Der Tee

DerTee

In diesem Kapitel geht es sehr detailliert um die Strukturierung des Tees an sich, wie seine Aromen, seine Geschmäcker sein können und in welche Gruppierungen er gehört. Diese Anhaltspunkte sind besonders interessant, wenn es z.B. um eine Verkostung geht. Nun hat jeder Tee seine besonderen Eigenschaften, doch lassen sich gewisse Aspekte in Gruppen verpacken, vor allem wenn es um bestimmte Anhaltspunkte in den Nuancen geht. Denn wenn man erst beginnt Tee aktiv zu trinken, kann man sich leicht überfordert fühlen, da es hier auch nicht so einfach ist, wie oftmals beim Essen es der Fall. „Oh, das sieht sehr lecker aus, es schmeckt mir sicherlich“. Denn die Optik sagt bei einem Tee im Grunde nur etwas über seine Qualität aus, aber ob einem dieser oder jener Tropfen auch schmecken wird, das erkennt man nicht. Doch nehmen wir dies als einen Start hin, bevor es zu den Geschmäckern geht.

WoranQualitat

Zu aller erst erkennt man nur einen Teil, wichtig sind Infos. Kann man durch den Händler viel über den Farmer und Tee-Meister dahinter erfahren? Und Bilder können leider oftmals auch ein sehr verdrehtes Bild wiedergeben, da sie immer Grüner, im saftiger aussehen, als sie es in echt wirklich sind. „Danke Photoshop“ oder eben auch nicht. Auf jeden Fall muss man hier ein wenig etwas4262014201844riskieren, vor allem am Anfang. Aber wie schon einige Schritte zuvor erwähnt, helfen andere Seiten, Reviews die oftmals im Shop angezeigt werden etc. weiter um sich zu entscheiden.

Nun ist der Tee daheim angekommen, als Beispiel messen wir einmal die Qualität an einem Longjing (China Grün Tee). Ist der Longjing sehr saftig grün, dann ist er schon einmal frisch, sehen seine Blätter eher sehr gelbstichig aus, dann ist die Qualität entweder minderer Natur oder der Tee ist schlichtweg alt. Dies erkennt man dann auch sehr gut in der nächsten Etappe, wenn es heißt4262014203527„Schwimmst du oder sinkst du schnell?“. Denn alter Tee schwimmt relativ lange an der Oberfläche bzw geht zum Teil gar nicht erst unter, wobei frischer Tee sehr schnell auf den Grund der Kanne sinkt. Nun ist als nächstes einmal relevant zu wissen welche Unterteilungen es grob unter den bekannten Teesorten gibt und dies sieht so aus:

TeeGruppen

Beim Unterscheiden von Teesorten gibt es zwei Unterschiede die oftmals verwechselt werden. Meist werden z.B. Oolongs als halb-fermentierte Sorten angegeben, was so nicht stimmt. Dieser Ausdruck hat sich leider mit der Zeit eingebürgert, verfehlt aber komplett den eigentlichen Prozess dahinter. Die einzigen Sorten die wirklich „fermentiert“ genossen werden, sind z.B. Pu’er, alle anderen Blattwerke oxidieren, um den gewissen Geschmack zu erhalten. Der Unterschied liegt darin, dass „oxidieren“ im Grunde „welken“ bedeutet, die Blätter welken, entweder maschinell, unter der Sonne oder generell an der freien Luft, über einen gewissen Zeitraum hinweg. Doch beim „fermentieren“ findet ein4262014202130anderer Prozess statt. Wichtigstes Merkmal ist hier die Zeit, denn dieser Prozess geht nicht von heute auf morgen. Hier wird ein Tee gelagert und in dieser Zeit bilden sich Bakterienkulturen, welche die jeweiligen Noten am Ende im Tee fördern. Außerdem hat ein langes lagern auch noch zum Vorteil, dass ein zu stark gerösteter Tee, mit der Länge der Lagerung diese Röstnote verliert, sollte sie etwas zu stark sein. Doch dies geht wie gesagt nicht mit allen Sorten, sondern nur mit Oolong und Pu’er. Bei Oolong ist es wieder von Wichtigkeit, das sie426201420299keine reinen Grünen sind, sondern gebackene / gebratene / geröstete Ableger davon, denn nur so kann die Qualität erhalten bleiben. Hier sollte man gelegentlich, wenn möglich, nach ein paar Jahren wieder nachrösten. Um einen kleinen Überblick zu ermöglichen, wie man Teesorten grob unterteilen kann, folgt nun eine erste Auflistung:

