Drachenbrunnen: Qingmingqian Longjing 1st vs 2nd

DrachenLongBanner
Allgemeines2.0

Nun konnte ich euch schon den ein oder anderen Großen der chinesischen Teekultur präsentieren, doch einer der bekanntesten Ableger kam bisher noch nicht zum Zug: Der Longjing oder in unseren Gefilden kennt man ihn auch unter „Drachenbrunnentee“. In der Gegend des Westsees bzw. seinem westlichen Teil bei Longjing gibt es einen Brunnen, von dem dieser Tropfen seinen Namen bezieht bzw. mit diesem in Verbindung gebracht wird. Angeblich soll einst in jenem Brunnen ein Wasserdrache gelebt haben. Doch die eigentliche Legende um eine der berühmtesten Teesorten Chinas, rührt aus ganz anderer Richtung. Die ersten Aufzeichnungen zu dieser Berühmtheit finden sich im ersten Buch54201418178über Tee von Lu Yu aus der Tang Dynastie (618-907). Doch einige Quellen sprechen sogar von einem ersten Aufkommen von vor 1200-1500 Jahren. Damals war von einer Berühmtheit noch kaum zu sprechen. Laut Lu Yu wurde jener Tee damals nur in zwei Tempeln in Hangzhou angebaut „Tianzhu“ und „Lingying“. Seine heutige Bezeichnung machte erst weit später in der Song Dynastie (960-1279) die Runde. Einen wichtigen Meilenstein im Hype um den Longjing legt der damalige Kaiser der Qing Dynastie „Qian Long“. Aus dieser Zeit stammt wohl die bekannteste historische Niederschrift mit einer Mischung aus Tatsachenbericht und Legende.

KQianLong

Vor langer Zeit war der damalige Kaiser der Qing Dynastie Qian Long in der Region Hangzhou unterwegs, als er im Zuge dessen die Shifeng-Berge besuchte. Ab diesem Moment teilt sich die Geschichte in zwei Varianten. In der ersten Option gelangt Qian Long an jenem Berg zu dem hiesigen Kloster Hugong. Ein Mönch bietet ihm jenen Tee an. Der Kaiser fühlte sich sogleich belebt und war von dem feinen Geschmack tief begeistert. Danach wollte er unbedingt mit eigenen Augen sehen, wo diese Blätter geerntet werden und half sogleich etwas bei der Ernte mit. Hier setzt die zweite Variante ein, in der die Geschichte erst hier beginnt. An jenem Berg angekommen, sah er einige Pflückerinnen wie sie vergnügt sangen und den Tee ernteten. Von dieser Stimmung mitgerissen, wollte er mit den Damen gemeinsam mit einstimmen und ebenfalls jenen Tee miternten. Ab diesem Moment geht die Geschichte auf beiden Seiten erneut in die selbe Richtung weiter. Als der Kaiser gerade dabei war, seinen Tee zu ernten, bekam er eine Nachricht aus dem Palast, dass seine Mutter schwer erkrankt sei. Durch den Schock, vergaß er seine gepflückten Blätter, die er in seinem Gewand aufbewahrt hatte und machte sich sogleich auf den Rückweg gen Palast. Dort angekommen, am Bette seiner Mutter sitzend, merkte diese einen feinen, würzigen Geruch an ihrem Sohn und sprach ihn darauf an. Dieser entdeckte dann die völlig vergessenen Blätter, die durch die lange Reise erstens schon getrocknet waren und zweitens flachgedrückt wurden. Dies war auch der Grund, warum sich jene so intensiv bemerkbar machten. Ohne nachzudenken, übergab er diese Blätter einem Bediensteten und bat ihn sogleich darum, jene für seine Mutter zu zubereiten. Nach dem diese einige Schalen von jenem Tee getrunken hatte, ward sie mit einem mal genesen. Daraufhin lies der Kaiser verordnen, dass jene 18 Teebäume, die er vor Ort sah, als königliche Teebäume ernannt werden und von nun an nur dem Kaiserhaus zugänglich waren. Diese Bäume existieren immer noch und der Tee aus jenen, wird heutzutage höher gehandelt, als Gold.

