Bai Mu Dan 2014

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Allgemeines2.0

Die weiße Pfingstrose, besser bekannt unter Bai Mu Dan ist kein unbeschriebenes Blatt im Universum genüsslicher Teesorten. Dieser Weiße Kollege wird immer wieder gerne, als das intensivere Äquivalent zum Yinzhen herangezogen. Diese Sorte wird rein in der Region Fujian hergestellt und wurde dort erstmals von einem Teefarmer in den 1870ern produziert.

Doch seine Legende geht weit mehr in der Zeit zurück, als seine erste Datierung in Produktion erahnen lässt.

In der Han Dynastie um 206 vor Christus lebte ein junger Mann genannt Mao I mit seiner Mutter zusammen. Beide waren in den Bergen unterwegs, als ein unwiderstehlicher Duft an ihre Nasen drang. Jenen Aromen folgend, gelangten beide an den Lotus See, wo wunderbar duftende Pfingstrosen blühten. Von jener Szenerie begeistert, ließen sich beide an jenem Ort nieder. Einige Zeit verstrich und seine Mutter wurde schwer krank. Es war tiefster Winter und die anstrengende Suche nach einer Heilung machte Mao I schwer zu schaffen, so das er entkräftet in einen tiefen Schlaf verfiel. In jenem träumte er, dass ihm eine Gottheit erschien, die ihm eine Heilung garantierte, wenn er seiner Mutter im Sud eines junges Tees einen Karpfen kochte. Doch dies war leichter gesagt als getan, da in jener kalten Zeit beide Mittel rar waren. Doch als er am See ein Loch in das Eis brach, konnte er nach kurzer Zeit einen Karpfen fangen, doch wie sollte er an frische Teeblätter kommen. Am Heimweg zerbrach er sich immer noch den Kopf, als er plötzlich entdeckte, dass dort wo einst die Pfingstrosen am Lotus See erblühten, nun ein Teebaum stand, der frische große Blätter trug. Dankbar machte er sich auf den Heimweg und kurze Zeit darauf war seine Mutter wieder gesund. Da ihn jener Tee an die Blumen erinnerte, gab er ihm den Namen „Bai Mu Dan“.

Es ist schon ein Weilchen her, dass auf ZeroZen ein Tee im Zeichen einer Legende stand, darum bin ich wahrlich gespannt wie sich jener Tropfen entwickelt. Wie und was es sonst noch zu wissen gibt, das erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

DasBlatt

Aroma: Sehr frisch nach Heu / würzig Zitronig / guter Ansatz an Obst / dezenter Spirituosen Flair / leicht Nussig mit Tendenz nach oben / später elegant Rauchig / ~

Im ersten Moment jener im Zeichen genüsslicher Momente stehender Verkostung, zeichnen sich schon hier solch delikate und vor allem frische Aromen ab, die wahrlich einladend ihre Verführungskünste unter Beweis stellen. Dabei legt jenes Geflecht mit einem guten Anteil seinen Wert auf frisch getrocknetes Heu mit einer guten Menge an Bergkräutern versehen und einer leicht unterschwelligen Zitrus-Schicht die sich unter alle dies mischt. Wenn auch8192014123423säuerlich, aber wenn wir gerade beim Obst verhangen sind, bleibt dieser Bereich nicht nur jenen über, sondern auch einem großen Anteil an Obst mit viel Augenmerk auf die Schale a la Abate Birnen und einigen sehr rot süßlichen Äpfeln. Die dazugehörige Getreide / Nuss Fusion a la Gerste, Macadamianuss und Cashew legt diesem Kollegen auch noch einen leichten Spirituosen-Flair auf, der dezent an Gerstenschnaps erinnert.

Alleine schon die Optik verzaubert in all ihrer Schönheit an Farben und Abwechslung der Formgebung. Hier finden sich lila farbige Stängel wieder, tief saftig grüne Blätter und Spitzen mit dicht weiß haariger Struktur, die an Insektenbeine erinnern.

Nach dem die dampfende Kanne bereit steht und der Inhalt darin seinen wohlig warmen Platz eingenommen hat, treten nun weit mehr Akzente an die feinen Geruchsknospen heran. Seltsamerweise verspürt man hier einen Flair mit dem man wohl kaum gerechnet hätte, nämlich jenem von feinstem dezent rauchigem Beinschinken (Schinken). In seiner folgenden Komposition erinnert mich jenes Konstrukt mit all seinen Trockenfrüchten, Cerealien und Nüssen, an einen 8192014123213perfekt durchwachsenen Müsliriegel. Vor allem der Part der Gerste / Vollkorn mit einer eleganten Mischung aus Walnuss, Macadamia und vor allem Rosinen kann hierbei überzeugen. Jenes dampfende Nest strahlt eine solch süßliche Würze aus, die ihren fruchtigen Anteil nicht nur getrocknetem zu verdanken hat, sondern auch den großzügigen Anteilen von Apfel, Birnen und einem Hauch von Zuckermelone.

