Yiwu Gushu Mini (Handmade) Tuocha 2014

yiwuminibanner
Allgemeines2.0

Es mag für den ein oder anderen seltsam erscheinen, wenn bei jemandem die Tränen Hochsteigen wenn eine geschätzte Kanne in unzählige Teile zerbarst, doch genau dies geschah spät in der Früh von Samstag auf diesen Sonntag. Ich schätze mich dennoch Glücklich jenes wundervolle Kunstwerk von Petr Novak fast eine Woche in meinem Besitz gehabt zu haben. Somit ist es auch ein Abschied mit jenen ersten und auch letzten Fotos in dieser nun wahrlich ganz besonderen Review auf ZeroZen.

Yiwu anvanciert immer mehr und mehr zu meinem Top-Favoriten wenn es um Pu’er Anbaugebiete geht. Nun ist es heute eine Miniversion eines Gushu’s (Altebäume), dessen Wurzeln an die 200 Jahre alt zu sein scheinen, der nun langsam und zum letzten Mal seinen eleganten Körper in jener Kanne preisgab. Zu Ehren an die große Kunst eines Mannes den ich für seine Gabe, dass zu formen was mein Herz fühlt, aus tiefster Seele bewundere, gibt es nun nur hier und jetzt den letzten Auftritt aus Metallic-Kobaltblau auf ZeroZen.

DasBlatt

Aroma: Feucht frisch tropisch Waldig / sehr dicht intensives Aroma / Faden aus dezenter Süße / florales Wiesenblumengeflecht / ein tierisches Aufflackern / Hauch von Fruchtgummis ~

Schon beim öffnen der Packung erhascht man eine solch intensiv tropisch waldig frische Woge, wie ich es bei Sheng Pu’er unheimlich liebe. Auch wenn noch alles in jener eng kunstvollen Kugel im Trockenen schwelgt, spürt man förmlich das Saftige, das einem hier genüsslich entgegenströmt. Das diesem Gedicht aus1012014164137Aromen auch ein leicht dezenter Faden aus Süße zu Grunde liegt ist wahrlich nicht abzustreiten und schwingt dabei in einem floral duftenden Lied aus Wiesenblumen vor den eigenen Sinnesknospen hin und her.

Der Ball der Nuancen lässt nicht viel erahnen, was für eine Art Blattwerk in ihm ruhen wird, da sein Äußeres sehr kompakt verarbeitet scheint. Dies bewahrheitet sich schließlich auch, da seine Struktur erst nach einem zweiten „Rinse“ (Waschgang) erweicht wird und man mit etwas Fingerfertigkeit schlussendlich auch den Rest entwirren kann. Farblich erinnert jenes Bildnis an zusammengerolltes frisch grünes Laub mit einigen herbstlichen rotbraun Tönen bestückt. Offen fühlt sich der Yiwu hin und her gerissen, da sowohl etwas graziles im zu Grunde gedeiht, aber auch eine zerrissene Struktur offenbart.

Interessanterweise eröffnet jeder neue Akt, etwas gänzlich Anderes. Yiwu zählt nicht ohne Grund, wie schon erwähnt zu meinen Pu Favoriten und die Gründe liegen auf der Hand. Nach dem zweiten Waschgang kristallisiert sich im Dunste des Moments ein solch unerwartet und eigenwilliges Gemisch aus jenen feuchten Blätter heraus, welches einerseits an tropisch feuchten Wald in einer schwülen101201417231Sommernacht erinnert, als auch in gewissen Ansätzen an etwas Tierisches. Dies erweist aber nur in einem Hauch eines Aufflackerns den eigenen Knospen die Ehre in Anleihen an Leder und Schaffell. Doch schon einen Wimpernaufschlag später entdeckt man sogar einige süße Komponenten, die in ihrer Wirkungsweise gekonnt an Fruchtgummis mit Beerengeschmack im Aroma erinnern.

dieAufgusse

Geschmack: Ungemein tropisch Waldig / knisternd Elektrisch / elegant und langanhaltend Komponiert / dezent Süß / steigernd Fruchtig / Ansätze aus Nussigem / später etwas Steinig ~

Zubereitung: 95° / 6g auf 150ml / 20/30/40/50sec/1min

Was so gelblich schimmernd in den Tassen wartet, ergibt sich im Mundgefühl in Folge sehr cremig elegant in seiner Federführung. Dabei legt sich ein fein elektrischer Film über die Zähne, der jene mit feinen Impulsen förmlich zum knistern bringt – fast so, als würde man eine Alufolie zwischen den Zähnen hin101201416472und her reiben (wie die Verpackung von Kaugummis). Dabei wird dieser Kollege nie bitter, hält man sich an ein gewisses Gefühl im Spiel der Sinne oder eine Zeitvorgabe, je nach dem. Seine gekonnte Komposition kann nicht nur dank1012014165146wahrlicher Ausdauer voll und ganz überzeugen, sondern auch der Nuancen wegen, welche sich meisterhaft entfalten. Dies beginnend mit einem leichter Hintergrund aus Zuckerwatte, entwickelt sich nach und nach in etwas das dezent1012014165442an Kirsche mit einigem an nussigen Kernen im Begleit erinnert – als auch an jene von Weintrauben. Nicht zu vergessen ist der Grundgehalt jenes eleganten Kollegen in seiner Kraft vor allem tropisch waldig, dessen Essenz solch eine natürliche Frische und Energie verströmt – einfach Großartig.