Es gibt viele Gegenden rund um den Westsee und weiter, die jenen Longjing produzieren, aber am bekanntesten ist die Gegend Hangzhou. Conny und Bastian Baumgarte, entschieden sich aber bewusst gegen diese Gegend, da dank der heutigen Industrie der Smog verstärkt über jener Region liegt. Doch ca. 150km südwestlich von Hangzhou fanden sie ihr Glück bzw. Ye Gongjiao’s Teefelder am Tausend Insel See „Qiandao Hu“. Diese Gegend ist bisher von der Industrie verschont geblieben und besticht durch eine gesunde Umwelt.

Die Art und Weise wie der Longjing in unserer Zeit verarbeitet wird, geht auf das 15.Jahrhundert zurück. Longjing, wie auch andere Grüntee Sorten oxidieren nicht, sondern werden nach der Aussortierung geröstet. Dabei ist bei Herrn Gongjiao alles Handarbeit, welche die Blätter bzw. „Two leaves and one bud“ am Ende flach erscheinen lassen. Beide Sorten „Qing Ming Qian Longjing“ die heute in einer Doppel-Review verkostet werden, stammen von ein und dem542014181747selben Feld, mit dem leicht zeitlichen Unterschied. Die erste Pflückung erfolgt am ersten Erntetag, dem 2.März, während die zweite Pflückung zwei Wochen später erfolgt. Der richtige Zeitpunkt entscheidet in diesen Fällen wahrlich über alles. Je früher der Tee geerntet wird, desto wertvoller und frischer ist er.

Longjing ist eine Philosophie für sich und mitunter das Herzstück der chinesischen Teekultur. Ob die Wahl weg von Hangzhou und genau jener Tee, die richtigen Entscheidungen waren, das und vieles mehr erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

~Drachenbrunnen 1st~

Typisch für jene gut behandelten Sorten, erkannt man auch hier unzählige feine weiße Härchen im inneren, an den Seiten der Verpackung. Optisch erkennt man perfekt die stets konsequente Qualität von „Two leaves and one bud“. Farblich lebt jenes Bildnis hier von sehr saftigen Grüntönen, was ebenfalls für die Qualität spricht. Nun wäre rein visuell betrachtet, jenes Blattwerk durchaus ein Sieger, doch dies sind am Ende nicht die entscheidenden Faktoren. Wie entwickelt sich sein Bouquet? Dieses verströmt schon ab dem ersten Atemzug ein unheimlich frisch, grün gemüsiges Feeling, als wären jene Gärten von einem kristallklaren Bach gespeist worden. Dabei sind es vor allem recht nussige Akzente, die sich542014181936mit einer feinen Nuancierung von Schokolade, das Feld teilen. Mit ein wenig warmen Atem entfaltet jener grüne Freund recht brotige Anleihen, als wäre in jenem Moment ofenfrisch, dampfendes Schwarzbrot direkt vor den eigenen Geruchssinnen angekommen. Doch ganz dem Brot verfallen, scheint dieser Akzent nicht zu sein, denn jener setzt weiters verstärkt auf einen sehr süßlichen Charakter in diesem Zusammenhang, der dabei sehr an Marmorkuchen bzw. frischen, warmen Kuchenteig erinnert. Dabei ist die Nuss immer omnipräsent und zieht dabei ein minimalst leichtes Bouquet von Rosinen mit sich.

~Drachenbrunnen 2nd~

Rein am Blattwerk lassen sich kaum ersichtliche Unterschiede ausfindig machen, denn saftig grün sind beide, weiße Härchen findet man ebenfalls bei beiden und an der Größe erkennt man den Unterschied auch nicht wirklich. Doch wo einem sofort eine Abspaltung auffällt ist das Bouquet, denn in diesem Fall startet jenes mit einem sehr saftig grünem Aroma, leichtem Mais, sehr gemüsigen Anleihen im542014184343generellen alla Zucchini, Wiesenblumen und weiters einem Flair von frisch geschälter Rinde eines jungen Baumes. Durch den Einsatz eines warmen Atems treten hierbei die Röstnoten in Form von einem Brot-Teiggemisch ans Tageslicht, aber sehr subtil in der Auswirkung. Ähnlich leicht mach sich auch ein abschließender Hauch von Birne bemerkbar.

