Wuyi Rou Gui Premium

WRGBanner
Allgemeines2.0

Gerade in letzter Zeit bin ich sehr auf die Gattung „Rou Gui“ gekommen, daher war es für mich eine logische Schlussfolgerung mich dieser vermehrt zu widmen. Gerade bei Sorten aus der Wuyi Region handelt es sich um meist sehr geröstete Varianten, daher empfiehlt es sich bei jenen besonders, sie erst ca. 2-3 Jahre nach ihrer Entstehungszeit zu genießen. Doch bei dieser besonderen Art erhalten von „Die Kunst des Tees“ handelt es sich um eine Sorte die man sofort genießen kann, was dem ein oder anderen Ungeduldigen, zu denen ich mich auch zähle, zu Gute kommen wird. Nun sollte ein wirklich guter Rou Gui vor allem eine Fruchtige und Zimt-lastige Spur beinhalten, ob dies auch in diesem Fall zum Ausdruck kam und was es sonst noch zu entdecken gab, das erfahrt ihr nur hier und jetzt auf ZeroZen.

DasBlatt

Aroma: Ungemein dicht schokoladig mit einem Krönchen an Zimt / stets rauchig, aber nie übertrieben – später mit dem Plus an Adstringens / reif Fruchtig im Erhitzten, vielseitig Süß / später mehr und mehr Mineralischer ~

Schon der erste Atemzug bringt einem jene erwünschten Arten-typischen Ansätze wieder, die man sich laut „Wie es im Buche steht“ erwartet hat. So zeigt sich gleich zu Beginn in jenem herbstlich anmutenden Werk ein Geflecht aus hitzig Kohle durchzogener rauchiger Montur mit einer Spur an Zimt an einem26201516250Ende, gefolgt von einem dichten Zusammenspiel aus dunkel edler Schokolade und getrocknetem Obst-flair aus Pflaumen und Rosinen mit einem Hauch an Feigen am anderen Ende der Genusskette.

Wo der Genuss einen in Richtung Herbst verschlägt ist es die Optik die hier weitaus intensiver in jener Jahreszeit schwelgt. Man findet unter all dem Laub und erdigen Tönen eine Menge an Feinwerk auf dessen Dichte sich hier und dar gewichtig anmutend längliche Miniatur-Baumstämme niederlassen, deren26201516534farbliches Spektrum zwischen einem intensiven Schwarzverlauf hinzu einem dunklen Grau-Blau tendiert und am Ende einige Highlights an Rotbraun-Nuancen aufzuweisen vermag. Auch im erweicht hitzigem Gemüt ändert sich die herbstliche Stimmung nicht und verbleibt, zwar nun etwas saftiger in jenen Grün-Rotbraun erdigen Tönen.

In aufgewärmter Kanne entwickelt sich ein rauchig adstringentes Netz dessen dichte Waben von einer solch intensiven Süße an reif trockenen Früchten durchtränkt scheint. Nach einem genüsslich erhitztem Badegang steigert sich dieses Bildnis an Süße in überschwängliche Höhen und vollzieht dabei einen262015165717Tanz aus solch süß betörenden Gefilden dessen Rhythmus im Takt von Wein schlägt. Dabei ist es stets eine süßliche Mischung aus Weingummis und chinesischem Pflaumenwein mit einer zusätzlichen süß massiven Schicht an Hibiskus und Hagebutten Konfitüre beseelt, dies verteilt auf einer intensivierten262015165428Woge an trockenen Früchten a la Pflaumen und Rosinen mit einer fein abschließenden Duftnote an Zimt. Diese wunderbare Komposition an dicht süßem Geflecht tendiert nach steigendem Aufguss aromatisch mehr und mehr in eine rauchige Fraktion bis hin zum Mineralischem.

