Aged Da Hong Pao

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Allgemeines2.0

Es gibt ein altes Sprichwort das besagt „Auf berühmten Bergen wächst der Tee, berühmter Tee erleuchtet den Berg“. Selten gab es so viel über einen Tee zu berichten, wie bei jenem Da Hong Pao. Dieser blickt auf eine knapp 400 Jahre lange Geschichte zurück, in denen sich jenes rötliche Blatt zu einem Kulturerbe entwickelt und unzählige Legenden hervorgebracht hat. Auf den Jiu Long Ke Klippen in den Wuyi Bergen, sollen immer noch sechs dieser „Mutterbäume“ – Urbäume vorhanden sein, die ca. auf diese Zeit zurück gehen. Direkt neben jenen hoch gelegenen Bäumen wurde 1927 von einem buddhistischen Mönch aus dem Tianxin Tempel die Insigne „Da Hong Pao“ in den Fels gemeißelt. Das472014163748letzte Mal, als jene Blätter gepflückt wurden, erreichten 20g dieses DHP bei einer Auktion stolze 24000€. Doch hier gibt es, zu mindestens was die öffentliche Präsenz jener Bäume angeht, Zweifler. Denn diese sehen, laut einigen Experten nicht ihrem Alter entsprechend aus, sondern viel zu Jung. Daher kam schon, dass ein oder andere mal die Nachrede ans Tageslicht, dass diese Bäume rein für touristische Zwecke, zur Schau gestellt werden. Ob dies nun wirklich die echten alten Bäume sind oder nicht, darüber lässt sich streiten. Dennoch hat diese Sorte von Tee, in China wahrlich einen Prestige-Boom ausgelöst und dies nicht nur dank der stolzen Preise. Nicht umsonst zählt der DHP zu den 10 besten Teesorten Chinas.

Besonders seine Herstellung bedarf großer Handfertigkeit und da dies kein Lapidar-Verfahren ist, sorgte dafür, dass jenes traditionelle Herstellungsverfahren in den Arbeitsschritten (grob angeschnitten) „Pflücken / Welken / Ausbreiten / Durchwälzen / Fixierung / Rollen und Trocknen“ in das „Nationale immaterielle472014163933Kulturerbe“ aufgenommen wurde. Hier kann jegliche Handhabung, jeder Schritt ein anderes Resultat herbeiführen. Am Ende zählt hier nicht nur das handwerkliche Know-How, sondern auch das Wissen über interne Veränderungen in der Natur, Wetterveränderungen und Auswirkungen der unterschiedlichen Böden und ihre umgebene Fauna und Flora.

Nun ranken sich, wie schon erwähnt Geschichten und Legenden um jenes Werk, wie jene um eine etwas peinliche Reaktion einer ehemaligen First Lady.

NixonStory

Ob jene Geschichte am Ende wirklich so oder so ähnlich stattgefunden hat, ist leider nicht belegt, aber man sagt, dass der ehemalige Präsident Nixon, als er 1972 China besuchte, von dem damaligen Präsidenten Mao Zedong einen Da Hong Pao, jener seltenen alten Pflanzen, erhielt. Die eine Quelle spricht von da an von Louise Nixon, die andere weiterhin von Richard Nixon, doch der Ausgang ist der Selbe. Denn diese 50g Tee empfand einer der beiden im ersten Moment, als etwas knausrig. Als Zhou Enlai, ein wichtiger Führer der kommunistischen Partei davon hörte, lies er dem Präsidenten ausrichten, dass dieser Tee von jenem Baum nur sehr selten und in sehr geringer Menge geerntet wird und er mit diesen 50g die Hälfte von dem besäße, was Mao Zedong selbst zur Verfügung habe. Danach soll Nixon verstanden haben, welcher Respekt im zu Teil wurde.

