Das Wasser

Wasser

„Die Essenz von Tee kommt mit Hilfe von Wasser zur Geltung. Ohne gutes Wasser kann von einem guten Tee nicht die Rede sein“

Xu Zishu (Ming Dynastie)

Gutes Wasser war schon seit jeher für Tee ein essenzielles Gut, wenn nicht sogar das Essenziellste. Zhang Dafu der in der Qing Dynastie lebte setzte Wasser sogar vor dem Tee noch an die erste Stelle. Er war der Ansicht das der Ausgang einer guten Tasse Tee aus 80% auf der Qualität des Wassers und 20% auf dem Tee selbst lag. In dem berühmten und ersten Buch über Tee von Lu Yu „Das Buch über den Tee“ behandelte er dieses Thema besonders ausführlich. Für ihn war Gebirgswasser an erster Stelle, danach kam auf Platz zwei Flusswasser und zuletzt Brunnenwasser. Aber auch im Gebirge machte er feine Unterschiede, hier lag ganz klar Quellwasser weit vorne und an zweiter Stelle Wasserfallwasser. Zwar unterschieden sich die Meinungen unter einigen Gelehrten und Wissenschaftlern, aber bei einer Sache waren sich alle einig: Es musste fließendes Wasser sein und am besten Wasser aus geologisch leichtem Boden.

Nun sind diese Bedingungen mit der Zeit immer schwerer geworden, um sie zu erfüllen, vor allem dank der globalen Umweltverschmutzung. Um an wirklich frisches Wasser zu kommen, muss man meist schon recht weit fahren und diese Möglichkeiten stehen am Ende auch nicht jedem offen. Hierbei kann man nur auf sein Glück hoffen je nach dem wo man gerade lebt. Einige Städte, so wie Wien, haben Großteils Hochquellwasser, als Leitungswasser. Dieses eignet sich sehr gut wenn es darum geht, akkurat Tee zu genießen. Doch begibt man sich mehr in Richtung ländliche Gegend kommen einem schon fast die Kalkbrocken aus der Leitung entgegen und dies ist der Tod für jeden Tee und auch für das Geschirr, vor allem unglasiertes. Dies lässt sich an der Härte des Wasser ausmachen und kann im Internet aus der jeweiligen Region aus der man kommt, nachgeschlagen werden.

Nun hat wie gesagt nicht jeder das Glück gutes Leitungswasser sein eigen nennen zu dürfen, hier gibt es meiner Erfahrung nach zwei Alternativen:

  1. Wasser in Flaschen: Lauretana oder Plose Naturale

  2. Wasserfilter: Brita & Co

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Sich stetig Wasser zu kaufen macht selbst die beste Geldbörse eines Tages arm, aber leider ist es meiner Meinung nach die einzig gute Alternative, außer man investiert einmal viel Geld in eine richtige eingebaute Filtermaschine. Diese haben eine andere Art der Filterung und bauen das Wasser anders auf, als Brita. Das Problem mit Brita ist leider folgendes: Es tötet schlichtweg die Nuancen. Ich hatte Brita eine Chance geben wollen und bin ohne Vorurteile an die Sache herangetreten, im Grunde hatte ich mich sogar schon auf die Ergebnisse gefreut, aber der Ausgang war nicht wie erwartet. Ganz gleich welchen Durchlauf ich benutzt habe, die Ergebnisse waren niederschmetternd. Denn hierbei sollte man nie die ersten nehmen, sondern erst jene ab dem 10ten Durchlauf des Filters. Wo ich im Normalfall bei einem Tee an die 10 oder mehr Nuancen in der gesamten Verkostung erschmecken konnte, reduzierte Brita diese nur auf die stärksten und somit rudimentären bei jedem Tee, was am Ende meist nur 3-4 Nuancen waren. Darum war für mich nach einigen Versuchen felsenfest klar, dass Brita für mich keine Zukunft hat. Aber, wem das Kalk aus der Leitung schießt und er/sie nicht das Geld hat, sich eine teure Maschine oder Wasser zu kaufen, der ist mit Brita auf jeden Fall besser dran, als mit Kalkwasser.

Über Wasser lässt sich eben streiten. Es gibt sogar einige Teeisten, die sogar gekauftes Wasser filtern.

WorinWasser

Hier gibt es unzählige Möglichkeiten. Man könnte sein Wasser in einer Gusseisenkanne am Herd kochen, in einem Schnabeltopf / Milchkochtopf mit seitlichem Schnabel am Rand des Topfes, einem Wasserkessel oder Wasserkocher. Ich nutzte jahrelang einen Wasserkessel aus Edelstahl, dieser war sehr geräumig, aber schlecht zum reinigen, da selbst unser Wasser nicht 100% ohne Kalk belegt ist. Somit hat sich in den Jahren der Nutzung langsam eine Schicht gebildet. Dies störte mich persönlich dann doch, weshalb ich auf solch einen Milchkochtopf umgestiegen bin.

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Erstens ist hier alles aus Edelstahl, dass ist auch meines Erachtens wichtig, da Kunststoffteile am besten zu vermeiden sind, besonders wenn Teile davon in den Innenraum, wo alles kocht, hineinragen, wie z.B. oftmals bei Kunststoffdeckeln von Wasserkochern und weil ich diesen Topf ganz einfach reinigen kann. Somit legt sich selbst nach Jahren der Nutzung nie wieder eine feine Schicht Kalk an. Außerdem lässt sich dank des seitlichen Schnabels das Wasser viel eleganter und besser in die Kannen gießen, als mit einem Ausguss der nach vorne hinaus geht. Last but not least kühlt, dank der offenen Behausung, das Wasser zügiger auf die Temperatur ab, die man braucht, denn teilweise musste ich bei meinem alten Kessel an die 15-20 Minuten warten, bis das Wasser auf der gewünschten Temperatur war. Kostenpunkt eines solchen Topfes liegt bei gerade einmal 10-15€.

Aber am Ende ist es Geschmackssache, aber Kunststoff ist immer so eine Sache, nicht nur, dass das Material Weichmacher beinhaltet, gibt es auch einen eigenen Geschmack / Flair an das Wasser ab, bestes Beispiel: Getränke aus Glas oder Dosen schmecken immer besser, als die selben Softdrinks aus Plastik PET Flaschen.

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