Bantianyao Wuyi Yancha

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DasBlatt

Schon vom ersten Moment an entfaltet jenes knusprig große Blattwerk einen wunderbar traumhaft rauchigen Charakter, welcher an eine Fusion zwischen altem Rotweinfass, Tabaknote und reif trockenen Früchten a la Feigen und Rosinen genüsslich hin und her schwingt. In jenem sehr dicht gesponnenen Aromaaufgebot spielt so manche kleinere Geige eine weit entscheidendere Rolle als man vermuten mag, so auch ein Flair von altem Leder samt tierischem Fellanteil, welches man immer wieder aus dieser dichten Symphonie der SinneBanDryerspähen kann. Vor allem durch die Akzente zuvor, entwickelt sich in der Mischung ein genereller säuerlich gärender Tonfall, der sich vor allem in aufgewärmter Kanne ungemein nach oben hin steigert. In diesem Stadium fühlt man sich beinahe in eine spät sommerliche Nacht zurück versetzt in der man unter sternenklarem Himmel einen wunderbar ausgelassenen Grillabend mit Familie und Freunden genießt.

Das Blattwerk setzt auf sehr saftig dicht dunkle Farbnuancen welche irgendwo zwischen kobaltblau und schwarz tendieren und an manchen Stellen des groß gerollten Blattwerks rötlichbraune Highlights präsentiert. Diese erkennt man weit intensiver, wenn jener Oolong erstmals einige Badegänge hinter sich hat. Dabei bleiben die meisten Blätter geschlossen, während sich die Optik weit mehr in dunkle olivfarbene Akzente wandelt.

Nach dem ersten jener Badegänge wird es massiv fruchtig im nun erweichtem Geflecht, dies vor allem dank eingelegter Cocktailkirschen gefolgt von einem Beet aus Pflaumen und Rosinen, natürlich in getrockneter Montur. Doch dies sind nicht die einzigen fruchtigen Konsorten, welche hier ihre genüsslichen Fäden spinnen. So entwickelt sich fernab vom Standard eine zweite Spur an tropischem Multivitaminsaft mit einem guten Schuss an Ananas und Mango.BanWetTabak, reifes feuchtes Holz und generell rauchige Anspielungen sind dabei ein stetiger Bestandteil, ziehen sich aber etwas nach hinten zurück. Später im Verlauf wandelt sich der Duft erneut mehr im Anteil an die rauchigen Fronten hin. In weit späteren Runden, entwickelt jenes Blattwerk mehr und mehr seinen wahren Charakter an mineralisch kräuterlichem Ursprungs.

dieAufgusse

Gongfu-Style: 90-95° / 5g auf 120ml / 20/30/40/50sec/1min

Im Grunde kommt nun alles auf einmal auf einen zu und dies in solch einer wunderbar gelungenen Komposition und Dichte an Nuancen, dass es jedes Wuyi-Herz höher schlagen lässt. Sehr rauchig im Start, schwingt vor allem derBanFirst-1erste Eindruck von Rotweinholz hin zu kräuterlich würzigen Akzenten. Doch vor allem der Nuss-Anteil, in diesem Fall ein saftig dampfendes Walnussbrot plus einigen Pinienkernen, gibt hier den Ton an. Apfel- und grüneBanThridWeintraubenschalen mit nur wenig an Fruchtfleisch sind weitere Bestandteile dieser gelungenen Symphonie der Sinne. Dieser Tropfen lebt vor allem durch sein Echo, welches einen wunderbar schokoladigen Flair entwickelt.

Auch im zweiten Akt bleibt jener Wuyi seinem Aktvorläufer treu und fokussiert sich erneut auf ein dichtes Beet an Nuancen in wahrlich meisterhafterBaiyouKomposition. Dabei ist der Nachhall meist der Zünder für die darauffolgende Runde, da sich dieser in keinem Moment der eroberten Geschmacksknospen entledigen möchte.

Gerade von diesem Echo zerrt jener Yancha unheimlich lange, während der allgemeine Cast langsam die Bühne verlässt. So sind es im dritten Akt noch immer die Nuss, die Schokolade und das rauchige Holz die sich zu dritt durchs Leben schlagen, während im vierten Akt auch diese ihre Heimreise antreten undBanSecondman erstmals den Hausmeister jenes Theaters in Augenschein nehmen kann, der mit einer feinen Pilznote daher kommt. Dabei ist jene Runde die Erste, welche nun den Gaumen und Rachen kühlt. Dies verdankt jener Tropfen vor allem seiner nun immer klarer erkennbaren mineralisch würzigen Natur.

Fazit2.0

Der gesamte Flair jenes Garanten weiß definitiv voll und ganz zu überzeugen und lässt bei einem Wuyi-Fan wahrlich kaum einen Wunsch offen. Zwar ist jener Tropfen keine 100%ige Duracell-Batterie, wenn man sich auf die fantastischen Auswüchse der ersten drei Runden fokussiert. Aber zählt man sich auch zu den Genießern der späteren Runden und somit dem verstärkt natürlichen Charakter jenes Tropfens, dann kann man Mr. Bantianyao gut und gerne noch bis hin zu einer Runde Nr.7 aufgießen. In meinem Teeschrank hat jener Tropfen schon jetzt eine Platzreservierung auf Lebzeiten gepachtet und daher auch ein knappes, aber dennoch goldenes Dasein auf ZeroZen. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

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