Baijiguan Wuyishan Yancha

BaiChrisBa

Sowohl aus gesundheitlicher Sicht, als auch aus dem Grund heraus, da ich mit meinem Roman schwer beschäftigt bin, kam das Werken auf ZeroZen in letzter Zeit etwas zu kurz. Dennoch habt ihr zahlreich diese virtuellen Hallen mit euren Besuchen beehrt und dies ist mir auf keinen Fall entgangen. Darum darf ich erneut einen weiteren Sprung mit Stolz verkünden, denn ZeroZen hat nun die 40000 Besuchermarke übersprungen. Zu diesem Anlass gibt es an diesem spätherbstlichen Freitagabend einen fein nussigen Kollegen aus dem Hause »Chenshi China Tee«.

DasBlatt

Unabhängig der dichten Farbkomposition hinterlässt auch das Aufkommen der Aromen seine ersten bleibenden Eindrücke. Hierbei legt sich jenes meisterhaft gerollte, großblättrige Werk auf äußerst nussige Fronten fest. Vor allem die Haselnuss, sowohl in ihrer cremigen Montur, als auch in ganzen, aber gerösteten Stücken, hinterlässt hierbei ein sinnliches Netz, welches sofort weiter seineBaijTrockenCFäden spinnt und satt und direkt auf Kürbiskerne mit dem Schuss aus dessen Öl verweist. Dabei sind es auch gemüsige Noten, die in Form von Kohlchips, welche sich immer mehr an Beliebtheit erfreuen und einem sanften Beet an Matcha-Gerstenpulver die den Geruchssinnen die Aufwartung erweisen.

Wie schon kurz angeschnitten, ist die Farbpracht in allen optischen Reizen erhaben und weißt neben seinen zahlreichen Grünschattierungen bis hin zu Bronze rotbraunen Tönen ein Bild derzeitig herbstlicher Poesie auf. Jenes Blattwerk wurde sichtlich mit Sorgfalt erwählt und spiegelt in seiner erweicht, dampfenden Form die vollen Ausmaße seiner farblichen und zur Gänze erhaltenen Pracht wieder.

In seinem dampfenden Sein entfaltet jenes Konstrukt der Sinne ein unheimlich gemüsiges Aroma, weit mehr, als jenes der nussigen Fronten. Dabei spielt auchbaiwetcdas Obst eine tragende Position aus, wenn auch mehr in seiner Fallobst Variante an Birnen. Rosinen rollen hierbei an einem Flair eines Lagerfeuers knisternd vorbei, während ein adstringenter Faden, fein säuerlich die Luft schwängert.

dieAufgusse

Gongfu-Style: 90-95° / 6g auf 180ml / 20/30/40/50sec/1min

Im ersten Moment, des ersten Genusses bekommt man unweigerlich den Flair von Studentenfutter unterbreitet, mit all seinen nussigen und getrockneten Früchte Spielereien. Dabei sind es nun die Mandel und Makadamia welche imBaij1stCGeschmack den nussigen Ton angeben, während Rosinen und ein Hauch an gefallener Birne den weiteren Fluss an Aromen beisteuern. Dennoch ist dieser Tropfen weit grüner, zwar nicht hinter den Ohren, aber in seiner Entfaltung,Bai2nd-2cals  so manch anderer seiner Wuyi Kollegen. Ein wenig mutet seine Struktur sogar an etwas entfernte Japan Vertreter a la Bancha in hochqualitativer Form an.

Im zweiten Akt schmeckt man nun weit deutlicher eine kräuterliche Blumenwiese aus jener Komposition hindurch, vor allem im Sein von Kamille. Ein weiterer Aspekt, der diesen von seinen Artgenossen unterscheidet, ist die Zeitspanne des Verzeihens. Dabei ist es nicht nur der Faktor der Ziehzeit an Bai4rdsich, sondern auch die Zeitlänge des Lagerns. Meiner Meinung nach ist diese Sorte nicht so prädestiniert dazu, lange in einer Dose oder ähnlichem zu verweilen. Ansonsten schwelgt man mit jenem Genuss an Aromen in selber Intensität, wie auch in der Runde zuvor.

Das Kräuterliche mit einer Spur an Frucht, vor allem nun an Pfirsichen und Nashibirnen setzt sich immer mehr in der Vordergrund durch. Der nussige Anteil hingegen schwindet immer weiter in Richtung »unerreichte Ferne« hinfort. Dabei bleibt der Nachhall mit seinem Echo lange auf demBai3rdCGaumen haftend. Doch schon mit dem vierten Aufguss ist langsam, aber dennoch Ende im Gelände. Zwar schlägt das ein oder andere Echo noch seine Wellen an Frucht und kräuterlichen Fäden in diese oder jene Richtung, aber damit pustet jenes Gedicht auch gleichsam seine letzten Reserven hinaus und verabschiedet sich, mit kurzem, aber bleibendem Eindruck.

Fazit2.0

Und so war es auch, denn der Eindruck war wahrlich bleibender Natur. In diesem Fall wurde unheimlich viel richtig gemacht. Einzig und alleine die Ausdauer plätschert in rasantem Tempo dahin, während das Echo am Gaumen weit mehr Durchsetzungsvermögen an den Tag legt. Ich war in der Vergangenheit nie ein großer Fan dieser Sortengattung, doch Erlebnisse wie diese sind der Grund, warum sich Meinungen und Geschmäcker ins Positive ändern können. Gold wurde es zwar nicht, aber ein dickes und fettes Exzellent allemal. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, möge ein guter Tee mit euch sein und bis zum nächsten Mal auf ZeroZen.

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