bigredrobestory

Vor langer Zeit wanderte ein Gelehrter namens Fujian Juren durchs Land, um an einem nationalen Wettbewerb teilzunehmen, an dem der Gewinner einen sofortigen Beamtensitz ergattern konnte. Als er in den Wuyi-Bergen am Tianxin Tempel vorbei kam wurde ihm unsagbar schlecht, sodass er nicht weitergehen konnte. Zu seinem Glück passierte ein Mönch jenes Temples seinen Weg, der ihm einen Tee anbot. Danach fühlte er sich sofort gestärkt, mit geschärften Sinne bestückt und voller Tatendrang seinen Weg fortzusetzen. Am Wettbewerb angelangt erreichte er sogar den ersten Platz und bekam eine wahrlich hohe Position in der Regierung. Genau zu jener Zeit erkrankte die Frau des Kaisers mit den selben Symptomen, wie sie Juren hatte. Da der Mönch ihm einen guten Vorrat jener Blätter mitgab, suchte er den Kaiser auf und überreichte diese seiner Frau. Auch sie wurde schnell wieder gesund. Der Kaiser war so überglücklich, dass er Juren beauftragte aus Dankbarkeit jene Bäume mit seinen roten Roben, zum Schutze, abzudecken. Die Verwunderung war sichtlich groß, als am nächsten Tag die Roben verschwunden waren, aber die Blätter jener Bäume sich rot verfärbt hatten. Seit dieser Zeit trägt jener Tee den Namen Da Hong Pao, was soviel wie „große rote Robe“ bedeutet.

teefeestory

Es war einmal ein junges Mädchen, das in dem Wuyi-Gebirge auf einen ausgehungerten alten Mann traf, sie hatte solches Mitleid mit ihm, dass sie ihm half. Aus Dankbarkeit steckte er fest seinen Gehstock in den Erdboden, sodass sich dieser daraufhin in einen wunderschönen Teebaum verwandelte. Der Kaiser hörte von jener wundersamen Geschichte und lies diesen Baum in den Kaiserpalast bringen, um ihm dort einzupflanzen. Doch in dem Moment, als der Baum den kaiserlichen Hof erreichte ward er verschwunden und wieder an seinen Ursprungsort zurück gelangt. So erzählte man sich, dass dies das Werk der Teefee sei, die wie ein Patron über jenen Baum wache.

Dies ist das erste Mal, dass ZeroZen einen Da Hong Pao offiziell verkostet, doch damit ist der Pool der Neuigkeiten und Besonderheiten noch nicht gefüllt, denn dieser DHP durfte schon eine Weile, wie guter Wein reifen, genau gesagt seit dem Jahr 2000, was nun gute 14 Jahre sind. Somit ist dies nicht nur die erste Review, eines neuen Teefreundes „Chenshi China Tee“, der nun auch ein Teil dieser virtuellen Teehallen ist, sondern auch der erste und ein wahrlich kostbarer DHP. Ob das Alter wie beim besagten Wein, auch hier seine köstliche Reife zeigt oder am Ende vielleicht eher Müde in die Knie geht, das und vieles mehr erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Diesen blau-schwarz gezwirbeltem Freund, mit einem Touch von Aschgrau, als wäre jenes Werk mit leichter Asche bestäubt, erkennt man seinen reifen Charakter schon nach dem ersten Atemzug an. Wer schon einmal einen DHP in seinen Tassen hatte, wird den Unterschied von aktuell zu alt sofort erkennen. Hier sei erstmals zu erwähnen, da dies ein Schlüsselmoment ist, dass dieses Blattwerk mit Holzkohle geröstet wurden, bevor man es dem Altern überließ. Dies nennt man auch „Nongxiang“ und genau diesen Holzkohle-Flair erkennt man in jedem Moment tief deftig, leicht säuerlich-süß, aus diesem knusprigen Werk heraus. Dabei lässt sich dieser Flair aus „Rauchig meets Sauer“ nicht so leicht in schlichte Kategorien packen, somit ergaben sich einige Ansätze an die jenes Konstrukt erinnert, wenn auch manche davon dem ein oder anderen ein zucken im Auge entlocken wird. Der rauchige Part liegt vor allem ersichtlich im Holz und Kohle Anteil, auch wenn mit dem Holz dieser eine Brücke schlägt, da jenes oftmals den Anschein macht, als wäre es mit Essig getränkt worden. Weiters ist auf jeden Fall der markante Ansatz im Rauchigem dem Speck gewidmet, der nun Platz für sehr leichte getrocknete Pflaumen und Rosinen macht, bevor es nun zu den eher etwas „eigenwilligen“ Komponenten geht.

