Wuyishan Yancha Guoxiang Rougui

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Allgemeines2.0

Ein Rougui Wuyi Kollege ist eher ein seltener Gast bei ZeroZen, nicht aus einem bestimmten Grund heraus, aber vielmehr weil es bisher selten zu diesem Vergnügen kam. Auch hier gilt „umso länger er reift, desto mehr steigert sich sein Charakter und lindert den Holzkohle-Flair mit jedem Jahr nach unten“. Hierbei gilt, dass man ab dem Datum an dem jener Tee erstellt wurde, man ihn am Besten zwei Jahre lang ruhen lässt, bevor man ihn genießt. Ich denke ich warte hierbei nicht solange und berichte euch nun davon, ob auch ein 2014ner sofort auf die goldene Straße zu läuft oder am Ende in eine Sackgasse abbiegt. Wie auch immer der Ausgang endet, das erfahrt ihr nur hier und jetzt auf ZeroZen.

DasBlatt

Aroma: Unglaublich kräftig Nussig mit säuerlicher Note / gut durchzogener Anteil an Trockenobst / in Wein getränktes Holz / ein Hauch von Lakritze / massiv Rauchig – feuchtes Blatt / durchgängiger Flair von Preiselbeerschinken / leicht scharfe Note / ein dezenter Anflug von frischem Obst ~

Eigentlich war ich es bisher eher gewohnt das Rougui einem mehr oder weniger zartem Touch einer Röstung unterzogen wurden, in diesem Fall steigt jenes knusprige Blattwerk doch sehr direkt und massiv in jenes rauchige Gefilde ein und setzt gleich von Beginn an auf ein sehr kräftig nussiges Aroma mit einer feinen säuerlichen Note beseelt, welche ein wenig an altes rustikales Holz in Rotwein getränkt erinnert bzw. den Anschein versprüht im Dunst alter11212014181833Weinfässer gereift zu sein. Sehr markant erkennt man unteranderem auch den Trockenobst Anteil in diesem anfänglichem Stadium seiner Pre-Verköstigten – Existenz. Doch dieser reife Flair aus Feigen und Rosinen kommt hierbei nicht alleine um die genüssliche Ecke, sondern wird von einem nicht unwichtigen Prozentsatz an Lakritz-Wogen begleitet. Der nussige Anteil ist eine gekonnte Fusion aus Kürbiskernöl, Kürbiskernen und einem Schlencker hin zu Walnuss am Ende jenes Unterfangens.

Später bettend im Tee-Saunabereich einer aufgewärmten Kanne bzw. nach dem ersten genüsslichen Bad jener aromatischen Blätter entfalten diese ihr wahres duftendes Potential. Dieses zeigt nun, um auf den Anfang zurück zu kommen, einen wahrlich massiven Antrieb von rauchigen Holzkohle-Elementen bestückt mit einer solch herzhaft-süßlichen Mischung die es in sich hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Hier sprang mir schon im ersten Moment ein solch markanter Duft entgegen, den ich gerade in letzter Zeit nur allzu gut kenne: jener von11212014181649Preiselbeerschinken. Damit ist keiner dieser fettreichen oder italienischen Parma-Sorten gemeint, sondern typischer Deutsch/Österreichischer fettarmer Schinken mit Preiselbeeren gereift und bestückt. Durch diesen neuen nie dagewesenen Umstand erschließen sich gänzlich ungeahnte Ansätze, die vor allem nach und nach in etwas leicht scharf säuerliches abdriften und dabei in vielen Zügen an Senfkörner erinnert bzw. an süß-scharfen Senf. Dabei schwebt wahrlich leicht und dezent im Untergrund etwas an Hauch von Himbeere mit in diesem genüsslichen Auftakt der Sinne.