dieAufgusse

Geschmack: Unglaublich vollmundig süß Rauchig / fein Adstringent / stetig schokoladiger Faden / reif fruchtig mit dem Plus an Nuss / Hauch von Wein und dem Finish im Kräuterlich-Mineralischem ~

Gongfu-Style: 90-95° / 5g auf 150ml / 20/30/40/50sec/1min

In jenen intensiv Kupfer-Bernstein-farbenen Tassen entfacht ein wahres Feuerwerk an Nuancen im eignen Mundraum ein unvergessliches Fest der Sinne, dessen vollmundiger Geschmack jeden Gaumen in Begeisterung verfallen lässt. Fein adstringent dicht zieht sich jenes Knistern über die eigenen Knospen hinweg und bereitet dabei jeglichen Sinnen in süß rauchiger Montur mit einem leicht26201516854kräuterlichen Finish im Abschluss wahre Freuden des guten Geschmacks. Vor allem der natürlich kräuterliche Aspekt ist dabei unverkennbar und wunderbar klar definiert. Süß spiegelt sich vor allem der dichte Ansatz an dunkler Schokolade am Gaumen wieder und schlägt dabei gekonnt gleichsam eine Brücke hinzu rauchig holzigen Unterfangen, welche ein restliches Aufkommen262015161241an erneuter, nun aber reif fruchtiger Süße mit sich ziehen, in diesem Fall abermals Rosinen und Pflaumen. Doch wandern diese beiden nicht im Alleingang jene Pfade entlang, sondern legen eine feine Spur aus Pinienkernen und Mandeln, während ein drittes und somit letztes Mal ein kurzes süßes 262015163443Aufflackern zu vernehmen ist, diesmal in einem Nachhall aus dezent spürbarem Lebkuchen. Auch wenn dieser Ansatz der Letzte zu sein scheint und er im Grunde nicht massiv in seiner Stärke ist, legt er sich dennoch lange und beharrlich am Gaumen fest und verbleibt dort mit einem Gemisch aus nussig schokoladigem plus einer leichten Wein-lastigen Spur an Pflaumenwein leicht kühlend haften.

Noch immer am Gaumen durch den Glanz der ersten Runde beseelt, scheint dieser gekonnten Federführung kein jähes Ende in Sichtweite zu sein. Doch in dieser Runde kommt eindeutig der herbstlich holzig-rauchige Ansatz mehr zur Geltung, dessen Essenz nur so vor kräuterlich und steinig mineralischen Aspekten strotzt. Dabei hinterlässt dieses Zusammenspiel einen leicht kühlenden262015163826Film auf dem Gaumen und den Lippen. Fruchtige Ansätze kommen hier, wie auch schon im Aroma meist erst mit einem gewissen Maß des Abkühlens an die geschmackliche Oberfläche, dabei in altbekannten Nuancen. Welcher süße26201516420Aspekt sich dennoch von Anfang bis Ende wie straff gespannte Fäden durch jenes Geschehen zieht, ist jener von dunkler Schokolade.

Im dritten Akt, dem hier Letzten, wird es in jenem Bernsteingewässer nochmals verstärkt nussiger im Mantel dunkel schokoladiger Gaumenfreuden. Dabei ist stets die rauchige Front mit von der Partie, wie auch der frisch kühlende Flair am262015165039Ende jeden Schlucks. Zwar spricht man hier offiziell von einer letzten Runde, doch gelingt es diesem Kollegen ohne weiteres, ihn bis an die insgesamt 5-6 Runden zu genießen.

