Pu’er Wild Arbor Lose

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Allgemeines2.0

Der Rohstoff jenes losen Pu’s stammt tief aus dem Dschungel, weit weg von jeglicher Zivilisation und laut den Angaben von Bäumen deren Alter schon über die 100 geht. Mein persönliches Interesse wandert in letzter Zeit auch auf sehr dunklen Pu-Pfaden, daher hegte ich ganz besonderes Interesse an diesem Shou. Wie sich sein geschmacklicher Charakter schlussendlich geschlagen hat, das erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

DasBlatt

Aroma: Feucht Waldig bzw. Pilzig / dezente Süße im hinteren Bereich / minimalst Kräuterlich & Blumig / Wein-Holzfass-Mischung / minimalst Strohig ~

Schon beim öffnen der Packung muss dieses dunkle Blattwerk keine Sekunde warten, um sich in seiner aromatischen Pracht zu präsentieren. Hier dringen schon im ersten Moment, des ersten Atemzuges Nuancen frischster natureller Umgebung an die eigenen Geruchssinne, deren Essenz ein Zusammenspiel aus waldig-mossbewachsenen Untergrunds widerspiegelt mit einer gehörigen Portion7172014142757an saftigen Pilzen. Zwar klein, wohl nicht viel größer als ein Haus der Schlümpfe, findet man am Fuße eines solchen Baumes ein kleines Knusperhaus mit dezent dunkler, süßer Schokoladenbeschichtung, aber wahrlich sehr dezent. Ebenso nur in einem Hauch verhangen, erweist ein Flair von etwas kräuterlich blumigem einem hier die Aufwartung. Der Holzgeruch als solches ließe sich am besten in Form eines alten Holzfasses mit Korkenverschluss beschreiben.

Optisch ist jenes Blattwerk eine gute farbliche Mischung aus fast schwarzen und ockerfarbenen Elementen eingegangen und neben dem gerolltem Blatt, entdeckt7172014142213man dazwischen nicht nur einiges an Stängeln, sondern auch drei verirrte Samen / Blütenknospen, welche schon hart wie Stein waren.

Im Dampf der Stunde, legt sich jenes knusprig gerollte Blattwerk auf jenem erwärmten Kannenboden kurzzeitig zur Ruh und präsentiert sein Bouquet nun in weit intensiverer Montur. Dieses dringt frisch und dicht kompensiert, nach Ulmenholz nur so duftend an die Geruchssinne heran, dieser Flair teilt sich erneut das Feld mit einem massiv delikat waldigem Grundgerüst, welches aber in 717201415058keinem Moment dem Moder oder einem kellerhaften Sein entschwindet. In diesem Abschnitt merkt man die süßlichen Anteile weitaus mehr, welche neben einer dunklen Schokolade, nun auch nussige Ansätze mit sich ziehen, welche sehr an Cashew und Macadamianuss erinnern. Auch verstärkt zeigt sich hierbei in jener Runde der blumig-kräuterlich, leicht strohige Flair.

Nach dem ersten Waschgang intensiviert sich jener Flair noch weiter und gibt solch eine Pracht an Aromen preis, deren Komposition einfach nur gelungen ist. Jede Nuance sitzt wo sie zu sitzen hat und mundet schon im Vorfeld, bevor überhaupt ein Tropfen die Lippen benetzt hat. Das Grundgerüst jener Komposition erinnerte mich unweigerlich an meine Kindheit, an Bauernfeste am717201415454Land, wo man zusammen in einer großen Runde in umgebauten Weinkellern saß, dort speiste und sich köstlich unterhielt. Förmlich kann man die alten Holzfässer vor sich sehen und das Aroma in sich aufnehmen, in diesem Fall aus Ulmenholz, deren Innerstes schon seit Dekaden mit Rotwein angereichert war und ein Plus an Kork in sich trägt.

Im offenen Sein erkennt man einige Blätter in ihrer ganzen Pracht, welche einen wundervollen Farbübergang aufweisen, der sich von einem rotbraun in ein olivenes Grün wandelt.

dieAufgusse

Geschmack: Ungemein Holzig – Reif und Waldig / Steinig und Erdig / leicht Nussig und dezent Süß / würzig Brotig / sehr Kühlend & Kribbelnd / später Cremig / minimalst Fruchtig / Abschließend trockenes Mundgefühl ~

Zubereitung: 95° / 5g auf 200ml / 20/30/40/50sec/1min

Diese wunderbar Bernstein rost-rötlichen Tassen muten geschmacklich an, wie sie noch vor wenigen Momenten dufteten. Dies geschieht mit einer unweigerlich unbestreitbaren Würze und mit einem sofort kühlenden Gefühl der Lippen und des Rachens versehen. Delikat pilzig, eine Weinmischung in altehrwürdigem Innenleben eines alten Weinfasses, Laub auf steinig-frisch erdigem Untergrund7172014144136und einer gewissen Süße aus leicht nussigen Ansätzen von Cashew und nun auch Haselnuss versehen mit dem dezenten Plus an dunkler Schokolade, spiegeln hier die Essenz jenes Tropfens wieder. Vor allem der würzig kühlende, frisch balsamartige Flair im Rachen ist sehr prägnant und lässt im späteren Verlauf7172014143720sogar die Nasenspitze in ein Kribbeln verfallen, als wäre sie eingeschlafen. Der Nachgeschmack ist nicht nur lange anhaltend, sondern auch ungemein vielschichtig in seinen Nuancen aus waldigem, leicht blumigem Kräuterbeet und einem kühlenden Gefühl im Mundraum.