Unterliegt das Werk erstmals jenem Dampfe einer aufgeheizten Kanne, treten die Gemüsenuancen erst richtig in Erscheinung. Hier läuft das Spiel grundlegend542014184525anders, denn wo zuerst alles Süße über dem Gemüse lag, ist es hier das deftige, welches über allem zu sein scheint. Auch der nussige Charakter tritt hier stärker hervor, aber weniger im Sein eines Teigs, sondern viel erdiger, tiefer, vor allem nach Esskastanien und leicht nach Süßkartoffeln duftend.

FeuchtesBlatt2.0

~Drachenbrunnen 1st~

Konfiserie-Wald-Kräuter: Diese Assoziationen fallen sehr schnell, beim ersten Atemzug, während man von jenem köstlichen Dampf umgeben ist. Auch hier zaubert jenes Bouquet ein Bildnis vor das innere Auge, als wäre man direkt in einem saftig grünen Tannennadelwald, der soeben von einem starken Regenfall54201418387heimgesucht wurde. Dabei erhascht man, dass ein oder andere Mal einen Hauch feinster Kräuter bzw. direkt bezogen auf Rosmarin. Doch ein süßer Konfiserie-Flair ist hier die treibende Kraft und legt sich dabei auf eine solch genüssliche Art und Weise über alles und jeden, dass es einfach ein süßer Traum ist. Unter dieser Schicht liegen auch folgende Gemüsesorten alla Zuckerschoten / Erbsen, helle Bohnen und süße Karotten. Dabei gleitet immer wieder, aber etwas tiefer54201418406vergraben, ein exotisch, parfüm-lastig, blumiger Flair an einem vorbei, der weder bekannten Sorten alla Magnolien, Osmanthus, Orchideen oder Jasmin zu zuordnen ist.

Optisch lassen sich nun in weit voluminöserer Montur gekonnt und satt grün die „Two leaves and one bud“ erkennen.

~Drachenbrunnen 2nd~

Auch hier bleibt die Optik mit seiner kontrahierenden Erstpflückung ident, während der aromatische Anteil nun in gänzlich andere Richtungen abdriftet, denn hierbei wird es unglaublich gemüsig mit einer dezent scharfen Würze, in542014191134diesem zweiten Spiel der Sinne. Diese weist sehr viele aromatische Parallelen mit einem tiefenbedampften Sencha /Fukamushi auf. Hier entfaltet sich ein wahrlich dicht grünes Aroma, aus allem möglichem, dass in einem wunderbar situierten54201419931Gemüsegarten gedeihen könnte. So erhascht man Nuancen von Kürbis, Süßkartoffeln, Erbsen / Zuckerschoten, Mais und Zucchini, abgerundet wird dies mit feinen Kräutern.

