TEE-Crashkurs

crashanf

Es gibt kein bestimmtes Rezept für die Zubereitung vollkommenen Tees.
Jede Art, die Teeblätter herzurichten, hat ihre Individualität,
ihr besonderes Verhältnis zu Wasser und Wärme,
hat ihre Erbschaft an Erinnerungen
und weiß ihre höchsteigene Geschichte zu erzählen.“
Kakuzo Okakura

Wasser
DerTee
Aufbewarhung
teegeschirr
Zubereitung

Mein-Anfang

Seit der Version 1.0, nun auf 3.0 hat sich vieles getan. Es ist nicht nur meinem Gaumen zu verdanken, der nun seine Fühler in alle Tee-Richtungen auszustrecken scheint, dass dieser „Einsteigerbericht“ in einem komplett neuen Glanz erstrahlt, sondern auch vielen Ansichten, die sich dank täglicher Erfahrungen mit der Zeit gewandelt haben und somit neue Erkenntnisse bzw. Ansätze hinzu gekommen sind.

Eines Tages erhielt ich in einem Gespräch einen interessanten Denkansatz, der mir so markant im Gedächtnis hängen blieb, dass ich ihn für mich 1:1 so adaptiert habe. Denn ich erinnere mich noch gut daran, als ich vor gut einem halben Jahr in einem der wenigen guten Teehäuser in Wien zu Besuch war, dem Arteehaus und philosophierte mit der Chefin über Tee und die Welt, als ich ihr sagte „Ich bin immer auf der Suche nach guten Teesorten und ich finde es einfach unglaublich interessant, was es alles für Schätze gibt“. Doch sie meinte zu mir „Auf der Suche sein, hinterlässt bei einem selbst, immer ein Gefühl von Druck und legt dem jeweiligen Unterfangen in Form von Tee, ebenfalls diesen Druck und Erwartungsgehalt auf. Mit dem Gedanken im Unterbewusstsein immer besseren Tee finden zu wollen und ihn immer besser zu zubereiten, verliert man mit der Zeit das Wesentliche aus den Augen und kann den eigentlichen Moment nicht mehr wirklich genießen.“.

Und sie hatte vollkommen recht. Somit hörte ich auf zu Suchen und veränderte nur einen kleinen Ansatz in meinem Kopf, tauschte dabei ein Wort aus, dass aber die innerliche Einstellung hingehend komplett wandelte, aus einem „Suchen“, wurde eine „Reise“. Eine Reise legt oftmals keine klaren Linien auf, man ist darauf angewiesen was sich als nächstes ergibt und so ist man mehr mit-dem Fokus belegt, den Moment an sich zu genießen, der in sich betrachtet, für diesen Augenblick seine ungeteilte Schönheit und Perfektion inne trägt. Darum sollte man am Anfang nicht mit einem Ansturm an Erwartungen, an jeden Tee herantreten und sich dafür aber vielmehr überraschen lassen und den Moment12620141921darin genießen. Der Weg zur eigenen Perfektion erschließt sich mit dem „Weg“ als solches, mit der Zeit von Selbst, deshalb muss man nicht immer starr das Ziel, als wahre Erfüllung ansehen.

Mein Weg zum Tee folgte recht banal und unter Umwege. Ich trank schon als kleines Kind gerne eine Tasse Kamillen- oder Früchtetee. Damals störte es mich weder, dass diese Art von Getränk im Grunde kein Tee war, sondern wie ich heute weiß ein Aufguss ist, noch dass ich jenen Tropfen im Beutel mit heißem24201418303Wasser aus der Wasserleitung zelebrierte. Schon früh in meiner Kindheit entwickelte sich eigenständig ein großes Zugehörigkeitsgefühl zur asiatischen Kultur hin, egal ob kulinarisch, musikalisch, Filme oder Kultur, ich fühlte mich mit jenen mehr zu Hause, als mit meiner eignen. Dies vertiefte sich von China, nach Japan und mit einem feinen Schlenker nach Korea. In dieser Zeit war Tee0102014195140in irgend einer Form immer präsent gewesen, wenn aber nie mit dem Hinweis hin, dass es eines Tages so wird, dass daraus sogar ein Blog entsteht.

