Menghai Dayi Dragon Pole (Shu)

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Allgemeines2.0

ZeroZen bzw. meine Wenigkeit ist wieder aus dem Urlaub zurück und dies nehme ich wie versprochen zum Anlass und verkoste heute den wunderbaren Shu Pu’er mit dem geschmeidigen Namen „Dragon Pole“. Es ist nicht sehr viel über jenen Shu in Erfahrung zu bringen, aber jener stammt aus dem Jahre 2011, somit konnte er schon ein gewisses Maß an Reife durchwandern. Was es am Ende über seinen Charakter und seine Qualität zu sagen gibt, das erfahrt ihr nur hier und jetzt, auf ZeroZen.

DasBlatt

Aroma: Feucht kräftig Waldig bzw. Pilzig / dezent Nussig / minimalst getrocknet Fruchtig / ein Hauch Kräuterlich / leichte Süße unter der Oberfläche ~

Schon in seiner noch kompakt trockenen Montur erhascht man einen wahrlich dicht, kräftig waldigen und vor allem in frischer Manier, Flair. Dieser enthält einen starken Charakter aus Pilzen, in diesem Fall Reishii im Geflecht, gebettet9192014115045auf einem Gedicht aus feucht moosigem Waldboden. Dabei ergattert man so manche Haselnuss, welche sie an jenem Boden wiederfindet, so auch einige vereinzelt getrocknete Weintrauben , besser bekannt als Rosinen.

Der kompakte Bruch aus jenem Shu Cake ist nicht so komprimiert, wie man glauben könnte und lässt sich sehr leicht und gut zerteilen, dennoch ließ ich ihn bis auf ein paar wenige Bruchfetzen an Kleinwerk ganz, sodass er sich im Zuge seiner zwei Waschgänge öffnen würde. Vom Gefühl her betrachtet, wirkt er irgendwie griffig, weist daher eine gewisse Elastizität auf und verhält sich nicht so trocken wie man es sonst oftmals gewohnt ist. Die Optik ist sehr einfach und klein, denn großes Blattwerk wird man hier nicht finden. Farblich ist sein visueller Reiz besonders auf schwarz-dunkle Akzente gelegt, mit einigen fein rötlich-braunen Highlights dazwischen. Optisch grenzt sich das minimalistische Krümmelwerk in einem gänzlich schwarzen Farbbildnis ein, sobald die Nässe über jene Blätter ihr dampfendes Gefüge gelegt hat.

Doch der Duft danach, in seiner gebadeten Manier enthält nichts dezentes mehr, sondern verheißt wahrlich satt dichter Aromen. Dabei wird es sehr frisch saftig feucht erdig und dies in noch massiverer Pilz-Reishii Montur. Dazu gesellt sich9192014121949ein Hauch von etwas kräuterlich frischem a la Minze und dezent an Fenchel anlehnend. Minimalst vernimmt man sogar etwas fein süßliches, was leicht unter der Oberfläche schwimmt und dezent an Weintrauben in einem Hauch davon erinnert.

dieAufgusse

Geschmack: Ungemein frisch Waldig & Pilzig / Steinig mineralisch und feucht Erdig / leicht Nussig und dezent-leicht Süß / würzig Brotig / scharf Kräuterlich / später Cremig / minimalst Fruchtig ~

Zubereitung: 95° / 5g auf 200ml / 20/30/40/50sec/1min

Nach seinem ersten kurzweiligen Bad von nur wenigen Sekunden erstrahlten jene Tassen in einem wunderbaren kupferfarbenen Ton, doch dieser Gehalt erreichte nach dem zweiten Bad und anschließend in seiner ersten Runde mit dem eigentlichen Aufguss eine solch intensive Intensität, wie ich es bisher noch nie erlebt habe. Blutrot, in solch einer Dichte und einer teilweise tiefen919201412339Dunkelheit versunken, so etwas erlebt man nur mit einem Dragon Pole, so scheint es. Geschmacklich schmiegt sich mit jedem Schluck ein gewisser Hang an Süße an und endet anschließend in einem Flair von sage und schreibe Vanille bzw. Bourbon-Vanilleschoten. Dazwischen spiegelt sich vor allem viel von dem919201412648wieder, was man schon im aromatischen Feld vernehmen konnte, dazu zählt vor allem ein nun noch intensiverer frisch waldiger Boden, dessen klarer und natürlicher Gehalt wie jener wirkt, als wäre frischer Regen, durch uraltes mineralisches Gestein geflossen und in satt grün moosigem Boden in einer Fusion versickert. Auf dem Weg dorthin spielt vor allem der Hauptakt aus Reishii und9192014121120ein Hauch von Baumrinde eine ebenso entscheidende Rolle. Noch vor dem Nachgeschmack erkennt man dezent den Ansatz von getrockneten Organgenschalen bevor es schlussendlich zum wahren Ende kommt, welcher sich in einer leicht scharfen Kräutermontur ergibt und hierbei meist bzw. verstärkt seine Wirkung im Rachen hinterlässt. Dabei grenzt sich ein letzter919201412159minimalster Funken von dunkler Schokolade und eine feine Spur an Walnuss am Ende von jenem balsamartigen Geschehen ab, aber wie gesagt – wahrlich dezent. 