Auch die Optik verzeichnet wahrlich dunkle Zeiten, aber im guten Sinne. Denn schon alleine an dem fein meist lang-gerolltem Blattwerk erkennt man, dass jener Kollege nicht wenig geröstet wurde. Farblich besticht dieses Werk durch ein gänzlich dunkel Kobaltblaues-Antlitz welches in günstigem Lichteinfall leicht 11212014185722Violett schimmert. Auch im erweichten Sein seiner selbst bleibt ein leichter Schimmer jener farblichen Nuancierung Bestand und setzt nun aber vielmehr auf sehr dunkle saftige Grüntöne, während sich die Blätter, typisch für jene Gattung, meist nicht zur Gänze öffnen.

dieAufgusse

Geschmack: Ungemein massiv dicht cremig Nussig und Kakao-lastig / subtil Säuerlich / elegant herzhaft im Sein von Preiselbeerschinken / steigend Rauchig, so auch im Mineralischem / sehr Ausdauernd ~

Gongfu-Style: 95° / 6g auf 150ml / 20/30/40/50sec/1min

Vom Duft zum Antlitz und nun zu den eigentlichen Tassen, in jedem dieser Phasen ist es ersichtlich dass hier jemand kräftig und eifrig am Rösten war und dieser welcher hat sein Werk wohldurchdacht vollzogen. Somit ergibt sich gleich zu Beginn eine wunderbar satt rostrot-bernsteinfarbene Tassen-Pracht, welche cremig und geschmeidig die Kehle benetzt, dass es einfach einem Vergnügen11212014182324sondergleichen gleicht. Auch hier setzt der Geschmack nahtlos an, wo der dampfende aromatische Einstieg seinen Anfang setzte: Bei nussig Rauchigem. Doch dieser Flair wandelt sein Kleid schnell in einen wunderbar süßlichen11212014182713Nachhall von Kakao. Ein säuerlicher Begleiter ist hierbei immer ein Thema, bezieht sich aber in jenem Fall nicht mehr auf den Bestand von Senfkörnern, dafür lässt der Nuss-Charakter nun die Haselnüsse sprechen und hebt diese gekonnt hervor. Was Bestand hat, ist stets ein gewisser Anteil im Sein von Schinken mit Preiselbeeren.

Wie auch im Akt zuvor, bildet auch nun die Behandlung dank der Holzkohle den Anfang, Mittelteil und Endstück in diesem genüsslich delikaten Spiel der Sinne, sozusagen Omnipräsent. Die dampfenden Haselnüsse wurden nunmehr zu einer11212014184442Haselnusscreme verarbeitet und bilden mit dem Hauch dunkler Schokolade das Zentrum in diesem massiv dicht Holzkohle durchzogenen Geflecht. Dabei bleibt11212014183643am Rande immer ein Teil von Preiselbeeren mit feinstem Schinken bestehen. Wahrlich ein außergewöhnlicher und genial komponierter Flair.

Dieser Tropfen bleibt sich ungemein lange und dabei auf eine intensive Art und Weise treu. Der rauchige Aspekt mit dem Fokus auf Haselnuss-Schoko in der Kombi mit dem Hauch an Preiselbeerschinken verbleibt ebenfalls bei jedem11212014185048Aufguss auf seiner Position und denkt dabei nicht daran diese zu wechseln oder gar einem anderen Charakter zu überlassen. Dennoch fügt sich unter all diese Nuancendichte ein neues Geflecht hinzu, welches nun den mineralischen11212014185347Hintergrund jenes Rougui gekonnt hervorbringt und sich von Runde zu Runde steigert. Ein Kribbeln oder gar ein kühlendes Unterfangen vermerkt man hierbei eher nur am Rande bzw. kaum, was eigentlich recht unüblich ist, kann mit unter aber auch an der starken Röstung liegen.

Fazit2.0

Im Grunde hatte ich bisher noch nie eine Sorte die mir aus der Wuyi-Ecke gänzlich missfiel, im Gegenteil. Und so avanciert auch dieser Tropfen zu einem Kandidat der diese Verkostung im wahrsten Sinne verzauberte. Zwar reichte die Magie nur für einen intensivst grünen exzellenten Schein, aber dafür mit allen Ehren und wohl verdient. Es muss am Ende nicht immer Gold sein, um unvergesslich zu bleiben. Vor allem fällt es bei diesem Kollegen wahrlich schwer sein dichtes und intensives Unterfangen einfach so aus dem Gedächtnis zu verbannen, in anbetracht seiner unzähligen Aufgussmöglichkeiten welche gut und gerne bei 10 angesiedelt sind. Nun geht ZeroZen in eine kleine Winterpause über die Feiertage hinweg, wünscht euch ein besinnliches und frohes Fest und einen guten Rutsch in das Jahr 2015. In diesem warten unzählige neue Highlights aus der Teewelt auf euch und ich bedanke mich von ganzem Herzen, dass ihr mir bis hierin gefolgt seit. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal am 4.1.2015, Sonntags auf ZeroZen.

