Aged Anxi Charcoal Tieguanyin

2001agedtgyAllgemeines2.0

Hat man einmal die Sagen und Legenden hinter sich, ist es mit dem Informationspool einzelner Sorten eher spärlich bestellt, meist zu mindestens. Umso mehr legt sich somit der Fokus auf den Tee selbst. Diesen hat jenes massiv stark geröstete Werk vom ersten Moment an für sich gepachtet. Üblich, wie man es normalerweise machen sollte, nutze ich jede meiner Yixing Kannen nur für bestimmte Sorten und ausschließlich nur für jene, doch bei diesem Kollegen war auf einmal eine Entscheidung keineswegs mehr so leicht zu bestimmen, da sein aromatischer Charakter wahrlich fernab von jeglichem TGY wandert. Somit fasste ich dann auch jenen Entschluss diesen rauchigen Tropfen in meiner Yixing für Wuyi Tees zu zubereiten, anstatt in der TGY-Kanne. Ob dies ein guter Entschluss war und ob jener Oolong wahrhaftig in jene doch so rauchigen Ton-Gefilde passt, das erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Aromatisch entfachte jener Tropfen ein zweifaches Bild vor meinem inneren Auge, zwar sind beide davon sehr dem Holze zugetan, aber gehen dennoch in gänzlich andere Richtungen. Der erste Impuls daraus führte zu einem Vergleich, der mich sehr an alte chinesische Möbel erinnerte, die meist aus Ulmenholz verarbeitet sind, doch schon im nächsten Moment entfachte ein ganz anderer Gedankengang Assoziationen von dem Innenleben alter Weinfässer, die sich zwar leer, aber dank der jahrelangen Nutzung aromatisch vor meinem Geistigen Auge manifestierten. Ein wenig könnte man diesen Flair auch in gewissen Momenten anders definieren, insofern da der Wein zwar irgendwie in diesem622014214219Falle mehr präsent erscheint, aber nur dank eines vollgesogenen Korkens mit jenem rötlichen Tropfen. Besonders im dampfenden Sein tritt jener Charakter prägnant zur Tage. Generell verbreitet jener geröstete Kollege einen sehr gärend, süß-fruchtig säuerlichen Flair alla getrocknetes oder Fallobst. Selbst in diesem nicht dampfenden Umfeld, macht sich jener geräucherte Ansatz sein drumherum zu eigen und bettet in diesem alles was folgt, wie und vor allem Rosinen, eingelegte Kirschen und sehr nussige Ansätze alla Pinienkerne, Walnuss und ein guter Schuss steinig mineralischem Gefüge.

Als hätte man es schon erahnen können und gewisse Aspekte wurden schon vorweggenommen, steigert sich der rauchig säuerliche Flair mit dem Zustand einer vorgewärmten Kanne. Hierbei entfaltet sich ein Gefüge aus brennendem Holz, in dessen Zentrum sich schmorendes Obst breit macht. Doch dem Obst622014214411wurde zu Genüge an Aufmerksamkeit zu Teil, als so manch anderem Aromenpaket. Zu diesem zählt auch ein fast unscheinbarer, aber dennoch nicht weniger verantwortlicher Kaffeesatz / Kaffeebohnen Flair, aber in nur sehr dezenter Montur.

Farblich in seiner Optik, erkennt man nun auch die optischen Parallelen zu seinem Holzkohle-Charakter, denn dieses Knospen, vor allem in seinem tiefschwarzem Sein, hat nicht nur eine optische Anziehungskraft von Kohle, sondern man verspürt es auch in der Haptik jenes Knospenwerks. Neben der Dominanz aus Schwarz, erkennt man hier und dar auch einige rotbraune Highlights in diesem optischen Augenschmaus.

FeuchtesBlatt2.0

Somit verbleiben wir sogleich in der visuellen Ecke und diese erweist sich, wie schon angedeutet, als unheimlich tiefschwarz, fast als wäre jenes Werk angebrannt worden. Vor allem im strahlendem Licht der Sonne reflektiert dieses dunkle Erscheinungsbild förmlich vor den eigenen Augen. Die Knospen öffnen sich dabei nicht wirklich zur Gänze und landen dabei von der Kanne in einer Schale mit einem klackenden Geräusch, als wären Nüsse in die Tasse gerasselt. Zwischen den Fingern spürt man die knusprig geräucherte Struktur, die wie ein feiner Film auf jenem Blattwerk liegt.