Diese mögen vielleicht dem ein oder anderen, als seltsam erscheinen, dennoch kann ich versichern, dass man an diesem Werk nur eine Frage zu stellen hat „Wo warst du mein Leben lang?“ Doch zurück zum skurrilen, denn der saure adstringente Anteil geht hier seine ganz eigenen Wege und diese sind unergründlich. Hier entwickelt sich erstmals eine Art gärender Pilzkulturen-Flair, der seine Assoziationen dank gewisser anderer Komponenten zu getrockneten472014164316Schweinsohren zieht, die wiederum gedanklichen Platz schaffen um einem seit geraumer Zeit nicht weiter gereinigtem Nagetierkäfig eine entfaltende Fläche zu ermöglichen, um hier wiederum seinen Bogen zu spannen, um direkt auf tierisches Fell zu zielen, welches wiederum einen leicht säuerlichen Hauch, dank der Fermentierung, von Urin hinterlässt.

Betten sich diese knusprigen Konsorten in der erhitzten Kanne, entwickelt sich jenes säuerliche Gefüge weitaus intensiver und schließt in seinem engeren Kreis ein Konsortium aus einem Schwall von Pflaumenschnaps, dunkler Schokolade, Rosinen und etwas stechend säuerliches ein, dezent wie Urin bzw. sehr gärendes Fallobst. Dabei ergibt sich jener leichte Dampf wahrlich wie ein Nebel aus rauchigen Schwaden, die langsam aber sicher den unmittelbaren Raum einzunehmen scheinen.

FeuchtesBlatt2.0

Dieser Duft der nun in all seiner hitzig reifen Natur, jeden Winkel eines vierseitigen Zimmers einnimmt, ist kaum zu beschreiben. Doch eines ist gewiss, wenn man einmal einen reifen Tee in seiner Kanne hat, dann wird man dieses Erlebnis sein Leben lang nie wieder vergessen. Denn hier entwickelt sich bzw. übernimmt mit all seinem reifen Geschick ein sehr rauchig fruchtiger Flair mit einem Hang zu Tabak Noten die Oberhand und lässt den Verkoster selbst, als Randfigur, mit weit offenem Munde zurück. Dieses rauchige Gefüge ist so unheimlich intensiv, dass man nach kurzer Zeit glauben könnte einem Barbecue / Grillfest beizuwohnen, bei dem man direkt am Lagerfeuer steht und das brennende Holz oder die Kohle einatmet, während knuspriger Speck vor sich hin bratet, der wiederum unzählige Früchte wie getrocknete Rosinen, Pflaumen oder eingelegte Kirschen in Schokolade gebunden, würzig ummantelt. Zwar kommt hier ebenfalls ein beißend säuerlicher Flair ans Tageslicht, aber verbindet sich gekonnt, wie ein Bindeglied mit den genannten Konsorten.

Legt sich dieser Dampf etwas zur Ruh nimmt man die süßen Anleihen noch weitaus stärker wahr, was in diesem Fall erstmals die Birnen und eingelegte Pfirsiche sind. Dieser gesamte Flair aus dieser Runde benebelt einem sichtlich die472014171017Sinne, da man sich selbst nicht mehr als Zentrum dieser Verkostung sieht, sondern man selbst vom Zentrum umhüllt zu sein scheint. Dieser Flair versucht nicht jeden Winkel der eigenen Sinne zu erreichen, dieses Monstrum an geballter Intensität schafft diesen Schritt, ohne das man es selbst bemerkt. Denn wenn man glaubt erst am Anfang zu sein, ist man am schon längst mittendrin.