Ab dem ersten Bad und nun erweichtem Blattwerks übernimmt die Frucht ungemein die Oberhand. Zwar liegen diese rein von ihrem Platz her behütet von allen Seiten mit duftendem Heu und unzähligen Kräutern umringt, wie in einem Korbgeflecht, aber setzen dennoch den entscheidenden Ton in jenem8192014125246genüsslichen Stück an. Nun ist jener Fruchtanteil weniger im getrocknetem verhangen, als vielmehr im klaren Zeichen von erneut Äpfeln, Birnen und Zuckermelonen.

Optisch entwickelt sich ein schier hinreißendes Schauspiel von solch saftig grün, frisch anmutenden Blättern mit ihren kräftig braunen Stängel, welche fast so wirken, als wären sie erst vor wenigen Minuten frisch gepflückt worden.

dieAufgusse

Geschmack: Ungemein vielfältig würzig Fruchtig / leicht Steinig / dezent säuerlich Zitronig / wenig Kühlend / leicht Nussig / ein Hauch von Gemüse / delikat herbes Zusammenspiel / süßer Anteil wie Süßstoff / Abschließend minimalstes Echo von Fisch ~

Zubereitung: 95° / 5g auf 220ml / 1min/1:30min/2min

In jenen goldenen Tassen vollzieht sich ein Schauspiel der Nuancen, denen es an Reichtum in keinem Atemzug mangelt bzw. in diesem Fall des jeweiligen Schluckes. Dabei setzt jener weiße Kollege vor allem auf drei Stützpfeiler Frucht – Nuss – Würzig. Letzteres folgt im selben Moment in dem man den ersten Schluck verinnerlicht, welches vor allem Auszüge von Rosmarin aufzuweisen hat, wobei man davon noch weit mehr in abgekühlter Montur erleben darf, aber dazu später mehr. Nach diesem ersten Eindruck und einem leicht steinigem Gefilde, folgt einer der Hauptakteure in Form von einer gelungen Fusion aus8192014123710Obst a la und erneut an der Front verankert die Birne, nun aber in der Nashi-Variante, gefolgt von ein wenig an eingelegten Kirschen, roten Äpfeln meist in Manier ihrer Schalen, einem Hauch von Zuckermelone und etwas fein zitronigem, welches die Geschmacksknospen zusammenziehen lässt, was wiederum ein wenig an Schwarztee mit Zitrone erinnert – aber die chinesische Variante. Dazu folgen schlussendlich noch Rosinen, auf die man hier wahrlich nicht verzichten kann. Der kühlende Flair liegt hierbei meist nur in den Lippen und dezent am Gaumen, aber im im Allgemeinen eher leicht, wobei sich aus ihm nach und nach etwas nussiges herauskristallisiert. Dieser Anteil verbucht seine8192014124153Komponenten vor allem bei jenen wie Macadamia und dezent an Walnuss, wobei sich sogar dieser Flair innerhalb seiner Selbst erneut und schlussendlich in etwas minimalst gemüsiges wandelt, das etwas an Edamame erinnert. Der Tonfall wird bei diesem Kollegen zwar ab und an etwas herber in seiner Ausführung, verliert dabei aber niemals die Fassung oder gar sein süßliches Gemüt, welches sich sogar in abgekühlter Montur in einer eher Süßstoff-artigen Ausführung präsentiert.

Apropos abgekühlt. Hier erschmeckt man erst so richtig, was in jenem saftigen Blattwerk steckt und dies ist reichlich und erinnert nicht gerade wenig, an einen Tee a la TCM-Manier. In diesem Sammelsurium an Nuancen findet sich ein8192014124634dezenter Anflug von Ginseng wieder, gefolgt von leichten Ansätzen aus Rosenblüten und Chrysanthemen, wiederum gefolgt von Goji-Beeren (Wolf Berries), getrockneten Longan und Datteln.