theupshot

First of all I want to thank you all for constantly staying at my and ZeroZen side, reading and following my journey through tea and for all those many kind words and compliments I received until now. Thank you that means a lot to me. Why this speech? Because soon it is Christmas and a new year is knocking at our doors. So because of this I am going to take a break during this Christmas season and the next review is a fresh and new one in 2015 – exactly said on the 4th of January. So before I start with this fine and deeply roasted Rougui I want to wish you all a Merry Christmas and a happy New Year in advance.

So like I mentioned just a second before today it is time for some Wuyi again. So lets take a closer look. The visual part is very darkish cobalt blue in all his dry moments with a shining shimmering purple color especially noticeable in bright daylight laying his rays on them. Fine elegant and mostly long rolled is their visual nature with not much fine or broken parts to it. Later after a hot rinse kissed their crispy skin the leaves aren’t completely unfolding but stayed inside the same coloration if it comes to dark ones but in this stage more dark green nuances.

But just lay the visual part aside and lets take a closer look at their aromatic side. This one is deep and strong from the very first moment. Not only in their coloration but now you are definitely going to notice that the roasting process was a quite strong one and in this case not long ago because it was made in summer of 2014. In most of the cases it is said to leave a roasted tea untouched for at least 2 years before you enjoy it but I wasn’t ready to wait that long. In such cases a stronger noticeable firing isn’t a total surprise. Starting with a very intense nutty flavor there is always something sourly going on in between. In some moments it really reminds me of a sometimes already mentioned flavor of old wood soaked with red wine. Where wine is showing up his delicious scent a little bouquet of not so less presented dried fruits like figs and raisins isn’t far. But this isn’t the end of the line some following aspects really caught my attention. One was a nice and not less recognized flavor of licorice and the other one was the great fusion inside the nutty aspects in this case it was a well composed mixture between pumpkin-seed oil, pumpkin seeds and a fine layer of walnuts.

After the the first rinse took place you are definitely going to notice his deep roasted flavor now with all his facets and also sweet moments following. Because between all those charcoal aspects there is something happening – something new and it surprised me but also like a thunderbolt stroke me within a second and I knew what it was. It might sound strange and I do not even know if such kind of a low-fat ham even exists in your place but here we got something that is called „Preiselbeerschinken“ in English „cranberry ham“ Sweet and hearty on both sides. But there is more. After this fine sweet hearty aspects took place I noticed something more – a nice sourly spicy flavor of mustard seeds or honey mustard in some sense. Very far deep in the back you might notice a small hint of raspberries.

Now comes the creamy and very delicious part within those rusty reddish looking amber colored teacups. Fitting in seamlessly to its former dry/wet leaves stage many aspects stayed the same as a very nutty one but now also dark chocolaty flavor which are some main aspects of this tasteful show. The roasted smokey part is definitely the king of those prince and princesses underneath his invisible wings holding everything together like an angel keeping you save from any harm. And again there is cranberry ham as in this whole session it was but the nutty aspect changed a bit and turned his clothes into hazelnut and later onward hazelnut cream.

In later infusions this fellow stayed nearly the same: strong and persistent in his tasteful character. There is not much tingling or cooling going on but after some steepings the mineral character of his true nature gets more and more through.

I must admit this wasn’t a total goal and not golden but very close to it. I really enjoyed this fellow because there was a lot to be enjoyed for at least 10 times. Even it had a very strong roasted character it was very well balanced and composed inside every step of it. So again I wish you a beautiful day, a wonderful Christmas and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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