Q&A ~ Frage Nr.8

Frage8

NannuoDeutsch

Wir besuchen jeden Händler mindestens alle zwei Jahre direkt vor Ort. Vertrauen zu gewinnen war nicht schwierig, eher andersherum. Wenn sie merken, dass man sich auskennt passen sie sehr auf die Qualität auf, die sie einem anbieten. Es ist uns wichtig ihnen die Wertschätzung zu vermitteln, dass wir ihren Tee nach Europa exportieren durften. Allerdings nach China zu reisen, um dort guten Tee finden zu können, kann sich als wahrlich kompliziert erweisen.

ChashifuChina

Ich arbeite nicht mehr mit Händler zusammen, seit 2010 nur noch direkt mit den Bauern. Auf jeden Fall muss man sich den Respekt der Bauern erarbeiten, danach folgt das vertrauen und dann folgen auch die spitzen Qualitäten in konstanter Art und Weise von Jahr zu Jahr. Ich bin meistens jedes Jahr bei meinen Bauern direkt zu Besuch und falls dies nicht klappt schicken sie mir einige Sampler – viele parallel Verkostungen.

CajovySlowakei

In diesem Fall konnten wir sogar einen Grundstein in gewisser Weise legen. Als wir in Nepal waren, wo viele Anbaugebiete noch recht jung sind, haben wir direkt beim Prozess mitgewirkt und den Farmern einige Tipps gegeben, um gewisse Fehler auszumerzen. Ein Jahr darauf war die neue Ernte entschieden besser, als noch im Jahr zuvor. Dies war ein wundervoller Moment auf meinem Teeweg.

ChadaoDeutsch

Da ich seit über dreißig Jahre nach und in China reise habe ich einen natürlich gewachsenen Freundeskreis und Netzwerke, das mir geholfen hat, die Kontakte herzustellen und zu pflegen. Da meine Kontakte sehr persönlicher Natur sind, ist es einfacher, auf dem gleichen Niveau zu bleiben, es ist aber dennoch eine dauerhafte Aufgabe, sich zu kümmern.

YunomiJapan

Es ist nicht schwierig gute Farmer in Japan zu finden wenn du die Sprache sprichst und eine gewisse Verbindung geschlossen hast, die dir als Starthilfe gilt. In meinem Fall war es Obubu, welche mir fortan den Weg für andere Farmer geebnet hatten. Wenn du diese Connection nicht hast, kann es doch recht schwierig werden, aber ich hatte zum Glück noch einen zweiten Ass im Ärmel: meine Heimatstadt Honolulu, Hawaii, denn Japaner lieben Hawaii. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich einen der bekanntesten Tee Meister Haruhide Morita traf. Ich stellte mich vor, dass ich von Hawaii komme und die ersten 10 Minuten redeten wir nur davon, der perfekte Eisbrecher, vor allem da ich noch anfügen konnte, dass ich damals der President der „Hawaii Tea Society“ für einige Jahre war.

Japaner sind sehr passioniert und erpicht darauf ihr Gesicht und ihren Ruf zu wahren, vor allem da die Mehrheit des Tees im eigenen Land vertrieben wird und schlechter Ruf einem Genickbruch darstellen würde. Daher kann man sich auf eine konstante Qualität immerzu verlassen.

Was mir mehr Kopfzerbrechen macht ist das Wasser. Mir wurde schon oft gesagt, ich solle mit dem Tee auch das richtige Wasser verkaufen, da nur so der richtige Geschmack gewährleistet werden kann. Doch dies erweist sich, als unmöglich, wenn es zu Airmail kommt. Leider.

UrchinChina

Es war nicht schwer Farmer zu finden, denen wir auch trauen konnten. Aber konstante Tee Qualität ist wieder eine ganz andere Sache.

Diese hängt sowohl vom Erntedatum, als auch von der Anbaufläche und dem Tee-Meister(Hersteller) an. Selbst wenn du einen Farmer kennst, vertraust und magst, kann eine Ernte von einer anderen Stelle, komplett einen anderen Ausgang ergeben. Das Wetter hat dabei einen ungemein bedeuteten Einfluss. Manchmal muss man einige Tage später nochmals vorbeikommen, da zuvor die Qualität noch nicht optimal war. In einer Frühjahr-Session mussten wie Gao Shan Zhai fünf mal besuchen, bis die Qualität endlich gepasst hat.

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit musste man selbst über den Tee, welchen man schon längst ausgesucht hatte, wachen wie ein Adler, da oftmals im letzten unachtsamen Moment der Tee mit einem weniger hochwertigen ausgetauscht wurde. Zum Glück sind die Fabriken mit denen wir jetzt zusammenarbeiten um die Cakes zu pressen, weit professioneller.

DieKunstDeutsch

Es ist nicht unbedingt leicht, aber ich bestelle wenn möglich meistens vor Ort und treffe mich mit meinen Teebauern Meistern und Händlern jedes Jahr persönlich.

YunnanChina

Mit einigen Farmern ist es wahrlich kein leichtes, denn viele wollen immer mehr und mehr Geld. Für viele Jahre ging der Tee mit jeder Session nach oben, daher wollten die Farmer auch immer mehr Geld für ihren Tee. Wenn die Qualität passt, ist gegen mehr Geld für den Tee auch nichts einzuwenden, aber am Ende fanden wir oftmals bessere Sorten die mehr in der Relation zu Preis & Qualität standen.

Aber die meisten Händler arbeiten kontinuierlich und gerne mit uns, da wir ihnen aus Prinzip immer etwas mehr, als den Marktpreis bezahlen. Vor allem achten wir immer darauf, dass sie ihr Geld sofort erhalten und nicht ewig lange hingehalten werden. Es ist wundervoll zu sehen, wie begeistert einige von ihnen sind, wenn sie erfahren, dass ihre Sorten in mehr als 60 Ländern der Welt getrunken und geschätzt werden.

Das die Qualität (im negativem Sinne) vom Sampler abweicht ist immer weniger ein Problem und sollten uns solche Farmer unterkommen beenden wir auch die Zusammenarbeit.

ChenshiDeutsch

Wie gesagt, was nicht passt, wird nicht ins Sortiment aufgenommen bzw. gewechselt. Schlimmer jedoch ist es, wenn wirkliche Top-Schnäppchen nicht über die Testphase hinaus kommen, da in der Zwischenzeit der Tee ausverkauft ist und somit eine richtige Bestellung nicht mehr möglich ist.

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