Im Grunde konnte man schon im Vorfeld eine gewisse Entwicklung in sehr massive Gefilde erahnen, doch hierbei kommt es noch weitaus rauchig holziger, als man es erwartet hätte. In diesem Moment war ihr froh, über meine Entscheidung, jene Wuyi Yixing genutzt zu haben. Dieser immens stark geräucherte Flair zieht vor allem etwas stets sehr säuerlich-fruchtiges mit sich mit, wie ein feines Fädengeflecht mit einer minzigen Frische dazwischen. Gewisse süße Anleihen tendieren vor allem in Richtung von Honig, wobei in einem Moment ein Bild von dunklem Waldhonig vor einem aromatisch622014221117auftaucht, aber sich schon im nächsten Moment ein ein eher festeres Gebilde von türkischem Honig wandelt. Und auch in diesem Fall Weint das Fass, aber keine Tränen, sondern dicke, alt rustikale Weinfässer. Der fruchtige Anteil liegt massiv auf einem getrockneten Vertreter gestützt, den Rosinen, während der restliche Ablauf sehr an Multivitamninsaft erinnert. Doch die Rosinen kommen in diesem rauchig delikatem Stück niemals alleine und sind meist mit genüsslich edler dunkler Schokolade überzogen.

1stZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / 25 Sekunden (Gongfu)

Schon ab dem ersten abgießen in jene in erwartungsvoller Haltung schwelgenden Tassen, erweist sich jener Tropfen farblich in einem sehr intensivem Ton aus einer Mischung von Bernstein und Kupfer. Auch wenn man im übertragenen Sinne, keine wirklich wahrhaftige Festigkeit / Teilchen in diesem dampfenden Nass verspürt, ergibt sich jener Tropfen dennoch in einem Gefühl auf der Zunge und zwischen den Zähnen, als würde eine Reibung dank der Kohle stattfinden. Diese wird weiters von einem sehr cremigen Gefüge in der Struktur jenes TGY’s unterstützt. Geschmacklich ist es wahrlich keine Untertreibung, dass jener Tee622014214946sehr an einen stark gerösteten Da Hong Pao erinnert, denn hier spricht in keinem Moment auch nur irgendein Ton von Blumen und keksigem mit Vanille, nein, denn hier räuchert und holzt es, wo es nur geht. Dieser reif delikate Geschmack ergibt sich erneut in der Einleitung mit dem Flair alter rustikaler Weinfässer und vor allem einem sehr süßem Abgang der mit einem kühlendem Effekt auf den Lippen und dem Gaumen beseelt ist. Doch massiv und intensiv ist nicht nur das62201421543Zusammenspiel aus Holz – Feuer = Rauchigem, sondern auch in der Fusion aus Rosinen mit feinster dunkler Schokoladen-Ummantelung. Dezent und leicht zieren dabei auch eingelegte Kirsche mit gleicher bräunlich süßer Kruste und dem Plus an Nuss, die Nuancen im Hintergrund. Apropos Nuss, diese merkt man hierbei gekonnt im Ansatz von Haselnusscreme.

2ndZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / 35 Sekunden

Diese Runde hält wohl die mitunter intensivste Farbgebung aus einem Kupfer mit blutrotem Schein parat. Doch geschmacklich bleibt im Grunde alles beim Alten, nur eben um ca. 50% intensiver. Holzfässer unter deren Lagerung ein kleines62201422335leichtes Feuer brennt, bieten Platz für ein reichliches Angebot an Rosinen und dezenten Anleihen von eingelegten Kirschen, dabei sind erneut beide Fraktionen mit feinst dunkler Schokolade überzogen. Nach dem erneut kühlendem Effekt, bleibt der Nachhall auch hier sehr lange und ausgiebig erhalten und lebt nicht nur622014215847im Geiste eine weile weiter, sondern auch in aktiven geschmacklichen Entfaltungen.

WeitereZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / 50/60/70 Sekunden

Spricht man von 0,01%, dann spricht man auch hier von genau dem selben minimalem Rückgang. Am stärksten vermochte auf jeden Fall der zweite Akt seine komplette Kraft zu entfalten, dennoch hält sich jener Tropfen mit dem62201422939ersten Aufguss für viele weitere Nachfolge-Gelage die Waage. Auch farblich nährt sich der dritte Aufguss und alle weiteren eher der ersten Runde an. Wie gesagt sind jene Abstriche aber wahrhaft minimaler Natur. Der Rauch sitzt62201422618weiterhin wo er zu sitzen hat und dies mit den Hauptakteuren von Rosinen und dunkler Schokolade und dies ist kein kurzes Stück, denn der Akt endet hier nicht vor dem des Siebenten bis Achten.