Unsere Wege sind nicht immer eine gerade Konstante im Leben, sondern schlängeln und biegen sich fein durch alle möglichen Windungen. Doch meine stetige Liebe zu Asien, den danach folgenden Jahren im journalistischen Feld, der Wertschätzung für Können bzw. altes Handwerk / Geschick und der Hingabe0162014194545zum Genuss, folgte eines Tages ein Grundgedanke, all jene Ansätze zu einem zu kombinieren. Und eine Packung 100g Sencha aus Japan, kein Beuteltee oder Supermarkttee, änderte eines Tages alles und knapp 1 Jahr später folgte der erste Bericht, hier auf meinem Blog, ZeroZen.

DerEinstieg

„Camellia Sinensis“ ein Name und eine Pflanze, doch aus ihr entstanden am Ende bis heute an die über 3000 Sorten, deren geschmackliche Vielfalt von süß, fruchtig, zitronig, deftig, herb, nussig, brotig hin zu blumig bis bitter reicht, aber wie ist das möglich? Und wo soll man beginnen?

Der Grund warum sich jene Pflanze in solch unterschiedliche Richtungen spaltete ist fast so vielfältig wie ihre unterschiedlichen Sorten. Welche0172014194548Einwirkungen nötig sind und was dazu führt, dass man am Ende eine solche Varietät an Sorten genießen kann, schildere ich euch nun in kurzen Anhaltspunkten:

  1. Das Alter der Pflanze. Junge Sträucher ergeben einen anderen Tee, als alte Bäume. Umso älter, desto kräftiger und voller das Bouquet, ähnlich dem Wein.

  2. Entscheidend ist die gesamte Umwelt:

  • Welcher Boden: Mineralienvorkommen, Dünger etc.

  • Gibt es eine direkte frische Bewässerung: Bach, Quelle oder Wasserfall

  • Wie ist die Luft: Frisch, unverschmutzt oder Schadstoffen ausgesetzt

  • Welche Pflanzen oder Früchte wachsen direkt anbei (Obstbäume im direkten Umfeld haben oftmals auch geschmacklichen Einfluss.)

  • Herrscht eine gute Mischung aus Sonne, Niederschlag, Nebel und Schatten

  • Gibt es gewisse Organismen/Insekten die den Geschmack begünstigen, wie z.B. beim „Oriental Beauty“. Denn hier sorgen die Bisse von Zikaden für den typischen Pfirsich-Honig-Flair in diesem Tee.

  1. Das handwerkliche Geschick der Farmer / Tee-Meister:

  • Wie lange lässt man den Tee oxidieren und fermentieren

  • Welche Teile von der Pflanze nutzt man „One Bud and Two Leaves“ oder andere, wie Zweige und Stiele auch

  • Wie sorgfältig geht man vor: Per Hand oder Maschinell bzw. chemische Dünger oder eher umweltbewusster Dünger

  • Wann findet die Ernte statt: Frühling (höchste Qualität), Sommer oder Winter

  • Wird der Tee gerollt oder flachgedrückt / gebacken, geröstet oder gebraten / in einer Maschine oder Pfanne / über Holzkohle oder offenem Feuer.

Die Faktoren sind schier Variable und jede Komponente die hinzugefügt wird, lässt am Ende einen fast gänzlich neuen Tee entstehen. So kann die Tatsache, ob ein Tee geröstet oder nicht geröstet wurde, einen gänzlich anderen Tropfen hervorbringen.

Doch hier hört ein Zusammenspiel aus gewissen Faktoren noch lange nicht auf, denn spätestens in den eignen vier Wänden entscheidet sich erneut, wie sich219201412650jener Tee entfaltet und hier kommt es auf einen selbst an. Wichtig ist, dass man nicht verzweifelt, denn nicht jeder Schritt im Leben funktioniert auf Anhieb und bedarf manchmal mehrerer Anläufe.

Darum ist es wichtig, sich und dem Tee Zeit zu geben. Ich erinnere mich gut an eine Anekdote von meiner Wenigkeit, als ich unbedingt das beste Wasser für die262014182944Teezubereitung finden wollte. Ich hatte schon unzählige Sorten durch und war am Ende mehr frustriert, also am Ziel. Es ging sogar soweit, dass ich die Freude am Tee schon beinahe aus den Augen verlor. Am Ende war es wieder unser0312014144633gutes Wiener Hochquellen-Leitungswasser bzw. Lauretana bei dem ich blieb. Darum, wie man im englischen oftmals gerne sagt „Don’t try to hard“.