Auch in der zweiten Runde, mit steigendem farblichen Goldwert geht die TCM-Power-Trunk Tour weiter, wenn auch nicht viel neues zu verbuchen ist. Das Grundkonzept steht wie eine Eins und bleibt auf selbigem Niveau. Besonders sein unheimlich natürlicher Charakter ist eine wahrhafte Stärke jenes Bai Mu Dan. Man kann förmlich schmecken und spüren wo dieser Tee seine Herkunft8192014124953bezieht. Somit schmeckt man jedes Blatt, jeden Ast, Zweig und jeden Stein aus seinem Ursprung heraus. Neben den würzigen Konsorten ist in dieser Runde noch ein weiterer Gast ganz zuletzt im Echo seiner Erscheinung aufgetaucht und erweist nur am Rande seine Aufwartung in einem Augenblick von gegrilltem Butterfisch.

Doch auch wenn jener Tee seine Stärken zu verbuchen hat, ist seine Langlebigkeit keine davon. Denn spätestens nach dem fünften, wenn nicht sogar vierten Aufguss ist sein Zenit erreicht. Doch besser ein gelungenes Ende, als ein verpasster Anfang.

Fazit2.0

Dieser Tropfen war vor allem dank seiner Reichhaltigkeit und seiner märchenhaften Optik ein wahrer Genuss. Dennoch siedle ich seinen Status auf einem sehr, sehr guten und verdienten „Empfehlenswerten“ und somit dritten Rang an. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

Today it is time for some white tea moments. This Bai Mu Dan was harvested this very year and so is his optical appearance – very fresh and full of deep and juicy colors. But just take a closer look.

Like I mentioned the visual appearance is a very fresh one. You can already see that this type of tea is full of quality. There are a lot of white fury parts, violet sticks and twigs and such fresh green leaves I haven’t seen that often before. But that wasn’t a problem of quality in the past but definitely one of when it comes to the type of this tea. White tea is definitely different that’s for sure. But in this case there is really no end to his freshness. Because after the heat and some boiling water kissed those elegant types of leaves and twigs everything seems even more fresh and juicy deep green as before.

But what about the scent. The first impression was a very fresh major scent of fresh cut hay with mountain herbs and some layers of something sourly like lemon in some way. But this isn’t the only direction which leads to something called „fruit“. There is a lot of fruity stuff going on but a lot of it in the peel of it like in the case of very red and juicy apples and pears. But in this case fruits and cereals with a good amount on macadamia nuts and cashews are going most of the time hand in hand. But the cereals also lead to something else which reminds me a little tiny but just a hint of it of barley booze.

In some way it is strange but very delicate what happened after the Bai Mu Dan found his place inside a warmed up teapot. The first scent is a surprise of smoked ham followed again by a good amount of nuts like macadamia but this time more like walnuts and cereals again. But one of the main attractions are a bunch of delicious fruits like red sweet apples, pears, muskmelon and raisins. After the leaves went through their first bath this is the tasteful place where it stays – in the glance of nuts, herbs and fruits.

But the taste of those golden shimmering cups are even more delightful as the aroma was. The abutment of this little fellow are definitely the ones of nuts – fruits – herbs starting with a flair of rosemary. The cooling effect on the lips and the palatal is quite a slightly one and starting in a very late state of this infusion. But lets skip to the main parts of fruits which are celebrating their own party inside those sweet herbal tea cups with a slightly subtle bitter flair. The first impression in this fruity case was definitely the one of pears but this time more like the Asian version (Nashi), followed by pickled cherries, the peel of red apples, a delicate amount of muskmelon and a sourly finish of lemon which gave the tea a certain flair of a Chinese black tea in some kind of way.

In the aftertaste everything starts with the amount of nuts like again macadamia, cashew and a bit of walnut but later onward this is going to change into a slightly flair of vegetables in the sense of edamame. But the most interesting part is the one after everything cooled down a bit. In this case a very sweet non fruity flavor of something like sugar isn’t just the only new guest in this delicious construct. Now it is time for a bit of TCM because a lot of the following nuances are ingredients when it comes to TCM Chinese medicine. First everything takes-offs with a hint of ginseng followed by dried rose blooms and chrysanthemum. But this isn’t the end of the line because dried wolf berries, dates and longan are also some other delicious dried TCM friends inside this marvelous festival of nuances.

The quality of this fine white tea is a double sided sword. Because on one side the taste is marvelous and brilliant in so many ways. You can taste nearly every aspect out of those deep fresh and juicy leaves. Every stone, leave, twig and all the other surroundings are there like if you would stand directly beside them or better to say in the middle of it. BUT the endurance isn’t as strong as it could be. After the fourth steeping the end is near as near. But it was a great experience and a very recommendable one. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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