Da Hong Pao traditionell #105

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Allgemeines2.0

Erneut handelt es sich hier um den Da Hong Pao #105, aber nicht wie damals in eher leicht rauchigem Gefilde verankert, erwartet euch nun die traditionelle massiv rauchigere Version, jenes Hybriden aus Tie Guan Yin ung Huang Jin Gui. Jene „light“ Variante kam sogar auf das goldene Podest, ob dies auch hier der Fall sein wird oder ein zweiter oder gar dritter Platz eingeräumt werden muss, das erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

Trockenes-Blatt-2.0

Viele Oolongs entwickeln auf der einen oder anderen Seite einen sehr starken brotig-keksigen Flair, auch in diesem Fall entwickelt sich ein ähnliches Gefüge nur in weitaus würziger Variante, aus jenen feinen Körnern und Co die das Brot erst so geschmackvoll werden lassen. Dies sind unter anderem und wahrlich gut zu erkennen, vor allem Kardamom und Anis. Unterstützt wird dieses Gewürzschauspiel von einem sehr holzigen Gesamtton aus einem Bildnis alter chinesischer Möbel, der wiederum eine gärende, sich mit der wärme steigernde Adstringens mit sich zieht. Das getrocknete Obst aus Rosinen, Feigen und einem662014154456Hauch an Pflaumen wird meist von einen dezent, elegant platziertem Schokoladenmantel umhüllt. Auch ein fein delikater Hang von etwas kräuterlich Blumigem ist zu vermerken, aber erweist diesem Stück nur in sehr dezenter Manier seine Aufwartung, wie feinster Staub zwischen den jeweiligen massiven Nuancen. Abschließend ist vor allem der leicht minzige Flair im hinteren Teil der Nase und den Nebenhöhlen zu erwähnen, der dem Gesamten einen klaren und frischen Abgang bereitet.

Die knusprig gerollten Blätter sind recht in einem dunklen Schein gehalten und erweisen sich in ihrer Erscheinung vor allem kleiner und gebrochener, als normal üblich.

FeuchtesBlatt2.0

Wählt man passende erste Assoziationen, dann sind es mit Sicherheit jene von „Unglaublich würzig und floral“, zweiteres entwickelt sich auf eine sehr süße und unterliegend säuerlich gärende Art und Weise. Dieses aromatische Bildnis ist in seiner Kombination gekonnt und wahrlich gelungen und erschließt sich aus rauchigem Nebel im Dachgeschoss jener sinnlichen Konstruktion, darunter auf zweiter oberer Ebene mit feinen Kräutern und einem süßem Flair verankert, dessen aromatisches Gebilde sehr an braunen Zucker bzw. die karamellisierte Variante davon erinnert, mit darauf folgenden adstringenten Fäden, die einem direkt nach unten auf die Parterre-Ebene bringen, wo einem sehr reif getrocknet6620141690Obst alla Rosinen, Feigen und Pflaumen erwartet, dessen Struktur aus jener Fruchtigkeit im Anklang an Multivitaminsaft und einem mineralischem Gefüge einem direkt weiterleiten, an das Ende dieser aromatischen Fahrstuhlfahrt, wo man nun dem Honig unterliegt, der sich hier unten abgelegt hat und weiters auf gekonnt blumig keksige Anleihen verweist. Dieser wohl längste Satz der Welt ist aber nicht das Ende jenes Geruchfestes welches vor allem erneut auf Gewürze im brotigen Segment verweist.

Optisch dringt nun das sehr olivfarbene Grün stärker in den Vordergrund und verweist dabei auf einige rotbräunlichem grüne und gelbliche Highlights.

1stZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / 20 Sekunden (Gongfu)

Nimmt man zuallererst den Duft jener dampfenden Tassen auf, ist dies vor allem ein direkter Verweis auf einen sehr süßlichen Backstuben-Flair, der sich typisch keksig blumig entfaltet. Im vorderen Bereich entwickelt sich mit dem ersten Schluck ein sehr rauchiges mit dezenter Herbe beseeltes Gefüge, welches mit einer unheimlichen Würze versehen zu sein scheint, die sehr an Brot – Anis und Kardamon bzw. Lebkuchen in Folge erinnert. Die hellst bernsteinfarbenen662014154815Tassen, verweisen auch am Ende jenes ersten Schluckes auf sehr keksige Anleihen. Versiegt dieser Flair erstmals, folgt darauf ein recht steiniges Unterfangen, welches man vor allem am Gaumen und dem hinteren Teil der Zunge vernehmen kann. Dieser rauchig holzige Flair hinterlässt hierbei aber nur einen sehr dezenten Abschluss aus etwas kühlend minzigem. Dieser gelungene662014155317Auftakt verweist in seinen fruchtigen Aspekten nicht nur rein auf Getrocknetes, sondern auch auf sehr süße rote Äpfel und Birnen, aber verstärkt im Sein ihrer Schalen. Ein minimales Echo von eingelegter Kirsche bildet hierbei das Schlusslicht im obstigem Zusammenspiel. Mit feinstem Hauch von Zimt, hält sich jener Tropfen ungemein lange in seinem Nachgeschmack.

2ndZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / 30 Sekunden

Der mineralische Aspekt und sein darauf folgender kühlender Abgang sind in jenem zweiten Akt wahrlich massiver vertreten. Generell entwickelt sich alles im Gesamten weitaus eleganter und dichter in all seinen bisherigen Aspekten, nur in etwas anderer Reihenfolge. Denn diese setzt sich zuallererst aus einem Patisserie Bereich zusammen dessen Nuancen sehr auf Kekse, duftende Backstube und66201416214Lebkuchen abzielen, mit einigem an Haselnuss bzw. Haselnusscreme. Dabei zieren Pinienkerne und Co die Süßspeisenkarte weiter und lassen einem somit noch etwas länger in einem Segment schwelgen. Auch der Obstanteil in seinem mehr an Schalen alla Birnen, Äpfel und nun auch Weintrauben, ist hier weitaus intensiver vertreten, als noch einen Akt zuvor. Selbiges geschieht auch mit dem66201415586Blumigen in dieser genüssliche Runde. Dennoch bleibt nicht gänzlich alles beim Alten, denn jener sehr würzig kühlende Flair hinterlässt einen wahrlich starken Bezug auf einen sehr parfümierten Flair. Die Hinterlassenschaft hält sich auch hier wahrlich lange auf Gaumen und im Mundraum.

WeitereZubereitung: 95° / 8g auf 200ml / 40/50/60 Sekunden

Geschmacklich verbleibt alles wie gehabt und somit im selbigem Segment, einzig und allein die Herbe und das rauchige im Gefüge weicht nun weiter gen6620141649Randgegenden. Dafür entwickeln sich seine süßlich und säuerlichen Reize immer markanter in den Vordergrund, während der gesamte Ablauf am Ende bis auf ein sechstes, vielleicht sogar siebentes Mal ausgedehnt werden kann.

Fazit2.0

Zwar reicht es nicht ganz für das goldene Podest, welches seinem nur leicht gerösteten Bruder bestimmt war, aber dennoch genoss ich diese Tee-Runde sehr und vor allem die elegante Komposition aus geröstetem Flair und steigendem blumigem im Gefüge, empfand ich als sehr gekonnt komponiert. Somit verbleibt mir nur noch ein „Exzellent“ zu etikettieren und somit das Ende jener Teestunde zu verkünden.

Aroma: Gärend / sehr Holzig / gekonnt Würzig / nachziehende Adstringens / feinstaubig bis steigend Blumig / etwas Brotig / gutes Maß getrockneter Frucht / feinst Süß Tendenz steigend / dezent Minzig / Im Dampfenden Rauchig / etwas Mineralisch
Holzig alla alter chinesischer Möbel, getrocknete Feigen, Rosinen und etwas Pflaumen, Kardamom und Anis, dezent Schokolade, brauner Zucker bzw. karamellisierter Zucker, Multivitaminsaft, brotig und keksig.