  1. Nicht-oxidierte Sorten:

    Grün Tee (0%): Sencha, Gyokuro, Longjing, Maofeng, Bi Luo Chun, Taiping Houkui etc

  2. Leicht-oxidierte Sorten:

    Weißer Tee (10-15%), Gelber Tee (5-15%)

  3. Mittel-oxidierte Sorten:

    Oolong (20-80%): Tie Guanyin, Dongding, Baozhong, Dan Cong, Oriental Beauty, Da Hong Pao, Rougui etc

  4. Stark-Voll-oxidierte Sorten:

    Schwarztee (80-100%)

  5. Voll Fermentierte Sorten:

    Pu’er, Biancha etc

Wie schon erwähnt, enthalten nicht-fermentierte Sorte am Meisten an Vitaminen, da diese durch jenen fehlenden Prozess nicht angegriffen wurden.

riechtTee

Egal ob es um den Geruch oder den Geschmack geht, nicht jeder hat gleich den Gaumen parat, um unzählige Nuancen herausfiltern zu können. Hier ist einfach wichtig die Freude am Tee beizubehalten und einfach probieren, probieren und genießen. Je mehr man neugierig wird und Erfahrungen sammelt desto mehr kann man riechen oder schmecken, dass kommt mit der Zeit ganz von selbst. Oft hat man einen Geschmack oder einen Geruch im Kopf, an den der jeweilige Tee erinnert und man will einfach nicht darauf kommen, was für ein Duft dies4262014203336sein kann. Da hilft wieder Google, denn ihr seit sicher nicht die ersten die diesen Tee getrunken haben und vielleicht weiß genau jemand anderes die Nuance, die ihr zwar schon im Kopf habt, aber euch partout nicht einfallen will. Hier habe ich noch einen guten Tipp für euch: Seit nicht nur wissbegierig wenn es um Tee geht, sondern generell um unsere kulinarische Welt da draußen. Geht auf Märkte riecht an dem Obst oder Gemüse, geht in Parks riecht an Blumen und Pflanzen, je mehr ihr euch mit eurer Umwelt beschäftigt, desto eher fallen euch Assoziationen ein, wenn ihr sie einmal braucht.

Um sich hier zurecht zu finden, kann man gesamte Aromen-Ketten in 10 Gruppen unterteilen, damit man einen gewissen Einblick hat, wie die einzelnen Gerüche eingegliedert werden bzw. wohin und welche es gibt:

  1. Pflanzen-Gruppe:

    frisch geschnittenes Gras, Heu, Kräuter, gekochtes Gemüse (Spargel, Artischocken, Spinat, Zucchini, Zuckerschotten), Moos, Pilze, Humus, Unterholz

  2. Fruchtige-Gruppe:

    Apfel, Kirsche, Birne, Weintrauben, Pflaumen, Pfirsich, Aprikose, exotische Früchte (Lychee, Nashibirne), gekochtes Obst (Konfitüre, Mus), Dörrobst (Datteln, Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Esskastanien)

  3. Blumige-Gruppe:

    Jasmin, Orchidee, Rose, Orangenblüte, Pfingstrose, süße Duftblüte, Weißdorn, Lindenblüte, Feld/Wiesenblumen

  4. Maritime-Gruppe:

    Algen, Schalentiere, Fischhaut, Fisch, Weichtiere

  5. Holzige-Gruppe:

    grünes Holz, trockenes Holz, moderndes Holz, Rinden, Zigarre, Sandelholz, Zedernholz

  6. Konfiserie-Gruppe:

    Honig, Butter, Sahne, Milch, Käse, Zucker, Vanille, Schokolade, Karamell

  7. Balsam-Gruppe:

    Kiefer, Harz, Weihrauch

  8. Würzige-Gruppe:

    Zimt, Anis, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Gewürznelke, Kardamom

