratete ein junger Mann namens Lin Xiang Qin, aus dem Hu Qiu Dorf in Anxi, ein junges Mädchen genannt Wang An Dan, die in einem nahe gelegenen Dorf aufwuchs. Damals galt es in jener Region als Gepflogenheit, dass die frisch verheiratete Frau eine Teepflanze aus ihrem Dorf in ihr neues Zuhause mitbrachte. So geschah es auch und es war ihr möglich jene in der neuen Umgebung perfekt zu kultivieren und wurde unter den Dorfbewohnern schnell ein Hit. Zu „ehren „ benannten sie diesen wundervollen Tee nach ihr, doch durch Mundpropaganda wandelte sich der eigentliche Name „Wang Dan“, durch den ansässigen Dialekt in ein „Huang Dan“ um. Beim Umzug 1967, der Nachkommen jenes Ehepaars, wurde auch versucht die ursprüngliche Pflanze mitzunehmen, doch auf dem Weg in ihr neues Zuhause ging diese zugrunde.

Weilegend

Zwischen der Regentschaft von Jian Feng 1850-1860 lebte ein Mann namens Wei Zhen, ursprünglich aus Luo Yan, in Anxi. Eines Tages war er auf den Weg in ein anderes Dorf, als er durch Zufall über einen ungewöhnlichen Teebaum stolperte. Er war so gefesselt von jenem Baum, dass er sich Triebe mit nach Hause nahm, um sie dort einzupflanzen und zu kultivieren. Die daraus produzierten Teeblätter dufteten so intensiv, das seine Nachbarn ihm den Spitznamen „Tou Tian Xiang“ gaben – „Das Aroma, welches den Himmel durchdringt“.

Legenden sind wunderbar, doch sagen sie am Ende noch nicht aus, ob jener Tee auch jene Lobpreisungen halten kann. Ob diesem Goldenen Osmanthus jener Schritt gelingt, wie er sich entwickelt und was er sonst noch inne trägt, das und vieles mehr erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Aus diesen saftig frisch anmutenden Knospen entfaltet sich ein tief florales Aroma sondergleichen. Dabei wird das dominierende Bouquet von Osmanthus, noch zusätzlich von einem Hauch von Jasmin und einem noch leichteren Touch von Honig begleitet. Durch eine Vielzahl an fruchtigen Konsorten alla Nashibirnen, gefolgt von einem leichten Hauch von Pfirsichen und Erdbeeren erhält dieses Werk seine ganz eigene zusätzliche süße Abrundung. Dabei lässt ein432014113855zarten Flair von Kirschen in Fruchtgummi-Variante dieses Dufterlebnis aromatisch ausklingen.

Kommt etwas warmer Atem oder eine vorgewärmte Kanne hinzu, dann intensiviert sich jenes florale Bouquet um ein zusätzliches. Fast könnte man glauben frische Erdbeeren direkt aus dem Garten, samt Erde zu vernehmen. Im Gemisch mit einem nicht ganz so dominanten „Keks-Brot-Flair“, zieht auch eine säuerliche Schwade ihre Bannen zusammen mit feinstem Honig.

FeuchtesBlatt2.0

Es ist erstaunlich wie zügig sich jene Knospen nach dem „Waschen“ in nur wenigen Sekunden fast gänzlich geöffnet haben. Diese Blätter scheinen ein gutes Pensum an Teeölen zu beinhalten, da man dieses an der Innenseite des Deckels fühlen kann. Nun erreicht das Osmanthus-Flair ungeahnte Ausmaße und prescht432014115916mit einer Intensität in jede Geruchswindung und Verzweigung die jenes Werk nur erreichen kann. Dabei teilt dieser massiv blumige Touch sein Feld mit einem Funken von Brot/Keksen und einem durchzogenen Geäst aus feinstem Honig.

Nicht umsonst wird jenen Blättern die Bezeichnung des Goldes auferlegt, denn diese wird jenem aromatischen Konstrukt sehr gerecht. Vor allem in den43201412248Aufgüssen 1-3 schimmern diese saftig grünen Blätter im Sonnenlicht wie leicht mit Gold bestäubt.