Geschmack: Duftend Blumig und steigend im Geschmack / süßer Backstuben-Flair / unglaublich Würzig / recht Steinig und kühlend Mineralisch / gekonnt Rauchig&Holzig / gutes Maß an Obst / Parfümiert / leicht Nussig
Massiv Blumig, Keksig, mit Anleihen von Lebkuchen und Haselnusscreme, Pinienkerne, Kardamom und Anis, minzig, getrocknete Feigen, Rosinen und Pflaumen, etwas an Zimt und eingelegten Kirschen, roten Äpfeln, Birnen und Weintrauben – vor allem im Sein ihrer Schalen.

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

It took my some time but now a day later as usual I am going to release another review here on ZeroZen. It is also a special day for me because ZeroZen reached 15000 viewers today and I am so glad and happy about it. Thank you for reading and being such loyal readers. Today it is time for the second – better say traditional first brother of the Da Hong Pao #105 light roasted one I reviewed some weeks before. The difference between this little fellow and the one before is the making process. While the other one was just slightly roasted this one here is much deeper and stronger in his roasting notes as the other one was. But both are made of the same outcome material – a hybrid one between Tie Guan Yin and Huang Jin Gui. The little fellow before went straight to gold let us see how far this one goes.

In this particular case you are going to notice at first a very fermenting woody and spicy aroma inside those a bit smaller but very colorful rolled leaves. Those are indeed very colorful not only but mostly in their black and grey-ish appearance but also with tones of red, yellow and green in certain gradations. The woody flavor reminds me again of Chinese old wood furniture. The astringency level is quite growing especially with the heat adding to it. The flowery aspects are just a hint between all those delicious layers that were and those who will follow. Typical for those types of teas you are going to notice a lot of dried ripe fruits like raisins, plums and figs. But one of the most interesting part of this tea is a certain bready spiced flair of anise and cardamon. Also the sweets aspects aren’t just stuck inside the aromatic space of dark chocolate but also covered with brown sugar or better to say caramelized sugar. Lets get back to the astringency in this case typically most of those flavors are a mixture of some sourly fruits better called a multivitamin juice. Last but not least beside a light cookie hint you are also going to notice a good amount of mint and a very mineral touch to it.

The taste isn’t completely different to its aroma but in a different order when it comes to its nuances showing up. The aroma is very flowery in those very shining light amber colored cups and his aromatic appearance is also growing inside the taste of it from steeping to steeping. It definitely smells and tastes like if you would stand inside a bakery with the finest cookies, bread and other sweet stuff like hazelnut cream and gingerbread you can imagine. And inside this very delicious taste the spicy cardamon and anise flair stays where it was as its aromatic appearance before. Talking about hazelnut before this isn’t the only nutty little fellow showing up in this tasting round also a typical flair of pine nuts is noticeable. Between the dried fruits of figs, raisins, plums and very ripe ones of red sweet apples, pickled cherries, pears and wine grapes (mostly in their main amount of skin) you are also going to notice a fine invisible layer of cinnamon. The tendency of a stony mineral taste is growing as well as the aromatic and tasteful flair of something perfumed. The aftertaste is as usual very long lasting.

This little fellow hasn’t reached a golden position but the one directly under this one with great and respectful reminiscences about his bouquet and colorful taste. The quality is very long lasting and at least steep-able until the 7-8 time without much loss. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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2 Gedanken zu „Da Hong Pao traditionell #105

  1. Hey Versi, mal wieder ein schöner Bericht – aber was ist das denn für ein Tee – der sieht ja seltsam aus! Macht das hier nur so einen Eindruck oder sind die Blätter sehr stark fragmentiert?

    Die Fotos sehen hier aus wie ein Darjeeling Second Flush – bizarr.

    • Vielen Dank erstmals :). Kann ich gut verstehen, denn mir erging es genauso. Die Optik war wirklich etwas ungewöhnlich für eine DHP. Und dein Vergleich trifft es ganz gut 😉

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