Was ist wichtig?:

  1. Nicht aufgeben, immer weiter probieren / sich und dem Tee die Zeit geben.

  2. Sich nicht einem Druck ausliefern und am Ende die Freude dahinter verlieren.

  3. Nicht entmutigen lassen, schon alleine die Tatsache wie viel Wasser man zur Relation des Blattes benutzt oder wie heiß das Wasser ist und wie lang seine Ziehzeiten, kann jedes Mal einen anderen Tee hervorbringen. Man sollte sich selbst nicht an Richtlinien festnageln, wenn diese nicht für einen selbst funktionieren, sondern seinen eigenen Weg finden.

Übung macht den Meister, obwohl man hier, zum Glück, nie am Ende seiner Reise ankommt. Wichtig ist ein guter Start und dazu bedarf es einiger Tipps und Hilfsmitteln, um sich jenen nicht unnötig zu erschweren. Erwischt man gleich zu Beginn den „falschen“ Tee, ist so manch einer gleich abgeschreckt und man bildet sich selbst ein Bild, welches am Ende nicht einmal zutrifft. Darum ist es325201414356einerseits wichtig zu bedenken, dass einem nicht jeder Tee sofort schmecken wird, denn bei Tee spricht man, wie auch im Leben, oftmals von einer Reife, in diesem Fall einer Teereife. Diese kann man weder erzwingen, noch sich erarbeiten. Diese kommt mit den Erfahrungen und auf dem Weg der472014163748persönlichen Teereise ganz von selbst oder bei manchen Sorten vielleicht auch nie. Denn am Ende muss man nicht alles lieben, nur weil man ein Tee-Liebhaber ist.

Ich hatte solch ein Erlebnis mit den wunderbaren Oolongs. Doch damals fand ich sie nicht so wunderbar. In meinen jungen Jahren kannte ich Oolongs bis ins spätere Alter, nur in jener Manier, dass sie wie der Inhalt eines Aschenbechers472014163933schmeckten. Man muss hinzufügen, ich kannte bis vor knapp einem Jahr nur solche Oolongs, da diese in japanischen oder chinesischen Restaurants wahrlich meist so schmeckten. Doch durch Kontakte und Verkostungen erhielt ich ein2262014123848gänzlich anderes Bild und bin heute ein richtiger Fan dieser Sorten, vor allem von den sehr reif fruchtigen Wuyi’s und Dan Cong’s. Seitdem ich mich mit meinem Blog nur noch auf hochkarätige Händler und Sorten konzentriert habe, ist mir ein solcher „Aschenbecher Oolong“ nie wieder untergekommen.

Darum ist es unheimlich wichtig, woher man seinen Tee bezieht. Meine Tipps dazu findet ihr auf ZeroZen unter den Links. Generell ist zu sagen, wichtig ist neben einer bestehenden Qualität, dass die Händler vertrauenswürdig sind und auch die Verpackung/Lagerung akkurat vorhanden ist. Online klappt diese meist hervorragend, während in alten Traditionsteehäusern eher bescheidene1282014171734Lagerzustände herrschen. Jedem der schon einmal in solch einem Teehaus war, wird aufgefallen sein, dass das Lokal im gesamten meist sehr nach unterschiedlichen Teesorten duftet, dass dies nicht den einzelnen Sorten dienlich sein kann, ist fast schon selbstverständlich. Wichtig ist: Vakuum! Die meisten1192014124451Teehäuser lagern ihre Sorten nur in Dosen, diese sind aber nicht Vakuumdicht, genauso wenig wie die Papiertüten in denen dann meist unsere 100g Tee landen, die wir nach Hause nehmen. Darin sollten sie nicht dauerhaft gelagert werden!!! Ich hörte schon oftmals, dass grüne Tees, als „strohig und trocken“ beschrieben werden. Es stimmt das grüne Teesorten meist einen Touch von2212014122757Gemüse in sich tragen, aber eben frisch und nicht strohig. Ich musste diesen Umstand erst kürzlich selbst erneut erleben, als ich in Wien in einem hiesigen Teehaus war. Dort gab es einen „Taiping Houkui“, dieser ist bekannt für seine voluminös großen, flachgedrückten Blätter. Ich hatte schon drei unterschiedliche zur Verkostung auf ZeroZen und jeder davon schmeckte unheimlich frisch, saftig2292014141023und gemüsig. Auf diese Weise entfalteten sich auch ihre Aromen im Bouquet, aber jener aus diesem Wiener-Teehaus, war einfach nur trocken, stumpf und fade = schlechte Lagerung.