1stZubereitung: 95° / 8g auf 260ml / auf 15 Sekunden

In diesem Fall hatte ich mich für die Gongfu Methode entschieden. Hier wird der erste Aufguss, das so genannte „Waschen“, nach wenigen Sekunden abgegossen. Dies hat den Vorteil, dass sich die Knospen öffnen und somit in den folgenden kürzeren Aufgüssen, die Nuancen länger und stärker präsent sind. Ich setzte hier mir 15 Sekunden ein und steigerte dies mit jedem Aufguss um +10 Sekunden.

Und dieser Tropfen dankt einem wahrlich jene Behandlung, denn sein geschmackliches Aroma entwickelt sich unheimlich elegant, leicht cremig, in seinen strahlend Gold-gelblich transparenten Tassen. Dabei legt sich das Gewicht der Nuancen wahrlich verstärkt auf den Charakter feinster Osmanthus-Blüten. Darunter reiht sich in zweiter Rangordnung, ein Gemisch aus „Honig-Vanillekeksen“ gekonnt ein. Ein wenig erinnert mich diese gesamte Komposition432014114235an einen Cupcake mit Weißer Schokoladencreme, Haselnusskrokant und Mandelkuchenteig, den man hier in meiner Stadt bekommt. Bevor sich der intensiv florale Nachhall aus Osmanthus und Keksen bemerkbar macht, ist es ein fein säuerliches Gefilde, welches man zischen all diesen Köstlichkeiten stets leicht herausschmeckt.

Kommen wir zum altbekannten „Abgekühltem“ erhascht man ein geschmackliches Erlebnis, welches visuell betrachtet ein Bildnis einer maritimen Landschaft vor das innere Auge zaubert. Fast könnte man glauben, jene432014114542Teebäume wären direkt an einem See oder nahe dem Meer herangewachsen. Dieser Flair kreuzt zusätzlich seine Wege mit jenem, als wären diese Blätter mit frischem klarem Regenfall benetzt worden. Hier wird der säuerliche Schleier auch etwas intensiviert, wie auch ein verstärkter Hauch von Vanille-Keksen.

2ndZubereitung: 95° / 8g auf 260ml / auf 25 Sekunden

Das Gold wird in diesem Akt noch um einiges goldiger, während der blumige Flair bleibt, wo er war. Somit heißt erneut die Devise „Osmanthus auf Vanille-Keksen“, doch nun erkennt man auch erstmals eine kleine Schar an Obstsorten vor allem die Nashibirne und ein dezenter Ansatz an Weintrauben, aber mehr im Sein der Kerne, als jenem im Fleische der Frucht. Dazu gesellt sich ebenfalls432014114923leicht ein Hauch von Feigen, während sich erneut eine angenehme säuerliche Struktur, welche gleichsam mit dem Osmanthus schwingt, bemerkbar macht. Das Echo in diesem Spiel der Sinne, ist einfach grandios und hält dabei unheimlich lange im Sein der Blüten und einem etwas kernigen Flair mit leichtem Honig, am Gaumen fest.

In diesem Fall lies ich jenen Tropfen fast zur Gänze abkühlen. Somit entfaltete sich ein weitaus kernigerer und brotlastiger Charakter, wobei hier die Osmanthus-Blüten eher im Nachgeschmack zu vernehmen sind. Besonders hier erinnert mich jener Tropfen sehr an einen nicht gerösteten Dong Ding aus Taiwan.

WeitereZubereitung: 95° / 8g auf 260ml / auf 35/45 Sekunden

Der 3te und 4te Aufguss bleibt fast im selben Niveau, wie es der 2te schon zuvor vermochte. Im 4ten wird es nur minimalst leichter, aber dennoch sehr nach432014115255Osmanthus und Keksen wohlschmeckend. Diesen Tropfen kann man gut und gerne an die 5-6mal aufgießen.

Fazit2.0

Dies war seit längerer Zeit endlich wieder ein grüner, nicht gerösteter Oolong, nach meinem Geschmack. Beinahe hatte ich keinen Tee zum verkosten mehr übrig, da er meiner Frau fast noch mehr geschmeckt hat und von daher sich am Ende doppelter Beliebtheit erfreute. Das großartige an diesen Knospen und den Blättern, ist vor allem die edle Verarbeitung und die gelungene Auswahl an Rohmaterial, welches man nicht nur sofort erkennen, sondern auch riechen und schmecken kann. Im Grunde macht dieser wundervoll goldene Tropfen alles richtig, was man nur richtig machen kann und geht dabei nur unheimlich knapp, an einer golden Review vorbei.