Fazit2.0

Chenshi China Tee ist eine wahrhafte Überraschung, da seine Sorten bisher voll und ganz überzeugen konnten, so auch dieser massiv geröstete Tie Guan Yin. Ich habe diese Sitzung sehr genossen, da ich vor allem sehr großes Gefallen an dem delikatem Zusammenspiel aus Röstung und süßen Aspekten finden konnte. Dieser Tropfen war wahrlich ein Traum, aber stellt einen kompletten Gegensatz zu typischem TGY dar. Mir persönlich hätte dieser Oolong kaum besser munden können, den jeder Moment war schlichtweg „Gold wert“, daher verwundert es auch kaum, dass jener Tropfen, auch eine solche Platzierung für sich verzeichnen konnte.

Aroma: Rauchig bis unheimlich Rauchig / intensiv Holzig / stark Gärend / leicht mineralisch Steinig / elegant Herb-Süß / reif Fruchtig / leichte Frische / fein säuerlich Adstringent
Wie alte chinesische Möbel (Ulmenholz) – alte rustikale Weinfässer bzw. ein mit Wein vollgesogener Korken, Rosinen und leicht nach eingelegten Kirschen – beide mit dunkler Edelbitterschokolade ummantelt bzw. manchmal auch wie unter Feuer geschmort, ein allgemein Flair von Multivitaminsaft, Pinienkerne und Walnuss, Kaffeesatz / dezent minimalst nach Kaffeebohnen, dezent minzig frisch, dunkler Waldhonig bzw. türkischer Honig,

Geschmack: Cremig Haptik / ungemein Holzig / massiv Rauchig / adstringent Süß-Säuerlich / kühlender Effekt / reif Fruchtig / süß Herb
Massiv rauchiges Holz in erneuter Weinfässer-Manier, Rosinen mit dunkler Schokolade ummantelt, so auch die dezenten Kirschen in eingelegter Variante, Haselnusscreme im Ansatz und stetig kühlender Abgang am Gaumen und den Lippen.

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

This very strong charcoal aged TGY from 2000-2001 was magnificence in every moment and every step of this very delicious and marvelous tea session on ZeroZen. As I noticed that this Oolong wasn’t flowery at all but deeply roasted with such an intense smoky flavor I was a bit confused about what type of Yixing I should steep this tea in. In the end I decided to use my Yixing I normally use for Wuyi teas and this decision was a good idea. Why? And why it received a golden Ranking and what else you should now – you are going to find out now.

The aromatic image of this TGY was very woody. Like old Chinese furniture made of elmwood. But this was just the first impression the second one was more a picture imaginary painted and it showed an old cellar on the countryside filled with old big round wine casks or close to that image a with wine soaked cork of a wine bottle. So in many ways a very fermenting touch to it. But this isn’t the only big part of that delicious game. There is also a very intense ripe fruity aspect of raisins and slightly pickled cherries to it. But they are not alone. They are covered with a fine layer of dark chocolate. Beside those many aspects there are many smaller fine layers between those thick ones like walnut, pine seeds, a double image of dark wild honey or Turkish delight and a small tiny hint of coffee dregs / beans. After the whole thing got soaked by heat the aroma is increasingly intense especially because of the smoky roasted flavors and the woody burned ones.

The visual side is extremely dark. Nearly the whole buds are covered with black darkness and only some red brown highlights. This outstanding look is just an eye-catcher. After the buds were kissed by a good amount of heat they never really gonna open up completely but their black look is now more intense and shining like black gold in the sun light. You can even feel a charcoal feeling between your fingers, while touching those opened buds.

The taste of this roasted fellow is nearly the same as its aromatic condition was. The consistency is very creamy and with some type a haptic mouth-feeling to it. Like if you could literally taste the charcoal between your teeth. The whole atmosphere is very strong woody and smoky like with completely non flowery aspects to it the whole time. Beside that the main dish is very sweet but with a great amount on astringency and very ripe fruity in the aspects of raisins – mainly raisins and some pickled cherries both covered with dark chocolate. Now you can also finally taste the old rustic wine casks flair with a very cooling aftertaste to it and a last but not least nutty feeling of hazelnut cream.

This was a marvelous tea session. Outstanding again and I was really amazed how much the assortment of „Chenshi China Tea“ satisfied my hunger for good and rich quality teas. There wasn’t any weak moment in this tasteful game and last but not least without any loss you can steep this little fellow until the 8th time – later with less strong aspects but still great. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

 

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2 Gedanken zu „Aged Anxi Charcoal Tieguanyin

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