Von Aufguss zu Aufguss wird jene Farbgebung immer sinister in seiner dunklen Seite der geschmacklichen Macht. Mit dem zweiten (vierten) Aufguss entwickelt sich ein weitaus süßeres Gefüge, welches mit jedem Schluck auch ein Gefühl auszulösen scheint, welches zwar an Adstringens anlehnt, aber nur wenn es um seinen kribbelnde Wirkung geht. Denn in diesem Falle startet jenes Gefühl in der9192014121728Zungenspitze und treibt einem anschließend typisch für jenen Zustand, wahrlich das Wasser im Munde zusammen. Geschmacklich und auch von seiner Dichte an Nuancen verbleibt es weiter auf selbigem Niveau wie schon im Akt davor. In späteren Aufgüssen entwickelt sich das Kribbeln, das Kräuterliche und diese Süße immer weiter gen oben, wenn es um die Intensität geht und dies in einem sehr seidig cremigen Bouquet.

Fazit2.0

Dieser Tropfen ist ein wahrer Dauerbrenner, hält was er verspricht und steigert sich dabei immer um ein Stückweit nach oben. Man kann jenen Drachen ohne weiteres bis an die 8-10 fliegen ohne dabei unglücklich vom seinem Rücken zu stürzen. Dieser Shu ist der Beste den ich bisher genoss, wahrlich köstlich, dicht und ausgewogen in seinem Bouquet. Dennoch fliegt dieser Drache ganz knapp, sehr knapp an einer goldenen Landebahn vorbei und landet genau zwischen dieser und einem sehr verdienten „Exzellenten“ Platz. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

ZeroZen and so myself is back from vacation that means it is time for some nice and unforgettable tea and this little dragon seems like to be one of that kind. His name was spread over the internet and earned some credits because of his dark and distinguished power. So I was a hell of a curious person about what’s really going on with this little fellow. So a friend of mine and his great online teashop called „Chenshi’s China Tea“ send me a great sample and now I was ready to dig deep into every aspect of this wonderful Menghai Dayi Dragon Pole Shu Pu’er from 2011.

Even in his dry stage this compressed but easily to break up part of a cake exhaled such a thick and delicate moister forest flair with a great amount of mushrooms in this case the ones of reishii. But it wasn’t moldy in any second of it in fact this bouquet got even stronger and clear in his presence after the first rinse.

But before that part shows up you might find some single hazelnuts and raisins around this rain forest mossy environment. Color wise the dark side is the main aspect in his visual appearance. Beside a very black-ish look you definitely are going to notice some highlights of something reddish-brown between all of it. After everything felt apart black is what you earn and this is a very small texture – like a lot of broken parts. So let’s get back to the intensity I promised before. Because now you are definitely standing in the middle of a fresh rainy forest with such a natural and delicate flair to it that it is just a pleasure to smell it. But this time the freshness wasn’t just because of his rainy moisture flair but also because of a very fresh herbal part of mint and a small amount of fennel.

After the first rinse the color of his juice was already very intense and in a very nice thick copper look but now in his final taste-able state and so the third rinse I saw something I have never seen before. Because this strong and intense dark thickness in a darkish bloodred color is a fascinating outcome of its own and a pleasure for the own eyes to see. The first sip always offers something sweet to it and ends in a textual feeling of vanilla / bourbon vanilla beans. But between this and a fine flair of dried orange peal and some wine grapes you get what you might smelled before. And this happened in a very intense and thick moisture rain forestry way with such a great and natural mineral taste to it like if fresh water flowed through old and ancient mineral stone and ended finally into the wood where it trickles away into fresh and thick green moss. On his way trough all this you also might notice one of the main actors like the reishii mushrooms and a hint of tree bark. At the end of the line there is something waiting which is best to be described as a very spicy and pungent herbal feeling in your throat. But there is still something at the very very end of it that delimits themselves from this whole scene a bit but just in a very subtle way – the taste of dark chocolate and fine layer of walnut.

Later onward the color is getting more and more sinister in his dark power. With later steepings his juice is getting sweeter and sweeter but this sweetness has the same outcome like normally the astringency does – a very tingling feeling on your tongue followed by a mouth watering ending to it. All got a bit creamier but the density and intensity stayed the same for a very long time at the same kind of level.

Now lets get to my final statement. I really enjoyed this dark fellow a lot and it was definitely the best Shu Pu’er I had until now. I really liked his whole nature and like everything unfold in such a delicious and intense way. His color was just a dream for it self to look at. The decision was hard to make where he should find his place at ZeroZen because it was really a great piece of tea and it nearly made it to a golden status but just missed it at the edge of it. So this is a fine and definitely worth trying tea that’s why it received my official „Excellent“ rank. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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