Aromatisch betrachtet liegen der „trockene“ und der „feuchte“ Akt so ziemlich auf gleicher Wellenlänge. In beiden Fällen ist es vor allem der Flair von Osmanthus mit leichtem Hang zum Honig, der dieses Werk regiert. Zwar geschieht dies im feuchten Gefilde noch intensiver, aber dennoch sind ihre Entfaltungen recht ähnlich gestrickt. Wo sich beide am Ende doch unterscheiden, ist der folgende Schritt in diesem Spiel. Im trockenen Sein ist eher ein Bouquet aus Frucht alla Nashibirnen, gefolgt von einem leichten Hauch von Pfirsichen, Erdbeeren und einem abschließendem Flair von dezenten Kirsch-Fruchtgummis, welches sich gekonnt breit macht, während es im feuchten Blatt sehr süße Bestandteile aus Vanille-Keksen sind, die hier ihr können zeigen.

Optisch erkennt man förmlich die Frische in diesem Werk und vor allem auch die geschickte Hand des Teemeisters dahinter, denn kein einziges Blatt weist Makel oder Ungezieferbefall auf. Vielmehr erstrahlen jene geöffneten Blätter für viele Runden in einem leicht goldenen Schimmer, während man zwischen den Fingern die Öle aus dem Blattwerk spüren kann.

Geschmacklich liegt es im selben Segment verankert, wie schon seine aromatischen Vorgänger. Die oberste Dominanz wird hierbei von Osmanthus geprägt, danach reihen sich je nach Priorität Vanille-Kekse (beide zusammen erinnerten mich sehr an einen Cupcake mit Weißer Schokoladencreme, Haselnusskrokant und Mandelkuchenteig), leichter Brot-Flair, ein wenig Obst alla Nashibirnen, Weintrauben mit mehr Anteil an Kernen, ein geschmackvoll säuerliches Gefüge und ein Gefühl von Gewässer/Maritimer Umgebung, ein.

Qualität ist hier im weit oberen Segment angesiedelt und dies erkennt man nicht nur an der Optik, sondern vor allem auch am Geschmack. Und dieser hält nicht nur im Echo jeden Schluckes recht lange an, sondern kann auch bis an die 6mal aufgegossen werden.

Somit bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

After quite a long time I going to present you a very fine, elegant and great green Oolong tea from Anxi, China. The Huang Jin Gui is quite a famous tea, named by a tea tree which again was named by a married woman long long time ago. But those are legends but in this case based on quite a lot of real facts. This little fellow never made it into the 10 of Chinese best teas but it was prized a lot of times even with a gold medallion. But lets start with the facts.

The aroma is fantastic and very intense in its osmanthus flair. This is also the main bouquet in this tea session in both dry and wet condition. In many cases they are quite similar to each other but there are also some differences. The dry one got a lot of additional fruity flavors like apple pear, peaches, strawberry and a subtle note of fruit gum cherries. On the other side the wet leaves carries a deep sweet vanilla cookie feeling within.

The optical appearance is a joy for the eyes. Especially in his wet condition you are going to notice a nice golden glow around those beautiful fresh deep green leaves. It is obviously that this tea master knew what he did.

The taste of this very intense flowery tea is a great mixture between all the facts before. You are going to notice a lot of osmanthus-honey-vanilla cookie-nuances (in some way it reminds me a lot of a certain cup cake I know. Like a cup cake with a almond based cake batter, followed by white chocolate creme and hazelnut brittle) followed by some fruits like apple pears and wine grapes but more in the Sein of their stones. If everything cools down a little bit you will taste a fine sour texture between all those layers. What I really liked about it was a certain maritime flair around those tea like it was raised directly near the ocean or a lake.

The quality is without doubt fantastic. Like I said before you definitely can see that these little buds were made by a talented tea master. And it is quite a long lasting one too. You can steep it around 6 times. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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