Das feuchte Blatt wirkt trotz seiner nun weicheren erhitzten Form, noch intensiver in seinem Schwarz und vor allem irgendwie dennoch knusprig, als lege über diesen weichen gerollten Blättern ein feinkörniger Asche-Kohle-Staub.

1stZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / auf 15 Sekunden

In diesem Falle kommt erneut am besten eine „Gongfu-Methode“ zur Tage, wo es ratsam wäre, die Teeblätter in der Kanne zu aller erst zu „waschen“. Dies geschieht mit kochendem Wasser, welches in die Kanne (in der sich schon die Blätter befinden) gegossen wird und sofort wieder ausgeschenkt in den Tassen landet und dieser Inhalt dann wieder in den Abguss gelangt. Nun beginnt mit einer Ziehzeit von 15sec der, im Grunde, erste Aufguss.

Tief rost-rot-orange erschließen sich einem hier jene Tassen, die nun wahrlich keinen Halt mehr machen, um dem Verkoster dahinter das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen, denn es ist Grillzeit. Dieser einstige dampfende Flair aus verbranntem Holz / Holzkohle, der schon seit dem Dampfenden im ganzen Raum verhangen seine Kreise zog, haftet sich nun auch vollmundig, gekonnt intensiv auf dem Gaumen bzw. im gesamten Mundraum fest. Mit dem ersten Schluck schießen einem selbst eine solche Vielzahl an Assoziationen durch die Gehirnwindungen, wie ich es bisher noch nie erlebt habe: Hier legt sich genüsslich gebratener Speck auf die Zunge mit den Worten „Iss mich!“, während ein intensiv säuerlich metallisches Gefüge in seinen weiteren Auswüchsen von Orangen / Blutorangen, aber ohne bitteren Beigeschmack, einem die Knospen zusammen ziehen lässt. Mit einem feinen Nachhall von Frucht und geräuchertem472014164636Fisch mit Zitrone mariniert, hält eine unsichtbare Hand, wie ein sinnlicher Geist, die Sinne gebannt bei Laune, bis es wie in einer Achterbahn erneut und rasant mit dunkler Schokolade überzogenen eingelegten Kirschen steil nach oben geht. Doch schon im nächsten Moment geht die Fahrt wieder in Windeseile nach unten, sodass ein aromatisch vorbeiziehender Wind Nuancen von Haselnüssen, Harz und Kiefer einem um die Sinne streift. Hier ist man nicht Teil einer Verkostung, hier ist man im Epizentrum, im Kern angelangt und sitzt umringt von einer solch vollmundigen Dominanz mittendrin im Geschehen, eingekesselt von einer genüsslichen Kraft wie ich es selten erlebt habe. Vor allem der rauchig speckig süße Flair bleibt sehr lange erhalten und wandelt sich nach einiger Zeit sogar nochmals in ein Gemisch aus Rauchigem und Essiggurke um.

Geht die Hitze zurück, ist dies auch das Einzige was einen Rückgang in diesem Geschehen einläutet, da im Grunde fast alles so verbleibt wie es war. Zwar zieht sich der rauchige Aspekt etwas, minimalst zurück, dafür tritt der süß-säuerliche Anteil verstärkter hervor.

2ndZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / auf 25 Sekunden

Hier setzt dieser Tropfen verstärkt auf „Obst im Rauchmantel“. Dabei ergeben sich vor allem Nuancen von leichten Mandarinen, darauf folgenden getrockneten Rosinen und Pflaumen, weiters eingelegten Pfirsichen und einem rauchigen Nachhall von dunkler Schokolade mit nur geringem Kirschanteil. Diese gesamte Struktur ist fein säuerlich durchzogen und setzt sogar in Folge eine dezent472014165658minzige Note ein, die wie Balsam die Lippen kühlt. Der „Speck-Holzkohle-Flair“ ist auch in dieser zweiten Runde nicht aus diesem Geschehen wegzudenken, da sich dieser einfach über alles und jeden, wie ein feiner Film zu legen scheint. Diesen gewissen metallischen Flair könnte man auch einem recht steinigem47201417013Gefüge zuordnen, der auch hier zu Tage kommt. Mit einem lang anhaltendem rauchig säuerlichem Flair auf dem Gaumen und der Zunge, geht schließlich auch diese Runde in gleichwertig intensiver Manier vorerst zu Ende.

WeitereZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / auf 35-45 Sekunden

In den folgenden Aufgüssen geht zwar der rauchige Anteil minimal zurück, dafür wird es verstärkt „Erdig-Steinig-Holzig“. Der Rest des Nuancen-Festes hält sich im Grunde wacker oben, wie auch schon in den beiden Aufgüssen zuvor. Ein wenig gelangt zu jener süßen Zitrusfrische ein leicht trockenes Gefühl hinzu, das47201417640in gewisser Hinsicht an Karton / getrocknetem Reishii Pilz erinnert, welches sich aber im selben Moment in jenes altbekannte „Menthol für die Lippen-Feeling wandelt“. Dieser Tropfen ist ohne jeden Zweifel einmalig und lässt sich dank seines vollmundigen Charakters gut und gerne an die 8-10mal aufgießen.

Fazit2.0

Bei diesem Tropfen bleibt einem trotz reichlich feuchter Einlagen, wahrlich die Spucke weg. Für mich war dies der älteste Tee, den ich bisher genießen konnte und sicherlich nicht der Letzte. Seine geballte Kraft und reif vollmundige Stärke sind ein unglaubliches Erlebnis für Gaumen und Geruchssinn. Hier sitzt wahrlich jeder Schluck, jeder Aufguss wie perfekt maßgeschneidert und dies über eine unheimlich lange Zeit hinweg. Daher freue ich mich umso mehr, diesem wundervollen Werk, eine goldene Wertung zu Teil werden zu lassen.

Aromatisch mag die ein oder andere Nuance für manch einen seltsam wirken, aber ich kann nur sagen, dass sich in diesem Falle wahrlich alles zu einem gesamten Meisterwerk zusammenfügt. Dieses startet und behält dieses die gesamte Zeit inne, mit einem sehr reifen Charakter und einem unheimlich intensiven Holzkohle-Flair. Hier trifft rauchig auf sauer, wo vor allem ein Flair von Holz sich mit Essig paart. Danach folgt in diesem Grillfest der Sinne, ein gebratener Speck, der alle möglichen fruchtigen Anleihen wie getrocknete Pflaumen bzw. Pflaumenschnaps, Rosinen, Birnen und eingelegte Pfirsiche umhüllt. Vor allem erkennt man weiters auch den Ansatz von dunkler Schokolade mit dem Inhalt eingelegter Kirschen. Der Hang von Tabak, verbranntem Holz / Holzkohle lässt von diesem Moment an noch weitere, sehr säuerlich gärende Nuancen in Erscheinung treten, wie eine Art Pilzkulturen-Flair, getrockneten Schweinsohren, verunreinigtem Nagetierkäfig, tierisches Fell gefolgt von einem leichten Schwall an Urin.

Optisch hat dieses gezwirbelt gerollte Werk einiges für sich. Alleine seine massive dunkle schwarz-blau-graue Farbgebung, hat einen gewissen Schimmer, als wären sie mit Asche belegt. Dieses Gefühl bleibt dann folgend auch in der Haptik im feuchten erweichten Werk. Zwar ist nun dieses komplett eingeschwärzte Blattwerk weicher in seiner Struktur, aber hinterlässt ein gewisses feinkörniges „Asche-Kohle-Staub-Film“ Feeling zwischen den Fingern. Die Tassenfarbe strotzt nur so vor Tiefe und Reife, in ihren massiv Rost-roten bis Rost-orangenen Tönen.