1st

~Drachenbrunnen 1st~

Zubereitung: 80° / 7g auf 240ml / auf 1 Minute

Jene kristallklaren, fast schon weißlich gelben Tassen lassen viel Spielraum für tagträumerische Momente, da die feinen Härchen auf der Teeoberfläche wie feine Miniatur-Baumstämme wirken, die gemütlich am Wasser dahin treiben. Nimmt man den ersten Schluck, folgt auch sogleich eine automatisierte Reaktion alla „Wow!!!“, zu mindestens war es die meine. Denn einerseits entwickelt sich jenes genüssliche Spiel unheimlich süß, in dessen Zentrum sich Nüsse und Kuchen wie zu Hause fühlen, doch begleitet wird dieser Flair auf der anderen Seite ebenfalls von einem leichten adstringenten Unterfangen, welches eine minimalst minimale Herbe mit sich zieht. Doch beide gehen ihren Weg Hand in Hand und durchkreuzen dabei nie den Plan des jeweils anderen. Der süße Aspekt bezieht seine Kraft in erster Linie aus der Konfiserie-Ecke, obwohl auch ein sehr leichter Hinweis auf Weintrauben und ein Hauch an Rosinen zu542014182249vernehmen ist. Die Konfiserie setzt sie wie schon erwähnt aus sehr nussigen Zutaten zusammen, vor allem sind es Walnüsse und Pistazien, die hier ihr geschmackliches Zusammenspiel präsentieren. Von den Zutaten zu den fertigen Speisen, dabei zeigen sich diese meist in Form von Kuchen, vor allem Kürbiskuchen, aber auch im Sein von Waffeln. Bei jedem getanen Schluck ist es ebenfalls ein sehr nussiger Klang der stehts am Gaumen erhalten bleibt. Zwar542014182532versuchen gewisse Gemüsesorten, wie z.B. Mais, stets im Alleingang zu brillieren, aber schaffen dies nur mit kräftiger Unterstützung von jenem dominanten Konfiserie-Kollegen.

Kühlt das Gemüt etwas herab, intensiviert sich jener süße Aspekt um ein vielfaches, als wären jene Tassen gesüßt worden, aber auf eine Zucker-freie natürliche Art und Weise. Am besten lässt sich dieser grüne Freund wahrlich in Süß-Waldig-Nussig unterteilen, dabei wird er in keinem Moment je bitter. Vor allem abgekühlt, ist dieser wahnsinnig erfrischend und bekömmlich.

~Drachenbrunnen 2nd~

Zubereitung: 80° / 5g auf 200ml / auf 1 Minute

Wie ein unerwarteter Faustschlag, prischt das Gemüse-Feeling auf einen ein und setzt im darauffolgenden Moment ein kühlendes Gefühl auf dem Gaumen und der Zunge frei. Farblich setzt dieser Tropfen schon vom ersten Aufguss an auf etwas intensivere Gelbtöne, als sein erst-gepflückter Vorgänger. Diese klaren Tassen entfalten ein unglaublich dichtes Fest der Nuancen, vor allem die gemüsigen Anleihen wie Zuckerschoten / Erbsen, Bohnen, Mais und Zucchini54201418517stechen hierbei, als die Top-Vertreter in diesem delikaten Gemüse-Süppchen heraus. Die Nuss ist hierbei in Form von einem Hauch von Walnuss, Kürbis- und Sonnenblumenkernen eher eine unscheinbare Randfigur, ebenso wie ein dezenter Anflug von Rosinen und Weintrauben.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger erreicht dieses Blatt mehr an herben Auswirkungen, aber immer noch im Bereich des unterstützenden Geschmacks bzw. Genusses. Abgekühlt entwickelt sich auch der Mais-Flair in ein54201418542fortgeschrittenes Stadium weiter, wo es gewisse Ähnlichkeiten mit süßem Popcorn aufweist. Hierbei fällt der kühlende Faktor gänzlich weg, doch der Rest bleibt wie gehabt.

2nd

~Drachenbrunnen 1st~

Zubereitung: 80° / 7g auf 240ml / auf 1 Minute

Mit der Intensität an steigendem Gelb, trüb jener Tropfen etwas ein, während stets die feinen Härchen an der Oberfläche dahintreiben. Eine Kettenreaktion löst bei jedem Schluck, dank der süßen und leicht adstringenten Nuancen ein Gefühl los, auf das sich die Geschmacksknospen genüsslich zusammenziehen. Oftmals liest man von jenem süßen Zusammenspiel bei Longjing, doch meist erlebt man eher gegenteilige Entfaltungen, wie ein Aroma von Speck oder anderen, die einen Unterschied zu einem Maofeng kaum ersichtlich erscheinen lassen. Doch dies ist542014183228ein Longjing wie er im Buche steht. Die Nuancen verbleiben hierbei nahezu im selben Niveau und werden dabei auch nicht weniger. Nur die Nuss gibt den süßen Unterwanderungen mehr Platz um sich zu entfalten. Dabei kühlt dieser Tropfen mit einem leichten kribbeln den Gaumen und jeglichen geschmacklichen Nerv in dieser Runde. Der Nachgeschmack ist wie in der Runde zuvor ein542014182850Dauerbrenner und unheimlich intensiv in seinem Süßem gepaart mit etwas Gemüse alla Zuckerschoten, süßem Mais, Karotten und einem Hauch heller Bohnen. Auch die kernigen Anleihen sprechen erneut von nussigen Geschichten der Pistazien, Walnuss und der Sonneblumen- bzw. Kürbiskernen.