Weiters erinnert mich jenes Gesamtbild an ein bäuerlich würziges Schwarzbrot mit Kümmel und vor allem Anis versehen. Erst vor kurzem genoss ich ein saftiges Sauerkrautbrot, welches mich irgendwie an jene Nuancenstruktur erinnerte.

Im zweiten Akt erkennt man eine weitaus cremigere Struktur, aber auch farblich legt dieser Kollege an rötlichen Aspekten zu und dies in weit dunkler Montur. Geschmacklich entwickelt sich der kühlende Flair eher in Richtung „Tief Luft holen und man spürt das Kühlende auf den Lippen“. Intensiv gehaltvoll und erdig-steinig verbleibt es auch hier, gefolgt von einem Geflecht aus süßen7172014144841Ansätzen und sogar in den hintersten Reihen feinst erkennbar, aber minimalst, ein Hauch von Kamille und getrockneten Rosinen mit ein wenig an Schale der Äpfeln vertreten. Nach einiger Zeit erhalten die Lippen ein leicht trockenes7172014144631Gefühl, als wären sie mit einer feinen Schicht belegt bzw. überzogen worden, ähnlich wie jene Salzkruste auf den Lippen, wenn man aus dem Meer, zurück an den Strand gelangt und dort eine Weile in der Sonne den Körper trocknen lässt.

Das bewundernswerte an Pu’s ist definitiv ihre Beharrlichkeit, da sie sich kaum großartig geschmacklich wandeln, aber dafür konstant auf sehr lange Zeit, auf7172014145739selbigem Niveau verharren. Dieser Tropfen ist unglaublich gehaltvoll und bleibt in den weiteren Runde auf gänzlich selben Pensum wie bisher, vor allem das7172014145428steinige setzt sich im Nachhall immer mehr durch. Man kann diesen Tropfen ohne weiteres an die 8-10 mal aufgießen.

Fazit2.0

Zwar schätze ich auch einen alternden, leicht muffigen Keller-Pu auch sehr, aber geschmacklich überzeugte mich jener Tropfen mit seinem frisch, saftigen Wald-Flair und jener gewissen Würze im Geschmack weit mehr. Seine Komposition ist schier einer solchen Eleganz und voll wohlschmeckender Symphonie verfallen, dass man einfach nur noch weiter genießen möchte. Für mich persönlich hat jenes Werk klar einen goldenen Platz verdient. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

So today it is time for another Pu’er tea this time from „Die Kunst des Tees“ a very fine and exquisite tea online store based in Germany. This Pu wasn’t pressed as a bing or cake it came in a loose leave variation and is now waiting to take a closer look on.

The visual part is a nice colorful mixture between shades of black and ochre-brown. Beside the rolled leaves your are going to notice some sticks and twigs but more interesting than that was a discovery on my side of three flower seeds hard as stone between all those leafage. After the heat kissed all those parts with his breath of warmness the most beautiful part in this stage is definitely a very nice color gradient on those nice open up leaves from a very reddish brown to a nice olive green.

The first thing you are going to notice is a very intense fresh natural scent of a soaked by rain forest with a very nice spicy and mushroom-like flair. Very subtle like a hidden small house by the smurfs you are going to notice as little as it is a very fine sweet aroma of dark chocolate and something flowery. When it comes to a forest touch inside the scent of a tea there is no way around something woody. In this case it really reminds me a lot of an old wine barrel – long stored with red wine and sealed with a huge cork. In the heat of a warmed up teapot or later after the first rinse all those aspects are getting stronger in a very delicious elegant intense way. The sweetness stays on the chocolate side but adds some very nutty aspects of cashew and macadamia nuts to it. It isn’t easy to exactly determine the right type of wood you are going to notice inside a pu’er or any other type of tea but in this case it is such a clear fact – Elmwood. Beside a subtle flowery-herbal scent there is also something strawy to it but just a tiny bit. Most of the scent is very fresh, clean and deep forestly but without any moldy touch to it.

Those amber with a touch of rusty red looking tea cups aren’t completely different to their former smell. The taste is very fresh forest like with a great amount on old elmwood wine barks and a very nice earthy-stony touch to it. But there is also again a nice elegant sweetness of dark chocolate and cashew but this time hazelnut to it. Beside that there is a very intense freshness going on which is cooling the lips and the throat – very expressive. The aftertaste is very long lasting in it’s woody-forest touch with a nice herbal and cooling feeling to it. Another very important aspect to it is a very nice bready mixture of a dark bread with anise and caraway and a bit of „sauerkraut“ (sourcrout) to it. In the second steeping the liquor is getting a bit thicker and creamy. Most of the aspects typical for the tenacity of Pu’s are staying nearly the same and this until many next steepings. But not everything is exactly as it was. Later you are might going to notice a very subtle but nice chamomile taste followed by also a very subtle touch of raisins with a hint of apples but only the part of their skin. Last but not least there is a very interesting phenomenon going on in the later steepings. I call it „Saltwater Dryness“. Because after the last sip is done you are getting more and more a very dry feeling in your mouth and especially on your lips. Like sun dried saltwater on your lips – like a fine layer covered your lips bur without a salty taste to it. Just the feeling.

The quality is marvelous and because of that more than deserved a golden rating. I really enjoyed this very delicious fresh and intense forest touch to it and all those small highlights in between. You can steep this little fellow at least until the 8-10 times. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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