  9. Rauchige-Gruppe:

    Tabak, Kakao, Kaffee, geräuchert, gegrillt, getoastet

  10. Tierische-Gruppe:

    Wild, Pelz, Katzenurin, nasser Hund, Leder

schmecktTee

Man hört so oft, so vieles und am Ende stimmt es nicht, wie der Spruch „Grüner Tee schmeckt nach Gras“, es kann schon sein, dass eine Sorte von vielen diese Eigenschaft mitunter in sich trägt, aber nicht jede Sorte, denn das ist das Wunderbare am Tee, dass sogar ein und der selbe Tee komplett anders schmecken kann, je nach dem wie er veredelt wurde etc. Wichtig ist zu wissen worauf man sich ungefähr einlässt. Denn vor allem gibt es oft Fälschungen, die dann extrem anders riechen und im späteren Verlauf schmecken, als sie eigentlich sollten. Bevor ich euch die einzelnen Sortengruppen und ihre direkt4262014202321möglichen Nuancen zeige, gibt es noch einen kleinen Schritt vor der Erkennung dieser „Zutaten“, der zu aller erst auffällt „Das allgemeine Erscheinungsbild“. Hier meint man, welchen Eindruck der Tee, als gesamtes macht, sozusagen grob unterteilt, noch bevor man sich um die spezifischen Nuancen kümmert. Diese Punkte sollen euch helfen, eure Gedanken, das Gefühl welches ihr beim ersten Schluck empfindet, in eine Richtung zu benennen:

  1. Adstringent:

    Hinterlässt ein säuerliches, sich zusammenziehendes trockenes Gefühl im Rachenraum

  2. Anhaltend:

    Ein lang anhaltender Nachgeschmack im Mund

  3. Bitter:

    Ein herber Flair, der ein taubes Gefühl hinterlässt

  4. Frisch:

    Ruft ein Gefühl von Frische hervor, leicht, luftig, wie eine feine Brise

  5. Geräuchert:

    Weist darauf hin, dass das Blatt über Feuer bzw. in einer Pfanne geröstet / gebraten wurde.

  6. Geschmacklos/Flach:

    Flacher Geschmack, kaum Substanz, wie Tee der an der freien Luft sein Aroma verloren hat.

  7. Grasig / Herb:

    Ein Gemisch aus Herb und dem Feeling von Heu oder Gras

  8. Grob und Herb:

    Äußerst Herb, streng, als wäre etwas nicht richtig reif, Grund: unzureichendes Welken.

  9. Großzügig:

    Reif und voller Dichte, sehr aromatisch, nicht fade

  10. Kräftig:

    Adstringens und Geschmack sind sehr intensiv. Häufig bei dunklen Aufgüssen.

  11. Lebhaft:

    Ein sehr energetischer Tee, der belebt und stärkend wirkt.

  12. Lieblich:

    Fein süßer Geschmack

  13. Malzig:

    Ein Zeichen guter Qualität

  14. Metallisch:

    Eine Art knistern auf den Zähnen, als hätte man eine Eisenstange dazwischen, leicht elektrisch manchmal.

  15. Raffiniert:

    Geschmack und Duft sind perfekt ausbalanciert

  16. Rein und delikat:

    Reif, aber mit einer nicht so starken Dichte

  17. Rund:

    Hinterlässt im Mund ein volles Gefühl.

  18. Samtig:

    Ein harmonischer Geschmack, aber vor allem ein Gefühl im Mundraum, das an Seide oder Samt erinnert.

  19. Scharf:

    Adstringent, aber ohne Bitter zu werden.

  20. Würzig:
    Ein Gefühl von Pfeffer auf dem Gaumen

  21. Subtil;

    Nicht dominante, aber feine und komplexe Aromen.

  22. Süß:

    Frei von Adstringens, leicht zuckrig

  23. Tanninhaltig:

    Hoher Grad an Gerbstoffen und Polyphenolgehalt im Aufguss

  24. Umami:

    Die fünfte Geschmacksrichtung neben süß, salzig, bitter und sauer. Kommt meist in japanischen Grün Tees vor und weißt auf natürliches Glutamat hin.

  25. Voll:

    Ein kräftiger, satt, voller Aufguss.

  26. Wässrig:

    Dank mangelhaften oder ungenügendem Aufguss entstandener dünner Geschmack.