Generell empfehle ich online zu bestellen. Denn diese Händler haben meist bessere Methoden (frieren ihre Sorten ein, Kühlschrank und vor allem Vakuum verpackt), als jene städtischen Lokale. Hat man nun seinen Shop gefunden, steht man nun vor einer schier unendlicher Auswahl. Hier helfen Blogs, wie ZeroZen oder direkte Reviews auf der Shop-Homepage weiter, um sich vielleicht leichter3302014202552entscheiden zu können. Ansonsten meldet man sich in einem fachkundigen Forum, wie dem Tee-Talk an, wo einem immer gerne geholfen wird oder fragt mich. Ein Maßstab bei einer Entscheidung ist in gewisser Hinsicht auch der Preis, aber nicht ausschließlich. Zwar kann man meist sagen „Billig wird nicht4142014123633unbedingt gut sein“, aber anders herum ist „teuer nicht immer gut, aber meistens“. Bestes Beispiel war ein „Weißer Tee, ein Shira-Cha“ aus Japan. Dieser kostete mich 52€ auf 100g (dies war aber nur ein glücklicher Umstand, denn die Packung sollte eigentlich nur 50g, um den selben Preis beinhalten) und4262014201029war am Ende weit von einem Status des Besonderen entfernt. Doch Vorsicht!!!

Unabhängig von meinen Empfehlungen an Shops, ist es im Falle anderer von euch entdeckter Shops immer wichtig: Sucht Vergleiche!!!

Denn meist kosten, vor allem wenn es um japanische Teesorten geht, diese von deutschsprachigen Shops immer mehr, als eigentlich genehm wäre. Dieser Shira-Cha, ist ein gutes Beispiel, denn hätte ich auf japanischen Seiten zuerst2142014234934nachgesehen, hätte mich der selbe Tee nur 12€ gekostet und selbst mit Versand wären es maximal nur 22€ gewesen.

Was ist wichtig?:

  1. Vor einem Kauf: Sich über den Shop informieren / Reviews lesen / Google fragen und somit bestehende Einträge zu diesem Tee in Foren oder Blogs finden bzw. dort oder hier einfach um Hilfe fragen.

  2. Besser etwas mehr Geld investieren, egal ob bei einem Tee oder einer Kanne, dafür mehr Sicherheit zu haben, etwas gutes zu bekommen.

 

15 Gedanken zu „TEE-Crashkurs

    • Vielen dank. Solche Worte hört man immer gerne 🙂 und es freut mich wenn ich dir helfen konnte. Ich dachte mir, man liest so oft auf der einen Seite jene Info und auf einer anderen Seite wieder eine andere, aber nie eine Seite auf der alles zusammenkommt, was man braucht, wenn man, wie jeder einmal, am Anfang steht und nach einer Richtlinie sucht. Also, ich wünsche dir weiter noch viel Freude mit meinem Blog und danke nochmals der netten Worte 🙂

    • Vielen Dank, obwohl ich gerade dabei bin, ihn auf den aktuellsten Stand der Dinge zu bringen. Also gespannt sein, der Crash-Kurs bekommt in kurzer Zeit eine Generalüberholung ;). Lg Philipp

  1. Oh, was für eine tolle Seite! Mir war gar nicht bewusst, dass Tee zubereiten SO SEHR eine Kunst ist… Da ich eine endlos Teetrinkerin bin, fing ich natprlich an mich mit dem Thema ein bisschen zu beschäftigen. Als erstes wurden natürlich die Teebeutel verbannt *Betrug*! Von nun an loser Tee (überraschenderweise wurde Grüner Tee mein Liebling) – doch mein ,Instinkt‘ sagte mir, irgendetwas stimmt / harmoniert noch nicht richtig. In was Brühe ich denn Tee auf? Woraus trinke ich ihn? woran erkenne ich „guten Tee“ und wie viel darf der Kosten? – tja und beim stöbern traf ich auf deine Seite.. Danke dafür, aber nun stellen sich mir noch mehr Fragen: Woher bekommeich eine gute Kanne? Was spricht für „gut“? und besonders, was mich als Mensch-der-dauernd-auf-dem-sprung sehr Intressiert, sind deine großen Teeschalen in dennen du mit einem Metalsieb direkt aufbrühst. Also woran erkenne ich so eine hochwertige Schale? Gibt es welche mit dünnem Rand? In welchen Preisrahmen liegt diese? Woher das große Sieb?
    Uhjj, das ist grad alles so aufregend. Ich will gerade ALLES wissen 😉
    Liebste Grüße,
    Anne