Geschmacklich schlägt hier ein Komet ein, denn es ist „Massive-Grillzeit“ angesagt. Als Basis und Dauerbrenner fungiert hier brennendes Holz / Holzkohle, die ein Beet aus unglaublich vollmundigen Akzenten freilegen. Dieses hält vor allem an oberster Front den gebratenen Speck eng inne, gefolgt von einem leicht säuerlich-metallischen Flair aus Orangen, Mandarinen und Blutorange. Der erste Anflug eines Nachhalls ist hier einem fruchtig geräuchertem Fisch mit Zitrone mariniert-Gefüge gewidmet. Vor allem erkennt man hier geschmacklich die dunkle Schokolade mit eingelegten Kirschen, darauf bettend folgt ein Flair von Haselnuss, während Harz/Kiefer erneut einem speckigen Touch einen langen Abgang gönnen, welches sich nach einiger Zeit in ein rauchiges mit Essiggurke-Bestücktes wandelt. Fruchtig wird es verstärkt im zweiten Akt wo vor allem Mandarinen, getrocknete Rosinen / Pflaumen und eingelegte Pfirsiche zum Handkuss kommen. Die letzten neuen Nuancen / Ereignisse sind abschließend eine minzige Note, die wie Balsam auf den Lippen einen kühlenden Effekt ausübt und ein „Erdig-Steinig-Holziger“-Flair der von einem Gemisch auf Karton und getrockneten Reishii Pilzen begleitet wird.

Qualität ist nicht nur dank der ca. 14 Jahre an Reifung ein wahrer Hit, sondern auch dank des langen Atems, welcher dieser Tropfen gekonnt mit 8-10 Aufgüssen präsentiert.

Somit bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

I am really happy to announce not only a very great since 2000 aged da hong pao but also a new tea-friend that finally made its way to ZeroZen: „Chenshi-China-Tea“. I was really astonished in the first moment as I smelled this wonderful scent of this fine old oolong. I must admit that this one was the oldest tea I tasted so far but definitely not the last one because this little old fellow was not only a surprise in every way but also a well earned „Golden Review“ at the end. So let’s get started.

The aromatic way is very deep and complex and maybe for some folks out there a bit strange in some aspects but believe me at the end everything comes perfectly together and fits like a glove. One of the main aspects in this session is definitely the ripe character followed by a flair of burned wood or charcoal. Especially later in the heat inside the teapot it reminds me a lot of a barbecue-ish feeling. One of the main reasons is of course a strong bacon bouquet followed by a light hint of dried plums and raisins. Later those are followed by a flair of tobacco, cherries covered with dark chocolate and pears and peaches. At this point the hole characteristics changes a bit or better to say they mixed together with a very sour astringency fermenting aroma. In the middle between those and the ones before stands a scent of wood soaked in vinegar. Then a fine aromatic freakshow is about to show up started by dried pig ears, fermenting mushroom cultures, a long not cleaned rodent cage, animal fur and in some way a light scent of urine.

The optical appearance is mostly very dark between black-blue-grey in their curly rolled look. In some way they looked like if they were covered with ash. And this feeling continues later onward in their wet condition because here they are much softer and much darker but between your fingers you can feel some kind of fine-grained ash feeling.

Finally I was ready to taste this delightful little piece of wonder. And it was a very ripe and deep flavor I experienced. Because now it is definitely time for a good old barbecue. This flavor and scent of burned wood and charcoal covered the hole room I tasted this DHP. This full-bodied oolong skillfully shows all what he got started with again a great part on bacon. At this point a very sour metally feeling sets in with flavors of orange / blood orange and tangerines. With this fruity aspects the first of many aftertastes sets in with a hint of smoked fish marinated with lemon. After that tasteful dish a sweet aspects in this case dark chocolate filled with pickled cherries was showing his face followed by hazelnuts with an adding feeling of resin and jawbone. The bacon flair stays for quite a long time in the next aftertaste followed by a later nuance package of something smoked and pickle. In the later infusions the massive power stayed quite the same only the smoked flair lost a tiny bit of its intense flavor but opened up some place for new aspects like dried raisins / plums followed by pickled peaches and a very minty feeling that cooled my lips quite a lot. The last new nuances are a mixtures between something „earthy-stony-woody“and a taste of cardboard meets reshii mushrooms.

The quality is marvelous in every way not only because of its deep strong 14 years old character but also because of the fact that you can steep this little fellow around 8-10 times at least. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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