Um einen kleinen groben Überblick zu schaffen kommt wie gesagt nun eine Auflistung der gängigsten Nuancen in den jeweiligen Sorten, damit ihr ungefähr wisst, was auf euch zukommen könnte:

  1. Sencha / Gyokuro

    Deftig, Adstringent, Herb, Süß, Frisch, Fruchtig, Grasig, Zitronig

    Kirschblüten, Kamille, Fruchtbonbons (Kirsche, Himbeeren, Erdbeeren), Weintrauben(kerne), Pfirsich, Litschi, Pflaumen, Mandarinen, Wasser-/Zuckermelone, Birnen/Nahshibrinen, Banane, Karotten, Spargel, Blattspinat, Algen, Pilze, Erbsenschoten/Edamame, Brokkoli, Nussig (Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse/Haselnusscreme, Erdnüsse), Esskastanien, Sesam, Pfeffer, Salz/Mineralisch, dunkle Schokolade, Kakao, Lebkuchen, heiße Waffeln, Giotto, Worcestershire, Schwarzbrot, Butter, Ofenkartoffel, Brie/Camembert, gegrillter Fisch/Aal und „Maggi-Suppenwürfel.

  2. Grün Tee: Bi Luo Chun / Taiping Houkui / Longjing / Maofeng

    Grün, Frisch, Grasig, Geräuchert, Süß, leicht Fruchtig/Blumig, Herb, Säuerlich, Mineralisch, Cremig, Maritim

    Rosmarin / Tannennadeln, Wiesenblumen, Honig, Nashibrinen, Mango, Aprikosen, Weintrauben, Apfel, Hauch von Pflaumen, Spargel, Pilz, Erbsen/Edamame, gegrillte Maiskolben, Baby-Karotten, Kohl,Zucchini, Brokkoli, roter/gelber Paprika, Blattsalate, Gurke/Essiggurke ohne Saueranteil, Paprika, Pfeffer, gebratener Speck, leichter Schinken, Backofenkartoffeln, Süßkartoffel, Schwarzbrot, leichter Butterkäse, Nuss (Erdnüsse, Walnuss, Mandeln), Algen und Holz/Harz.

  3. Grüne Oolongs/Formosa: Dong Ding / TGY / Shanlinxi / Baozhong

    Süß, Fruchtig, Blumig, Maritim, Brotig, Cremig, Nussig, Geräuchert, Balsam, Malzig, Adstringent, Metallisch, Milchig, Parfümlastig,Würzig, Kühlend

    Blumig (Osmanthus, Magnolien, Jasmin, Orchidee, Rosen), Honig, Geißblatt, Butter, leichter Käse, Nussig (Haselnusse, Walnuss, Mandeln, Sesam), Esskastanie, Kürbis-/Sonnenblumenkernen, Äpfel, Nashibirnen, Kirschblüte, Beerenfrüchte, Pfirsich, Nektarinen, Hauch von Zitronen, Erbsen/Edamame, grünen Spargeln, Zucchini, Brotig, Milchbrot, nach Keksen (Spekulatius), Vanille, Zimt, Hauch von Schokolade, Harz/Kiefer und Trüffel.

  4. Dan Cong Oolong: Song Zhong Dan Cong / Ba Xian Dan Cong

    Blumig, Würzig, Rauchig, Röstgeschmack, Süß, Fruchtig, Gärend, Adstringent, Maritim, Balsam,Würzig, Mineralisch, Spirituosen-Flair

    Blumig (Osmanthus, Orchidee, Jasmin, Rose, Magnolie), Honig, Fallobst, eingelegte Obstsorten (alla Ananas, Pfirsiche, Aprikosen), getrocknete Früchte (Feigen, Rosinen, Datteln und Pflaumen), Weintrauben, Erdbeeren, Orangen, Mandarinen, Nektarinen, Milch, Brotig, Lebkuchen, Milchbrötchen, Vanillekekse, dunkle Schokolade, Multivitaminsaft, Sherry oder Port

  5. Wuyi Teas: Da Hong Pao, Shui Xian, Tie Luo Han, Shui Jin Gui

    Rauchig, Gärend, Holzig, Tabak, Mineralisch, Röstgeschmack, Konfiserie-Flair, Balsam, Würzig, reif Fruchtig

    Dunkle Schokolade, Tabaknote, rauchig, nach Haselnusscreme zwischen zwei Waffeln, reif fruchtig, Fallobst, getrocknete Früchte (Datteln, Feigen, Rosinen, Pflaumen), Zimt, Anis, Kardamom, mild blumig, Karamell, fein säuerlich, wie feuchtes Waldholz/Rinde bzw. angebranntes feuchtes Holz, eingelegte Kirschen bzw. dunkle Schokolade mit Kirschfüllung.