Abgekühlt legt er wie im Akt zuvor, an selbiger Stelle an Süßem nach und entwickelt dadurch eine unvergleichliche Konsistenz. Cerialien – Marmorkuchen, gesüßt und nussig mit einem dezent milchigem Touch, das ist der Drachenbrunnentee Nr.1 – Part 2.

~Drachenbrunnen 2nd~

Zubereitung: 80° / 5g auf 200ml / auf 1 Minute

Härchen verbleiben, wo sie auch schon im Akt zuvor ihren Platz fanden, so auch die farbliche Entwicklung, die hierbei im selben Niveau verankert bleibt. Auch der trübende Effekt, aus dem selbigen Aufguss der ersten Pflückung, fällt hier gänzlich weg. Der herbe Charakter ist unbestreitbar, geht aber mit dem Gemüse eine köstliche Fusion ein. Der Anteil an Gemüse ist immer noch in gutem Maße542014185921präsent, aber verweist nun mehr einzig auf süßen Mais, welcher zwischen frischen Kolben und Popcorn hin und her schwankt und Zucchini. Nun ist der Moment auch bei diesem Blattwerk gekommen, in dem sich ein all-umschwirrendes süßes Unterfangen, über alles und jeden zu legen scheint. Der54201418567Nachgeschmack ist ungemein beständig und geht hierbei ebenfalls aus süßem Mais, Zucchini und dem kernigen Anteil der Weintrauben hervor.

Der süße Flair erweist sich auch hier als bestimmender Ranghöchste und legt dafür die restlichen Sorten geschmacklich ad acta bzw. lässt sie wie den süßen Mais, Zucchini und die kernigen Weintrauben, nur als Schlusslicht kurz aufleuchten.

Weitere

~Drachenbrunnen 1st~

Zubereitung: 80° / 7g auf 240ml / auf 1:30 Minuten

Angenehm grasig, mit einem leicht milchigem Schleier, geht jener grüne Kollege in die nun dritte Runde. Dieser milchige Touch erinnert eher an jenen von Kokosnussmilch, als den einer Kuh. Dieser Tropfen weist solch eine Süße auf, dass es fast schon unheimlich ist. Nun wurde es wieder klarer in den Tassen, aber farblich noch ein Stück weit kräftiger. Die Süße lässt einem einfach keine Ruhe bzw. einen Moment frei, einen klaren Gedanken zu fassen. Zeitweise beschlich mich sogar das Gefühl, dass mit meiner Kanne etwas nicht stimme, da54201418351dieser Longjing jenem süßen Gefilde restlos verfallen zu sein scheint. Im Grunde bleibt auch hierbei alles wie in den Aufgüssen zuvor, nur mit etwas geringerem Erscheinen von nussigem, aber dafür, wie auch nicht anders zu erwarten, mehr an süßem, so auch die letzten Überlebenden der Gemüse-Fratkion: Mais und Karotten, ebenfalls süß. In diesem Fall kann man rein Aufguss-technisch um einiges weitergehen, als die angegebenen 3 Runden. Dieser Kollege schafft mit gut Glück, sogar an die 6 Stück.

