Q&A ~ Frage Nr.6

Frage6

NannuoDeutsch

Um organisch zu sein reicht es nicht aus Pestizide zu vermeiden. Uns ist es nicht wichtig, dass der Tee organisch zertifiziert ist. Diese kosten sehr viel Geld und viele kleine Teebauern können sich diese schlichtweg nicht leisten. Dazu, besonders in China, sind oftmals Fälschungen im Umlauf, wenn es um solche Zertifikate geht. Uns ist es wesentlich wichtiger den direkten Kontakt zum Produzenten zu gewährleisten, die Teepflanzen und Gärten besichtigen zu können und anhand unserer Erfahrung direkt entscheiden zu können, ob er wirklich natürlich aufgezogen wurde oder nicht.

ChashifuChina

Der direkte Kontakt ist extrem wichtig und entwickelt sich über das eigentliche Teegeschäft hinaus zu einer richtigen Freundschaft, wie beispielsweise bei meinen Wuyi, Dancong und Grüntee-Bauern. Bio lässt sich auch ohne Zertifikate und Tests einigermaßen realisieren, vor allem wenn man die erste Ernte direkt nach dem Winter kauft, da hier Behandlungen noch nicht notwendig sind. Für meine Teekenner GmbH muss natürlich jede Lieferung getestet werden, das machen wir sogar doppelt, einmal in China und dann auch in Deutschland. Zu guter Letzt prüft uns auch der Zertifizierer IMO aus der Schweiz jährlich und das unangemeldet.

CajovySlowakei

Es ist nicht immer möglich jeden Farmer persönlich zu kennen, aber bei vielen habe ich das Vergnügen und es ist auf jeden Fall ein wichtiger Part, da du weist was der Farmer benutzt und was nicht. Einige konnte ich durch unsere Reisen direkt kennen lernen. Vor allem wenn man nach Qualität sucht trägt man eine gewisse Verantwortung.

ChadaoDeutsch

Der direkte Kontakt ist mir sehr wichtig. Die besten Tees werden von den besten Teemeistern produziert, und die besten Teemeister verstehen ihr Handwerk und lieben ihre Teebäume/-gärten wie ihre eigenen Kinder. Und die werden normalerweise immer mit viel Liebe und Zuneigung behandelt, weshalb mich die Fragen Dünger, Pestizide, Bio … nicht explizit interessieren, vielmehr ist mein Interesse lediglich prozesstechnischer Natur. Ich gehe einfach davon aus, dass alle die von mir bevorzugten Tees sorgsam behandelt und hergestellt werden, was alle meine Besuche bisher bestätigten.

YunomiJapan

Eine enge Beziehung mit den Farmern ist für uns existenziell wichtig. Während wir jene mit all unseren Mitteln Promoten, erkennen wir sehr wohl auch den Wert der Händler und Fabriken an. Denn in Japan liegt oft der finale Abschluss in der Hand der Fabriken, denn dort wird guter Tee zu großartigem Tee veredelt, in dem man ihn mit einem anderen Kultivar „blended“, somit zu etwas Neuem formt oder schlichtweg nochmals erhitzt, falls noch Feuchtigkeit im Ausgangsprodukt war. Dennoch, sie sind es nicht, die 12 Stunden und mehr in der prallen Hitze auf deren Feldern verbringen und sich mit Leib und Seele ihrem Tee verschrieben haben, darum liebe ich Farmer so sehr – für ihre Hingabe.

Wir bieten sowohl organisch behandelte Sorten an, hierbei ist es uns wichtig, dass die Transparenz zum Prozess vorhanden ist, als auch jene die nicht biologisch behandelt wurden, doch hier gilt, dass nur jene Mitteln genutzt wurden, die unbedenklich und offiziell zugelassen sind. Eines woran wir noch etwas arbeiten müssen, ist die jeweiligen Sorten auch darauf zu testen, ob sie auch den jeweiligen Standards in anderen Länder wie Taiwan, der EU oder Amerika entsprechen, da in jeder Region der Welt andere Bestimmungen gelten. Denn komplett ohne Pestizide geht es einfach nicht und einige davon erfüllen in Japan sehr wohl noch den „organischen Standard“. Dies trifft aber nicht auf die Verarbeitung zu, sondern nur auf die Zucht am Feld selbst, nicht den Prozess danach. Denn hochwertig aufgezogener Tee kann sehr wohl sein Zertifikat daraus erhalten haben, was aber nicht heißt, dass in den weiteren Schritten von der Farm, zur Fabrik, beim Verpacker oder in dem Lager wo er gelagert wird, nicht doch irgendwelche Mitteln benutzt wurden, diese fließen nachhaltig nicht weiter in die Wertung des Tees ein. Somit kann es sehr schwierig werden, daher hoffen wir und arbeiten daran auch in diesen Bereichen mehr und mehr die Transparenz zu ermöglichen, vor allem für Käufer außerhalb Japans.