In späteren und somit auch wahrlich unzähligen Aufgüssen bleibt sich jener Tropfen im Grunde stets treu und wiederholt immer und immer wieder sein1012014165811Talent in seiner Komposition. Dennoch schließen sich einige neue Akzente wie jene von etwas Steinigem an die folgenden Akte an, als auch Steigerungen in den101201417530obstlastigen Nuancen. Dabei erkennt man vor allem den Gehalt von Nashibirnen. 

Fazit2.0

Es war wirklich eine Schande, dass der Tageshimmel immer mehr in die sinisteren Züge des Abends eintauchte und somit die Fotosession etwas knapp gehalten werden musste, da man diesen Kollegen wahrlich noch lange, sehr lange beiwohnen hätte können, was ich auch hinter den Kulissen tat. Was mich am meisten überraschte war seine unglaublich gehaltevolle Qualität und dies trotz jener klein kugeligen Form, denen man so oft eher mindere Qualitätszüge nachsagt. Dank dieser eleganten Dichte der Aromen und der gekonnten Kompostion, kann man diesen Sheng ohne weiteres bis an die 10mal aufgießen. Für mich war dies nicht nur nachhaltig ein besonderes Erlebnis dank des Geschmacks, sondern auch wegen der wunderbaren Teekanne die Teil dieses Moments war. Ich hätte es im Vorfeld selbst nicht glauben können, aber jene kleine Kugel hat mit Recht einen Goldüberzug verdient. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

That this very review indicates a special meaning for myself is a true fact. Not only because of this Yiwu Pu’er itself but most of all because the teapot with the metallic sandy look from Petr Novak I just bought this week got shattered in endless pieces on the floor last night. Even it was just a week old it already was one of my most loved teapots. So this was the first and last time I was able to show this little masterpiece to the world. Beside that sad fact Yiwu is one of my favorite Pu’er regions and this small balls got me really curious if they could keep up with their bigger counterpart cakes. Just take a closer look.

Even in his dry stage the aromatic appearance in this small and art skillful manually rolled ball is one of its kind. There is so much forestry tropical freshness which develops from the surface of this mostly green with some reddish brown highlights mounted Gushu Sheng which is just such a great development I wasn’t expecting it at first. Even in this stage there is so much juiciness to it with a fine sweet layer and a floral surface of some field flowers in some sense.

At least there are two rinses and some handwork necessary to open the ball up completely the show what’s really inside. Most of the leaves are not preserved in their whole nature but you definitely are going to notice that quality lies between those fine juicy green and reddish brown leaves. The scent to it is even deeper and stronger in his tropical forest parts and freshness. But now more in the feeling of a warm sticky summer night with a subtle hint of leather and sheep fur to it but just in the blink of an eye not longer. The sweetness which followed resembled the flavor of sweet wild berries fruit-gums.

Now lets get to the taste in those creamy yellowish teacups. With every sip you take there is something following which could be described the best as a electric crackle on the teeth like if you would rub aluminium foil between you teeth. If you stick to a balanced feeling of when you should strain of the tea or some steeping times this Yiwu will never get bitter in any moment of those great once which might follow next. His marvelous composition starts with a sweet hint of cotton candy followed by the already known fresh deep moisture tropical forest nuances of 200 years old trees. Later you might notice again some small hints of cherries in combination with something nutty to it a bit like wine grape stones.

The intensity and power stays the same for countless following steepings. Some aspects might be new to it like something elegant mineral stony and a stronger gaining fruity aspect now mostly noticeable in the sense of nashi – asian pears.

I wasn’t expecting much at first because normally it is said that small pressed pu’er are not made of good chosen material but in this case it was exactly the opposite. This fine Gushu Yiwu was marvelous in every moment I enjoyed this session. And now later onward I even hold this moment closer than before because it was the last and first time I was able to show you this nice and fabulous teapot by Petr Novak (the sand cyan-dark grey one). And in the end those small balls got covered in ZeroZen gold. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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3 Gedanken zu „Yiwu Gushu Mini (Handmade) Tuocha 2014

  1. Thank you for keeping this blog. It is fantastic with great photos.

    Following your advice and links page I have just received my order of this tea and few other teas from Die Kunst des Tees who was a pleasure to order from.

    I absolutely agree with your comments on this young tea. It is already a very nice tea and I have no doubt it will get even better with time. This is the first time I drink such young pu’erh and Yiwu once again has not let me down. On top of it I love the colours of all these leaves.

    Rui

    • Ahoi Rui,

      I am honored to hear such nice words from you. I am happy that I was able to help you out with your tea-order decision. True this tea was really a great one. Thank you for you comment and following my blog. By the way I am very curious where you come from?

      Philipp

      • Hello Philipp,

        You are most welcome.

        My parents are Portguese from Lisbon albeit I was born in Africa. My name is Portguese something Portugal adopted few centuries ago from China when they were travelling all over the world.

        Today I am sipping Yinzhen (silver needle) tea that I also ordered at the same time as I ordered the pu’erh. Due to my tendency of getting kidney stones I need to drink white or green tea not just dark coloured teas.

        Hopefully you will be getting better soon so that you can indulge everyone with another tea review.
        Kind regards.

        Tschuess,

        Rui

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