~Drachenbrunnen 2nd~

Zubereitung: 80° / 5g auf 200ml / auf 1:30 Minuten

Die Süße gepaart mit einer Herbe zugleich geben hierbei den Ton an. Vor allem der süße Mais, Zucchini und ein erstmaliges auftreten eines minimalst leichten Flairs von Champignions sind hierbei einer der letzten Highlights in diesem Akt54201419242der Sinne. Sonst treibt die Süße und ein kühlender Flair dieses Geschehen an sein finales Ende und somit an den Zenit seiner Kraft. Abgekühlt sind es Obstsorten, fast ausschließlich im Sein ihrer Schalen alla Birnen und54201419559Weintrauben, die dem Longjing Nr.2 die letzte genüssliche Ölung verpassen. Der gesüßte Flair, bleibt noch lange am Gaumen haftend, während der Rest längst dem Sonnenuntergang entgegen geritten ist.

Fazit2.0

Nun stehen zwei Longjing im Vergleich einander gegenüber. Es war zu erwarten, dass es bei beiden nicht gleichermaßen ausgehen wird. Und so ward es auch. Die erste Pflückung besticht vor allem durch seine Ausdauer und diesen nicht unterzukriegenden süßen Flair. Vor allem sein Echo hallt und hallt, als gäbe es kaum etwas, dass ihn abbremst, doch irgendwann ist auch dieser Punkt erreicht. Dieser lässt aber in jenem Fall recht unerwartet lange auf sich warten, im Gegensatz zu seinem Bruder aus der etwas späteren März-Pflückung, denn dieser zeigt schon die ersten gröberen Verluste im zweiten Akt und lässt ein überschreiten eines dritten Aufgusses im Grunde nicht zu. Geschmacklich waren beide traumhaft, auf ihre ganz eigenen Weisen. Während Nr.1 sich wie schon erwähnt auf süßes Terrain begibt und dies mit viel an Nuss, sind es bei seinem 2ten Kollegen die tief, deftigen Gemüse-Faktoren die für sich sprechen und einen gewissen Flair von japanischem Sencha vermitteln. Dennoch ist die erste Pflückung definitiv der Sieger, während der zweite Anlauf, auf einem ehrvollen ebenso zweiten Rang seine Bestimmung findet. Zusammen betrachtet überwiegt auf jeden Fall der erste Longjing und legt somit auch das Gesamt-Ranking für diese Verkostung mit goldenem Abschluss fest. Somit war dies nicht nur ein glorreicher Abschluss einer groß angelegten Rieview, sondern auch das vorläufige Ende der Berichterstattungen von den wundervollen Sorten des „Jadequell“ Onlineshops. Denn mit diesem Bericht, war dies auch der letzte Tee, aus ihrem derzeitigen Sortiment. Ich kann jedem „Jadequell“ nur empfehlen, der auf der Suche nach sehr guten chinesischen grünen Sorten ist. Vor allem die Frische ist unbestreitbar.

~Drachenbrunnen 1st~

Aroma: Frisch / grün gemüsig / nussig / recht brotig / Kräuter / Konfiserie / unterschwellig exotisch blumig / gering Obst-lastig
Schokolade, frisch gebackenes Schwarzbrot, Marmor- bzw. Kürbiskuchen, Nuss, minimalst nach Rosinen, Rosmarin, Zuckerschoten /Erbsen, süße Karotten und helle Bohnen.

Geschmack: Sehr (ge)süß(t) / nussig / leichte Adstringens / minimalst herb / Konfiserie / waldig / kühlend / gering Obst-lastig
Marmor- und Kürbiskuchen, Walnuss, Pistazien, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Cerealien, Weintrauben und ein Hauch von Rosinen, Waffeln, leichtes-kühlendes kribbeln auf dem Gaumen, Zuckerschoten, süßer Mais, helle Bohnen, Karotten und ein leicht milchiger Kokosnussmilch-Flair.