  6. Schwarz Tee: Keemun, Lapsang Souchong, Assam, Darjeeling

    Adstringent, Gerend, Holzig, Blumig, Fruchtig, Speckig, Zitrus, Brotig, Tabak, Milchig, Nussig, Mineralisch

    Zitronig säuerlich,getrocknetes Obst (Pflaumen, Datteln, Feigen, Rosinen), eingelegte Früchte (Pfirsich, Kirschen,Lychee), Persimone (Kaki), Tabak, Holzig / Baumrinde / Laub / Pilz, Honig, Blumig, Damaskus-Rose, Alkohol-Flair wie chinesischer Pflaumenwein, Zitrusfrüchte: Orange, Blutorange und Ginseng.

  7. Pu’er: Sheng Pu’er, Shu Pu’er

    Süßlich-Säuerlich, Urin, Kuhstall, Erdig, Morsch, Modrig,Pilzig, Tabak, Holzig, altes Leder, Rauchig, Vollmundig, leicht Fruchtig/Süß/Blumig, Bitter

    Kuhstahl, altes Heu, Herbstlaub, altes modriges Holz, Waldpilze, altes Leder, Baumrinde, leicht dunkle Schokolade, sehr reifes Obst (Birnen, Pfirsich, Pflaumen, Aprikosen).

TeeGesund

Hier gibt es erneut keine Allzwecklösung, zwar gibt es Richtlinien, vor allem Mineralien und Spurenelemente / Vitamine die in den jeweiligen Sorten besonders verstärkt vorkommen, doch heißt dieser Umstand noch lange nicht, dass sie dir persönlich gut tun.

Oft stellen sich auch die Fragen, ist Bio nicht besser, denn diese sind ohne Pestizide? Das ist ein Irrtum sondergleichen, mit dem man aufräumen muss. Denn viele werben unheimlich gerne damit, dass ihr z.B. Grüner Tee komplett Bio ist und ohne jegliche Schutzmitteln herangereift ist. Ich verstehe den Hintergrund sehr wohl, denn solche Zeilen verkaufen sich sehr gut, stimmen aber nicht. Ich hatte einmal ein langes, sehr offenes Gespräch mit dem Präsidenten einer der größten und ältesten Import-Tee Firmen Japans und er sagte mir offen4262014203123und ehrlich, das solche großen Mengen an Tee niemals zu bewerkstelligen wären, wenn man keine Pflanzenschutzmittel benutzen würde. Man müsse soviel Geld und vor allem Arbeitskräfte organisieren, die 24 Stunden, rund um die Uhr auf die teils immens riesigen Felder achtgeben, damit ja kein Ungezieferbefall eintritt, dass dies für den Endkunden den Supergau bedeuten würde. Denn diese Teesorten wäre nicht mehr leistbar. Wenn z.B. ein japanischer Sencha ein „JAS“ Siegel erhält, heißt dies nicht, dass er ohne Schutzmittel herangereift ist, sondern das nur Mittel benutzt wurden, die unbedenklich, sicher und zugelassen sind. Aber zurück zum eigentlichen:

Ich hatte schon einige Debatten um diese Thematik und am Ende kam ich durch Gespräche mit Fachwissenden und meinen Erfahrungen darauf, dass es kein „Das ist gesünder, also trink diesen Tee“ gibt, denn jeder Mensch reagiert anders. Nehmen wir mich, ein einzelnes Individuum als Beispiel: Wenn ich keine Unterlage im Magen habe, also keine Nahrung intus, dann vertrage ich japanischen Sencha, vor allem recht intensive Sorten wie Fukamushi oder Gyokuro, nicht sehr gut. In meinem Fall äußert sich dies so, dass ich zittrig werde und diese grünen Freunde mir heftig auf mein Nervensystem schlagen. Nimmt man die Grünen Sorten allgemein in Augenschein, ist es bei mir oftmals4262014202359so, dass sie mich innerlich sehr abkühlen und mir kalt wird. Aber ich bin mir sicher, dass bei vielen von euch, diese Effekte nicht auftreten, weil eben jeder Mensch anders reagiert. Fakt ist, gewisse Sorten haben mehr Nährstoffe wie Eisen, Kalzium etc. je nach dem wo sie aufgewachsen sind bzw. wie sie weiter verarbeitet wurden. Nicht fermentierte Sorten wie Grün Tee, sowohl chinesische und vor allem japanische enthalten sehr viele gesundheitsfördernde Stoffe.