Yunomi ist eine Plattform in der wir den Erzeuger dahinter vorstellen und dem Kunden ermöglichen seine Produkte zu kaufen. Aber wir kaufen direkt deren Erzeugnisse, anstatt sie auf Kommission zu nehmen, das erlaubt uns mehr Kontrolle über das Produkt zu haben, das wir zum Kauf anbieten und welche Informationen wir bereitstellen können. Somit steht die Transparenz zum Kunden an höherer Stelle, als die Wünsche des Erzeugers.

UrchinChina

Eine enge Beziehung ist unabdingbar, doch muss diese nicht zwingend mit dem Farmer einher gehen, oft sind es auch Fabriken oder Vertreiber. Die Tee-Produktion ist in China Großteils industrialisiert, ausgenommen „Artisan – Gushu“. Es ist uns nicht wichtig, dass die Farmer die neusten Maschinen oder Skills haben, denn für uns ist das Ausgangsmaterial am entscheidendsten. Hier zählt „gewachsen mit dem geringsten Einfluss von Außen“, das heißt, dass die Pflanze so natürlich wie es nur irgend möglich gediehen ist, ohne viel zutun der Farmer, vor allem ohne Mittelchen. Aber dies trifft heute meist nur im Rahmen von Gushu Pu’er und Taiwan Oolong Produzenten zu, die Mehrheit der Farmer nutzt die modernen Mitteln zum Anbau und der Behandlung.

DieKunstDeutsch

Eine direkte Beziehung zu den Teeherstellern ist mir besonders wichtig, denn es geht um die Mentalität der Menschen die hinter dieser ganzen Teeproduktion stehen. Ihre Leidenschaft, ihr Wissen und die Liebe zur Natur im allgemeinen sind wichtige Punkte für mich. Denn ohne sie persönlich zu kennen, könnte ich sie durch reinen E-Mail-Verkehr oder telefonieren nicht einschätzen. Ich lege sehr viel Wert auf die Liebe zur Natur und den Verstand der Teebauern /-meister über das Ökosystem, die dabei helfen ein effektives und rücksichtsvolles Management zu erzeugen. Dies ist ein wichtiges Kriterium für mich, ob ich mich für diesen oder jenen Teebauer oder Meister entscheide oder nicht.

YunnanChina

Die Mehrheit unserer Sorten beziehen wir gleich direkt von den Farmern, weshalb wir auch in der Lage sind den besten Preis zu gewährleisten. Für die Bauern ist es auch besser, da sie besser entlohnt werden und konstant einen Auftragspartner an ihrer Seite haben. Eventuell schaffen wir es für wirklich alle unsere Sorten „Pestizid-Tests“ durchführen zu lassen, aber dafür müssen wir uns auch auf die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bauern verlassen können, weil eine positive stabile Beziehung und Vertrauen auf beiden Seiten aufgebaut werden muss. Für unsere Yunnan Sourcing Pu’er Eigenmarke, können wir mit Stolz ein komplett Pestizid freies Produkt(e) garantieren.

ChenshiDeutsch

In manchen Fällen, wie bei Oolong, bin ich direkt an der Quelle dran, aber auch nur durch das Internet, nicht persönlich. Bei Pu’er halte ich mich bisweilen an bekannte Marken wie Dayi, Mengku, Fuhai etc. und diese kaufe ich direkt vom Erzeuger, daher sind es in der Regel meist frische junge Sorten und keine gealterten. Was diese Thematik anbelangt muss ich auf andere Lager wie Shenzhen, Dongguan, Guangzhou oder Kunming zurückgreifen, hier kann es aber ab und an wieder dazu kommen „Wenns nicht gefällt, kommt es nicht in den Shop“. Pestizide – bei den kleinen Menge dich ich importiere lohnt sich der Aufwand nicht diese zu testen und ganz ehrlich den meisten Pu’er-Trinkern ist das herzlich egal. Ich verkaufe lieber einen ehrlichen, maßvoll gespritzten Dayi, als einen Möchtegern Organic Mengku.

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