Dahongpao 2008

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DasBlatt

Aromatisch besticht jener Dahongpao mit einem gänzlich anderem Bouquet, als man es sonst gewohnt ist. So vernimmt man aus jenem sieben Jahre gereiftem Blattwerk zwar auch seine charakteristischen Nuancen an dunkler Schokolade und reifen trockenen Früchten, dennoch spielen in diesem Abschnitt jene Aspekte die geringste Priorität, was jenes vorerst trockene Geflecht zu bieten2008Trockenhat. Der altertümlich gereifte Charme entfaltet sich auf eine solch adstringent säuerliche Art und Weise, als wäre der Tee in wahrlich uralten Rotweinfässern gegärt und gelagert worden. Doch in diesen Fässern schien nicht nur Rotwein gelagert worden zu sein, denn hierbei vernimmt man auch eine klare Spur an Rosenkohl – eine sehr interessante Mischung.

Das Blattwerk liegt immer noch verhangen in den einst grünen Zeiten vergraben, was sich in jenem großteils großem Blattwerk im Laufe seiner dampfenden Taufe in ein weit dunkleres Farbmuster wandelt, wobei das fein gerollte Werk sich in keinem Moment seinem Gegenüber öffnet.

In aufgewärmter Kanne entwickelt sich der Flair noch dichter und intensiver, wenn es vor allem um den Rotweinfass-Flair geht. Taucht der Tee erstmals unter, erhebt sich in Folge aus den Fluten eine solch satte Süße, die ihres Gleichen sucht. Zwar ist der Flair von einst noch immer unverkennbar, aber jene2008-feuchtdicht und dicke Süße eines Waldbeerensirups lässt einem in nur wenigen Sekunden das Wasser vorne im Bereich der Lippen zusammenfließen. Eine Röstnote hat sich über die Jahre hinweg weitestgehend zurückgebildet.

dieAufgusse

Gongfu-Style: 90-95° / 7g auf 200ml / 20/30/40/50sec/1min

Spricht man von diesem Wuyi, kommt man an Schwärmen über komponierte teedichterische Kunst nicht vorbei. Diese entwickelt sich in einer waren Symphonie an Aromen und nimmt dabei in einem Sturm der Nuancen den gesamten Mundraum ein. Dabei erkennt man erstmals den rauchig röstigen Charakter, der eine glanzvolle Symbiose mit jenen Duftnuancen von einst eingeht. Dabei schmiegt sich jener Tropfen dicht in alte Rotweingefilde während in jenem Bad ein reif fruchtiges Ensemble an Pflaumen, Feigen und ein paar gut verteilte Rosinen ihr Bad einnehmen. Sogar ein Hauch an eingelegten Kirschen2008-1stlässt sich dabei ausfindig machen, während der süße Flair gekonnt seine Brücke hin zur nussigen Keksfront schlägt, um danach direkt im Backwarenviertel aufzuschlagen. Hierbei lässt jener Tropfen es erst so richtig krachen, während wir an Spekulatius, einem Plus an türkischem Honig und den abschließendem Hauch an Marshmallows schlichtweg nicht vorbeikommen. Dabei geht vor allem das alt behandelte Holz eine sinnliche Dreiecksbeziehung mit einem feinen Faden an dunkler Schokolade und dem dampfenden Sud an Kaffee ein.

Das Motto jener rostig bronze-farbenen Tassen scheint ein sehr konstantes Dasein anzustreben. Hierbei behaart der Tropfen auf seinem ersten Siegeszug und brettert dabei im selben Niveau und Nuancen, sowohl an Fülle, als auch an 2008-2nd-1Dichte über den eigenen Gaumen und Rachen hinweg. Wobei, wie auch schon im ersten Akt jener Oolong wahrlich ausdauernd von seinem Echo zerrt. Hierbei überzieht jener Oolong die Knospen die er erreicht mit jener reifen Holzflairschicht und fruchtig reifen Avancen die einem wahrlich zu betören wissen.

Akt Numero drei entwickelt und entfaltet sich ebenfalls auf eine sehr spannende und fast erneut gleichbleibende Intensität, dennoch kristallisiert sich hierbei ein minimaler Wandel heraus. Der feucht alte Holz-Touch mit dem Flair an röstigem streicht nun weit dichter über die eigenen Sinne, als es vorher der Fall 2008-2nd-2war. Dafür entwickelt sich vor allem im Nachhall weit intensiver Kakao aus dunklem Schokoladem-Geflecht, auf wahrlich sehr edle Art und Weise. Somit schwingt eine gewisse Süße unbeirrt und von allen Zwängen befreit immer noch wunderbar komponiert in seinem Terrain.

Dieser Tropfen ist schlicht und ergreifend der Wahnsinn, denn auch im vierten Akt genießt man erneut eine Flut an Nuancen, welche förmlich auf ihrem2008-3rdeinzigartigen Charakter beharren. In dieser Teestunde spielt der Genuss auf wahrlich hohem Niveau sein Spiel und verwöhnt den Gaumen noch gut und gerne bis an die 8-9 Runden.

Fazit2.0

So stellt man sich Qualität auf jeglicher Ebene vor. Leistung meets edlen vollen Geschmack und einer Beharrlichkeit auf höchstem Niveau. Ohne weitere Worte und Umschweife schlägt jener Tropfen weit über dem Zenit an Gold an und bleibt noch lange nach seinem Genuss in Erinnerung. Ein wahrlich einzigartiger Oolong. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

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