Es gibt viele Meinungen, die den jeweiligen Teesorten wahre Wunder nachsagen, einige sind bewiesen, aber andere wiederum nicht. Hier bedarf es noch gewisser Langzeitforschungen, bevor man genaueres behaupten kann. Doch wovon sowohl Fakten, als auch Behauptungen sprechen, sind folgende Punkte:

Grüner Tee

  1. Senkt den Cholesterinspiegel

  2. Ist Krebsvorbeugend

  3. Stabilisiert Bluthochdruck und senkt Blutzucker

  4. Gut vor Karies

  5. Soll beim verbrennen von Gewicht sehr geeignet sein

  6. Gibt dem Körper Energie

  7. Schützt die Leber vor Befall von Alkohol (ausgleichend)

  8. Soll die Chancen auf Parkinson, Alzheimer und einen Schlaganfall reduzieren.

  9. Wirkt Kühlend

Gelber Tee

  1. Fördernd für das Wohlbefinden von Milz und Magen dank Enzyme

  2. Hilfreich bei Gewichtsverlust

  3. Reich an Vitaminen und Aminosäuren, daher soll er vor Krebs schützen

Weißer Tee

  1. Werden noch mehr fördernde Wirkungen, als Grün Tee zugesprochen

  2. Für gesunde Haut und Zähne

  3. Schützt das Herz

  4. Stärkt die Knochen

  5. Antibakterielle Wirkung

  6. Senkt den Bluthochdruck und Cholesterinspiegel

  7. Sorgt vor und schützt am stärksten vor Krebs und Tumor-Entwicklungen

Oolong Tee

  1. Gut zur Unterstützung bei Diabetes sein

  2. Soll verjüngend wirken / Anti-Aging Effekt

  3. Gut bei Abnahme von Gewicht

  4. Senkt den Cholesterinspiegel

  5. Soll auch als Präventivmaßnahme gegen Krebs wirksam sein

  6. Fördert die Verdauung

  7. Stärkt die Knochen

  8. Steigert die Blutzirkulation zum Herzen hin

Pu’er Tee

  1. Kann hilfreich bei der Abnahme von Gewicht sein

  2. Soll Cholesterin und Blutdruck senkend wirken

  3. Gegen Übersäuerung / Aufstoßen

  4. Hilft bei der Kontrolle von Diabetes

  5. Wirkt Entgiftend, Verdauungsfördernd und Antibateriell

  6. Vorbeugend für Arterienverkalkung und Herzkrankheiten

  7. Hilfreich bei Verstopfungen

Schwarz Tee

  1. Wirkt vorbeugend bei Arterienverstopfung

  2. Ist Cholesterin senkend

  3. Soll Verdauungsfördernd wirken

  4. Reduziert die Chancen auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt

Auch wenn diese Zeilen erfolgversprechend klingen mögen, darf man sich im Tee kein Allheilmittel erwarten. Tee ist ein Bestand der von TCM, der chinesischen Medizin und diese war seit jeher eine Art der Behandlung die präventiv Wirkung zeigt oder zur Unterstützung der Genesung benutzt wird, aber kein alleiniges Wundermittel darstellt. Abschließend sei noch zu erwähnen, dass vieles bei dem ein oder anderen wirklich wirksam sein kann. Doch springt nicht jedes Mittel auf jeden Menschen gleichermaßen an. Tee alleine würde wie gesagt niemandem helfen, wenn man eine sehr negative Einstellung zu allem im Leben hat. Glaubt man fest daran und ist sehr positiv, dann werden die Wirkungen weitaus mehr anschlagen, als bei jemandem der negativ ist. Ich kenne selbst4262014202644jemandem, der eine schwere Form von Krebs erlitten hatte. Weil er eine enorme Unverträglichkeit auf die Chemotherapie aufwies, musste er diese abbrechen und dies war der Punkt wo unsere westlichen Ärzte ihm nicht mehr helfen konnten. Mehrere Spezialisten hatten ihm damals nur noch wenige Monate, maximal 1 Jahr zum Leben gegeben. Damals wollte er dies nicht hinnehmen und fing an für sein Leben zu kämpfen. Neben viel Bewegung und gesunder Ernährung, war es vor allem japanischer Grün Tee, den er literweise jeden Tag zu sich nahm. Nun sind mehr als 10 Jahre vergangen und ihm könnte es nicht besser gehen. Solche Phänomene gibt es auf der ganzen Welt. Es ist schwer zu sagen, was wirklich half, aber eines ist immer wichtig „Niemals aufgeben und immer positiv sein“.

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