Fazit2.0

Ich muss sagen ich bin richtig vernarrt in diese Gattung von Wuyi-Oolongs, besonders schafft es dieser trotz seiner Röstung sehr ausgewogen und nicht nur rein in seinen rauchigen Wogen zu erstrahlen. Vor allem im Aroma spiegelt sich eine solch fruchtige Note wieder, die einfach zum Träumen anregt. Dies war mit unter einer der besten Rou Gui die ich bisher hatte, wenn auch nicht der aller Beste. Denn hier und dar gibt es einige kleine Abstriche, die ihn ganz knapp am goldenen Podest vorbei segeln lassen, aber dafür einen wahrlich verdienten exzellenten Rang ergattern konnte. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

It was quite a while ago since I reviewed one of the fine teas by „Die Kunst des Tees“. There was not a particular reason to it but simple said to much other great teas to show you all. But since a while ago I really got a lot into a certain type of Wuyi tea called Rou Gui. Many of you might know this little smoky fellow. So I nearly forgot that there was a nice sample of an premium Rou Gui from this very tea house in my rag. So long story short I needed to dig deep into his fine and delicate character and this is the outcome of it. So just take a closer look.

Normally Rou Gui are quite the mid or hard roasted ones. So it is said that you should at least wait 2-3 years before you drink it. In this case nearly 3 years are already left so the time seems to be right for it. Typical for this type of fellow his visual appearance is a nice mix between a lot of broken smaller parts and some bigger fine rolled leaves giving a nice impression inside this very Autumn looking scenario. Main coloration is a black-ish nature with a lot of different shades from something dark blue into a dark grey tone. Beside that you might notice some reddish brown highlights. There is not much of a change inside this picture after the heat and a warm bath kissed those now steaming hot leaves. Everything stayed nearly the same but much more intense in his Autumn colors.

When it comes to his scent and aromatic features there is a lot going on and noticeable very quick. If you take a deep breath the first thing you are definitely going to notice inside this dry crispy leaves is his charcoal smoky nature but with a very fine and noticeable cinnamon flair at the end of it. By this first impression the next ones are following immediately inside a fine mixture of premium dark chocolate and a fusion of dried fruits like plums, raisins and a hint of figs. After a warm steaming hot bath the intensity is growing massively and going crazy with such a thick dense festival of nuances. Beside a fine smokiness and a new added subtle astringency there is a new actor showing up let’s call him Wine. This isn’t happening in a traditional way more like wine gums very sweet and chewy followed by a sweet fusion of warm Chinese plum wine coupled with hibiscus haws jam. The rest of the line is as before a nice fine mixture of dried fruits and a last subtle hint of cinnamon at the end of it. After a couple of steepings his whole nature is turning more and more into a very natural mineral stony herbal one.

But lets get to the real deal – the taste. Inside these ember colored cups there is even as much going on as in the dry and wet leave stages before. The taste is very similar but in a different chronological order. Everything starts with a fine showing up of a certain astringency level followed by the main acts of smokiness meets sweetness and a finish of a fine herbal mineral end to it. This is a very short summary of it but if we are going to dig deep as I always do there is a lot to discover. Like I said it starts with a nice sourly layer followed by one of the main nuances of dark chocolate and again a good amount of dried fruits like plums and raisins. But this time their arise isn’t a solo run anymore because something nutty is always at their side – in this certain case a bunch of pine nuts and almond. And there again you are going to notice once more a fine layer of Chinese plum wine and even a new sweet aspect as a fine echo at the end – gingerbread.

In the second act everything is getting more earthy smoky woody with a more mature character to it. Slightly cooling with a lot of herbal and mineral aspects are showing up but nonetheless dark chocolate is always at your side but the fruity dried aspects are now more noticeable at the edge of this show.

The third and in this case last infusion is a small change inside this delicious world again. Now the main focus lays on the nutty and dark chocolate parts with a fine herbal mineral end to it.

Like I said this was the official last round but this Wuyi Oolong hasn’t reached his zenith yet. You can steep it at least 5-6 times then the show is over. I really enjoyed this Rou Gui a lot it was definitely one of the best ones I tried so far because everything was harmonious and well balanced between sweetness and smokiness. If you are looking for a great Rou Gui mentioned like in many books this is exactly the real deal. Like I said it was one of the best but not the best one so far that’s why it reached a fair and well deserved second rank in this case „excellent“. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

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