~Drachenbrunnen 2nd~

Aroma: Frisch / grün dicht gemüsig / tief nussig / subtil brotig / erdig / dezent süß / leicht frisch blumig / gering Obst-lastig / dezent würzig
Hauch von Wiesenblumen, frisch abgeschälte Baumrinde, Zucchini, Kürbis, Erbsen / Zuckerschoten, Mais, feine Kräuter, ein Hauch von Birne, Süßkartoffeln, Esskastanien und ein Flair von tiefenbedampften Sencha / Fukamushi.

Geschmack: Sehr dicht gemüsig / kühlendes Gefühl / leicht nussig / Hauch von Obst(kernen) / mäßige Herbe / später intensiv gesüßt
Zuckerschoten / Erbsen, süßer Mais bzw. süßes Popcorn, Bohnen, Zucchini, Weintraubenkerne, Walnuss, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, dezent nach Rosinen und Birnenschale mit wenig an Fruchtfleisch.

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

Today is definitely a special review showing up on ZeroZen and also the last one of its kind. Because after some really great Chinese green ones this double review of these Longjing’s by Jadequell are their last ones and so I am officially finished with their assortment. So I chose this special combination to be the last review to present something special at the end. And it definitely was a special tasting session. These two Longjing’s are Qingmingqian ones from the thousand island lake ca. 150km far from Hangzhou. Jadequell especially decided to choose a Longjing of this region because of its pureness and they are not effected by pollution. Ye Gongjiao also decided to let the Longjing grow as naturally as possible and this is one fact you definitely can taste in every moment. So why two Longjing’s?

In fact both of them are from the same field but harvested on a different date. The first flush was plucked on the 2nd of march 2013 and the other one on the 15th of March the same year. Not that much difference someone could say but believe me the difference was massive. So let’s get started.

Both have some facts in common because both are very fresh scented, quite vegetable like and slightly fruity. But while the aroma of the 1st harvest expressed himself in a very confectionery sweet way, quite bready and nutty, the 2nd harvest on the other side is very deep nutty with a very deep vegetable bouquet and a bit earthy with a hint of spiciness. To emphasize the actors in this delicious sensual game they would show up in the following order starting with the 1st harvest:

1stChocolate, fresh baked bread, marble cake respectively pumpkin cake, raisins but just slightly, rosemary, sugar snaps / peas, sweet carrots and white beans.

2ndA hint of field flowers, fresh peeled tree bark from a young tree, corn, pumpkin, peas / sugar snaps, zucchini, sweet potatoes, subtle herbs, chestnuts, a hint of pears and a generally flavor of a very deep steamed Japanese Sencha / Fukamushi.

Visually they look both quite the same in size, very fresh green color and body. Typically you will find a lot of fine small white hair in the doypacks and on the leaves directly.

The taste is as different as the scent of those fine green little fellows. The biggest differences are in each case that the first one express himself in a very sweet taste like if the tea was sugared in a naturally way and on the other side the second one shows a very deep vegetable flair. But see for yourself:

1stfresh baked bread,marble cake respectively pumpkin cake, waffles, walnut, pistachios, sunflower seeds and pumpkin seeds, a flair of cereals, wine grapes and a hint of raisins, a slightly cooled feeling on the palate, sugar snaps, white beans, sweet carrots and a decent aroma of a milky coconut milk flair. There are some vegetables in this great tea but everything seems to be covered with sugar and such a sweetness.

2ndA very deep vegetable flair like sugar snaps / peas, sweet corn / popcorn, beans, zucchini, wine grapes kernels, walnut, sunflower seeds and pumpkin seeds, decent flair of raisins and a good amount of pears shell with less amount of fruit pulp.

The quality is completely different on both sides. For sure both of them were great and a tasteful experience but the outcome is a different pair of shoes. I really enjoyed both of them because every harvest has its special moments and nuances but in comparison the 1st harvest has a lot of more staying power. This little friend really loses nearly nothing in the first 3 steepings and you can infuse it at least until the 5th or even a 6th infusion. But the 2nd harvest isn’t keeping up with that kind of power. After the 3rd steeping the Longjing Nr.2 is definitely retiring. Generally speaking the whole session is a golden moment in my opinion but if I need the choose it would be the 1st harvest Longjing. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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