Matouyan Rougui

MatouyanBanner
Allgemeines2.0

Erneut hat es ein Rougui in meine Tassen geschafft und ich würde lügen, wenn ich behauptete dies wäre kein erfreulicher Umstand. Ja, ich bekenne mich und in allen Punkten schuldig, denn ich bin Rougui süchtig, aber wie kann man es einem auch verdenken, wenn man erst einmal solch einen wunderbaren Nektar kosten durfte.

Doch wie bei allen Teesorten unterscheiden sich auch bei dieser Gattung die Qualitätsunterschiede immens voneinander. Diese knapp 8g Spende ereilte mich erst vor nicht allzu geraumer Zeit und stand schon von Beginn im Zeichen des Ungewissen, denn selbst für jene Quelle war dies etwas gänzlich Neues. Einzig und alleine die Aussage des ursprünglichen Händlers in China stand nun im Raum, dass dies etwas wahrlich edles sein soll. Ob dem am Ende wirklich so war oder es bei diesem Kollegen rein im Zeichen der Spende ohne weitere Nachbestellung verbleiben wird, das erfahrt ihr nur hier und jetzt auf ZeroZen.

DasBlatt

Aroma: Dichte gelungene Herzhaft-Süße-Mischung / merklich intensiver Holzkohle-Flair / adstringenter Faden ~

Aromatisch erinnert es mit seiner sichtlich spürbaren Holzkohlen-Note an eine wirklich interessante Mischung aus einerseits einem feinem, leicht rauchig fettarmen Schinken mit einer zarten Preiselbeer-Honig-Kruste bestückt undMatouyanTrockendazu, als Nachtisch einige Taler an Spekulatius kredenzt. Dazu schwingt wie ein subtiler Faden in allem eine gewisse Adstringens mit.

Jene wirklich unheimlich lang fein gerollten Blätter erstrecken sich wie gefallene Baumstämme, welche anmuten, als wären sie von Lava überrollt und auf ewig in einem Schein von Schwarz-Dunkel-Kobaltblau konserviert worden. Minimal schimmert hier und da etwas rötlich braunes durch das sinistere Geschehen hindurch. Wenn das Blattwerk erstmals einigen Badeeinheiten zum Opfer fiel, erkennt man nun deutlich, wie düster die dunkle Macht tatsächlich ihr Antlitz präsentiert. Denn sowohl die Größe aus dem trockenen Akt, als auch die dunkle Struktur werden auch im erweichtem Sein bestätigt. Vor allem der farbliche Aspekt ist sehr ungewohnt, da dieser wohl auf eine wahrlich intensive Röstung zurückzuführen ist, da das dunkle Grün, weit mehr Schwärzer anmutet, als es sollte.

Im dampfenden Sein vibriert seine Energie und Physik förmlich im Zentrum der Kanne, in der jenes Aroma nur so von feinem Schinken mit Preiselbeer-MatouyanFeuchtHonigkruste strotzt, vor allem die Süße gibt hier weit mehr den Ton an, als der Schinken-Anteil.

dieAufgusse

Geschmack: Ungemein starke Röstnote / erneut Herzhaft-Süß mit raschem Verschleiß / stets merkbarer Kaffee-Flair / dominant mineralische Kräuterfront / eine einmalige Floral-Nussige-Brise ~

Gongfu-Style: 90-95° / 7,5g auf 120ml / 20/30/40/50sec/1min

Schon alleine der Duft, welcher aus jenen rostbraunen Tassen empor steigt, erfüllt jeden Winkeln um einen herum mit einer solch beschwingt feurigen Fusion eines unbestreitbar intensivem Holzkohle-Röstaromas erneut begleitend durch die Kombo aus „Schinken-Preiselbeer-Honigkruste“ und einem ebenfalls sehr markantem und schon ab dem ersten Aufguss sehr präzise positioniertem mineralisch kräuterlichem Aspekt. Diesem Unterfangen gelingt nicht nur diese voreilige Aktion, sondern auch der Sprung den gesamten Mundraum schon in derMatouyan1stersten Instanz gänzlich einzunehmen. Dabei fokussiert sich der Nachgeschmack eindeutig auf eine Schicht dampfend gemahlenem Kaffees, welcher sich im Mund verankert. Zwischen alledem sind weiters noch fetzenhafte Bruchstücke feinster Abspaltungen von subtil platziertem Orchideenstaub und Krümmel an Nuss mit dunkler Schokolade im Gemisch zu erkennen. Durch die nun unbestreitbare starke Röstung bleibt der Kaffee-Flair all zeit markant präsent.

