Q&A ~ Frage Nr.1

Frage1

NannuoDeutsch

Die erste Erinnerung verbinde ich mit Earl Grey, den habe ich aber schon lange nicht mehr getrunken.

ChashifuChina

Bei grünem Tee in Bibliothek in der Uni hab ich gemerkt, dass Tee nicht nur billiger ist, als Kaffee, sondern auch länger wach hält.

CajovySlowakei

Es hat weit zurück in meiner Kindheit begonnen, wo meine Großmutter oft einen selbst gepflückten Kräutertee mit selbst gemachtem Waldfrucht-Sirup zubereitet hat.

ChadaoDeutsch

Ja, das war vor einigen Jahren in Wuyishan, als ich mit einem befreundeten Teebauern zuerst durch seine Teegärten spazierte und anschließend gemeinsam mit seinem Vater verschiedene Steintees aus seinen eigenen Teegärten verkostete (Lao Cong Shui Xian, Da Hong Pao und Chen Cha). An diesen Moment erinnere ich mich oftmals zurück.

YunomiJapan

In 2009 kündigte ich meinen Job in einer großen IT Firma in Tokyo, um für einige Jahre wieder in die Staaten zurück zukehren. Ein Kollege von mir wusste wie sehr ich japanische Kultur liebe und wollte meine Erfahrungen im E-Commerce kombinieren, um mich mit Yasuharu Matsumoto, seinens Zeichens Vizepräsident von Obubu Tea Farms in Kyoto zusammenzuführen, um ihm bei seinen Übersee-Strategien zu helfen.

Ein Jahr verging, bis Matsu, als er für sein kleines Tee-Business internationale Kunden finden wollte, in meine Heimatstadt Honolulu eingeladen wurde um einer Gruppe Läufern am Honolulu Marathon Tee zu servieren. Dabei ist er selbst den Marathon in seiner traditionellen japanischen Arbeiterkluft „Samue“ gelaufen.

Später trafen wir uns in seinem Hotelzimmer, redeten über das Geschäft, E-Commerce etc, während er, wie er es immer gerne tut, eine Tasse Hojicha nach der anderen einschenkte.

Nach einer Weile bringt er eine henkellose kleine Kanne, wie ich damals lernen musste eine Houhin, heraus, wärmte diese Fachgerecht auf, bringt das Wasser in die richtige Temperatur und serviert mir meinen aller ersten Kabusecha. Schon nach dem ersten Schluck sagte ich „Whoa! Was ist das?“. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt knapp 10 Jahre in Japan gelebt, aber nie genoss ich einen Tee mit solch einem reich vollem Geschmack. Matsu war von meiner Überraschung so begeistert, dass er plötzlich aufstand, auf seinen Sessel hinauf, sich stolz geschwellter Brust aufstellte und mich mit einem breiten Grinsen ansah.

Dies war mein Einstieg und so lernte ich meinen Lehrer Matsu kennen. Seitdem war es eine spannende Reise, von der ich hoffe, dass sie noch viele solcher Erlebnisse für mich parat hält.

UrchinChina

In 2004 war ich das erste Mal in China und besuchte einen Freund in seiner Heimatstadt Lishui, Zhejiang. Sein Vater bereitete in einer Zeremonie Tie Guan Yin im Gongfu-Set zu. Dieser Tee war um so vieles besser, als alles was ich bis zu diesem Zeitpunkt gekannt habe, dabei machte das gesamte drumherum das Ritual, der Fokus auf die Sinne und die Wertschätzung des Tees das Gesamtpaket aus – sein Aroma, der Tanz des aufsteigenden Dampfes und der Geschmack, all dies fügte sich zu einem unvergesslichen Ganzen zusammen. Dies war Jahre bevor Tea Urchin entstand, aber wenn ich zurück blicke legte dieser Moment wohl den Grundstein für meine Passion. Diese Begeisterung musste auch sein Vater mitbekommen haben, da er mir die ganze Dose mit jenem TGY geschenkt hatte.

DieKunstDeutsch

Mein Einstieg in die Teewelt kam eigentlich zuerst durch Bücher – Geschichten, Gedichte und Fotos. Vor Jahren fing ich an mich intensiv mit Tee zu beschäftigen und plötzlich zauberte meine Mutter von irgendwo her ein Glas mit weniger als 10g Tee “Staub“ heraus – die Reste eines Pu’er Bricks. Es war ein Geschenk meiner Urgroßmutter. Damals brachte ich diesen Rest zu meinem Teelehrer und dieser Pu’er hatte nach fast 100 Jahren seine Energie nicht verloren und war zugleich sanft und meditierend. Es war einfach faszinierend.

YunnanChina

1998 war ich das erste Mal in Kunming und besuchte einen Teemarkt, wo mich ein japanischer Freund einem hiesigen Händler vorstellte. Wir kaufen unterschiedliche Sorten an Tee, einer davon war ein „Raw Xiaguan Tou Cha (100g)“. Als wir zurück im Hotel waren, bereiteten wir diesen im Granpa-Style zu, zum Glück hatte das Hotel eigenst Wasser dafür, weshalb sich der Tee auch großartig entfaltete. Selbst in dieser Zubereitungsvariante war jener Tee massiv dicht und kräftig. Gras, Kampher und Pilze explodierten förmlich in meinem Mund und stimulierten meinen gesamten Organismus. Am Ende trank ich diesen Tou in weniger als fünf Tagen.

Wir waren von diesem ganzen Flair vor Ort und der Energie durch den Tee so inspiriert, das wir jeden Tag auf den Hauptplatz in Kunming gingen und dort ein kleines Zweimann-Konzert zum Besten gaben, ich sang Lieder von Paul Simon, John Denver oder Bob Dylan, während mich mein japanischer Freund auf der Gitarre begleitete.

ChenshiDeutsch

Ich denke bei mir hat alles seinen Anfang irgendwo mit 12 Jahren genommen. Damals hat mich meine Mutter in einen der Globus (Supermarkt) geschleppt. Vor diesem gab es ein Geschäft von den „Armen Glücksrittern“. Diese waren recht gut mit Tee bestückt und meine Mutter kaufte einen Gunpowder um damals 10 Mark. Ich weiß noch, als ich mir dachte „Warum muss das Zeug so teuer sein?“

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