Schon im zweiten Akt der Sinne schwindet vor allem die Preiselbeer-Front weit an den Rand hinaus. Dabei keimt dieses Aroma nur in einem Bruchteil jenes Moments auf, wenn der Schluck einziehend in den Mundraum wandert. Dafür steht nun ein gewisser süßer Backwaren-Aspekt mehr in der Gunst seiner Stunde, welcher stets mit einem Kaffee-Touch beseelt zu sein scheint. DabeiMatouyan2nderinnert dieser „Cookie-Flair“ vor allem an jene Nuancen von Spekulatius, welche man einige Schritte zuvor vernehmen konnte. Der kräuterliche Aspekt erinnert nun ein wenig an Lakritze mit einer zusätzlichen Mischung an Rosmarin und Minze. Diese scharf würzige Front ist dominierend in diesem Akt und vor allem der Rachen ist direkter Zeuge jener aromatischer Taten.

Im dritten Rundgang zerfällt nun die konservierte Schicht jener Wuyi-Baumstämme unweigerlich zu Asche, wobei von der massiven Röstfront der Kaffee-Flair am ehesten erkennbar bleibt, wenn auch in weit, weit verdünnter Version. So ähnlich ist es auch um die Spekulatius bestimmt, bei denen man kaum mehr von ganzen Talern, sondern eher von feinsten Krümmel in Sandkorngröße sprechen kann. Stets dominant, so auch bis zum recht schnellenMatouyan3rdEnde, sind die kühlend scharf kräuterlichen Wogen, wohl die beharrlichsten. Später erkennt man in der Leichtigkeit des Moments einen ebenso fahl subtilen Flair von Karton und grünem Blattsalat. Der vierte Aufguss ist im Grunde nur noch eine Hülle, dessen Inhalt von einem Tee-Vampir zur Gänze entzogen wurde.

Fazit2.0

Es ist kein schlechter Tropfen, dies mal in erster Instanz zu erwähnen, dennoch besteht dieser Sprung ins „warme“ Wasser aus sehr großen und vielen ABERS. Entscheidet man sich für jenen Tropfen dann ist es ein Konzert, in dem man zwar die ersten beiden Bands miterlebt, aber die Hauptband am Ende verpasst. Diese beiden sind zwar wahrlich köstlich und auf jeden Fall etwas an dem man sich erfreuen kann, aber am Ende reicht es nicht für die ersten beiden Plätze, darum kann ich diesem Tropfen nur ein bedingtes „Empfehlenswert“ aussprechen. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

theupshot

Today it is time for another Wuyi and in this case one of my favorite categories a „Rougui“. This was more a surprise gift I received because I didn’t know this one before. Even for the vendor it was just a gift and also something he needed to test it before he might maybe sell it in his assortment. So my opinion was needed too and I was happy to help out in such a delicious case. But just take a quick and closer look.

First of all the leaves are huge and very dark. Even in this stage I was quite sure about the fact that this fellow was a hard roasted one. So there is a lot of charcoal-stuff going on while another main aspect seems to be one of a fine fat-poor ham with a honey cranberry crust to it followed by a fine dessert of speculoos. Between all those aspects there you might notice a fine astringency level.

Like I mentioned before those leaves are big and darker than dark and even after a couple of bathing session weren’t gonna change much about it. It seems that the darkness spread their wings wide and deep into the core of this tea. Normally after some rinses the color should be very green but in this case it is still much more located on the black side as it should be.

In the center of his being his energy and physics are vibrating with such a thick and dense amount of sweet light ham with cranberry honey crust while the sweetness is much more noticeable as the ham factor is.

At first there isn’t much of a change between the smelling stage and the following drinking session because now it isn’t deniable that the charcoal level was very high as this fellow was produced. Also the ham-sweet-crust flavor is one of the main attractions inside this first round while there are also some new aspects too. One of the strongest might be a very herbal spicy cooling mineral note which takes over the whole inside of your mouth. There is no doubt that the aftertaste is screaming out loud in the name of coffee while you might notice some subtle facts between those major ones like a very light hint of orchid dust followed by some small nutty dark chocolate crumbs.

Arriving the second base a lot of the former acts are already gone or at least just a shadow of what they were before. Especially the cranberry-ham aspect is one of them. But there is still a lot of sweetness with an all time coffee flavor going on but now in the sense of speculoos. The herbal mineral aspect might be the strongest in this stage too and talks a lot about licorice, rosemary and mint flavors.

Poor little thing. Because even it is just the third act there isn’t much to talk about already. Still some coffee and speculoos left but the major aspect is still the mineral herbal one but even those ones are just a lighter version of their former self. And forget about a fourth steep at least if you want drink some hot water.

Some words might sound harsh but lets face it: Hold up two fingers this is what you get and those two are definitely quite enjoyable but special? Not really. I love this type of tea and I am sure for some out there it might be a good starter but just for two steepings keep that in mind. So it wasn’t good for gold, also not good enough for reaching a second rank but it reached an ok third rank at ZeroZen. So I wish you a beautiful day and a great tea that suits your mood in every moment of your life.“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s