    • Erstens vielen Dank für dein Lob, darüber freue ich mich natürlich sehr ^_____~. Der Anfänger-Crashkurs war viel Arbeit, ist aber dank seines langen Bestehens, schon etwas eingerostet…das heißt: Ich hab schon alle neuen Fotos im Kasten und auch Ideen geschöpft, aber im Moment nehmen die wöchentlichen Artikel und andere Ding soviel Platz ein, dass dieses Update noch auf sich warten muss 😉

      Warum ich dies erwähne ist folgender Grund, denn diese Variante mit großen Schalen und Sieb benutze ich schon lange nicht mehr :D, und würde ich dir auch nicht empfehlen. Dass ist zum Massentrinken, aber weniger zum genießen gedacht.

      Gut ist einerseits oftmals Geschmacksache, was dir lieber liegt, aber auch die Wahl der Materialien und dem Künstler dahinter. Wichtig ist „Investiere lieber einmal gutes Geld in ein Set oder eine Kanne, dann hast du am Ende, auf längere Sicht betrachtet, mehr davon“ 😉

      Dann kommt es darauf an was du trinkst? Kräuter- Fruchtaufgüsse würde ich nicht in einer unglasierten Kanne zubereiten, da die Säuren, die Schicht angreifen könnten.

      Der Vorteil an glasiertem Geschirr oder Porzellan ist, dass du darin alles zubereiten kannst. Denn der Geschmack legt sich nicht an. Ich bevorzuge eher erdige Materialien, Ton, Steinzeug. Diese fördern den Geschmack und die Kanne nimmt den Geschmack des jeweiligen Tees mit der Zeit auf. Doch du solltest nur eine Sorte Tee in solchen Kannen jeweils zubereiten bzw. von der selben Gattung. Das heißt:

      Erste Kanne für japanische Sorten: Sencha, Gyokuro, Bancha, Kukicha. Da würde ich dir z.B. diese empfehlen (außer du bist fotografisch unterwegs, dann ist es besser das Material ist hell, damit du den Tee sehen kannst):

      http://www.artisticnippon.com/product/tokoname/seiho/hiramaru_usagi.html

      oder etwas von dieser Seite, sind ordentliche Stücke, aber nicht so teuer. Auf jeden Fall investiere lieber in eine Kanne mit echtem Tonsieb, anstatt mit einer die ein Edelstahlsieb eingesetzt hat. Hier die Seite mit den anderen, recht günstigen Kannen:

      http://www.thes-du-japon.com/index.php?main_page=index&cPath=2_9

      Für chinesische Sorten empfehle ich dir Yixing Kannen, da diese den Geschmack am besten fördern:

      Für Grün Tee und Oolong China/Taiwan: Longjing, Bi Luo Chun, Taiping Houkui, Maofeng, Dong Ding, Tie Guan Yin, Baozhong etc.. diese Kannen (sehr guter Shop, habe selbst dort schon bestellt und kein Versand und günstig, bei guter Qualität):

      http://www.ebay.com/itm/Chinese-Yixing-Zisha-Handmade-Squirrel-Grape-Teapot-200cc-/111250517067?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item19e70c2c4b

      http://www.ebay.com/itm/Chinese-Yixing-Zisha-Handmade-Oblate-Xishi-Teapot-260cc-/111305164735?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item19ea4e07bf

      http://www.ebay.com/itm/Chinese-Yixing-Zisha-Handmade-Xishi-Teapot-200cc-/121275431131?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item1c3c9438db

      Aber immer nur Oolong mit Oolong in einer Kanne und in einer Kanne nur Grüne Tee Sorten aus China, nie Mischen, das ruiniert das Milieu in der Kanne ;).

      Und wenn du es einfach willst, ohne das du darauf achten musst, ob der Geschmack sich vermischt, etwas au Porzellan:

      http://www.teavivre.com/ding-porcelain-tea-set/

      Ich hoffe ich konnte dir helfen und bald wird der Crashkurs erneuert, also immer wieder vorbeischauen ^_______~
      LG
      Philipp

  2. Mir hat dieser Crashkurs auch sehr geholfen; danke!

    Bezüglich der Teekannen:
    Kannst du mir eine empfehlen, die es in einem Shop gibt, der auch solche Zahlungsmittel wie Bankeinzug oder Rechnung anbietet und ggf. seinen Sitz in Deutschland hat?

    Die Teekanne sollte auch nicht zu teuer sein und falls möglich glasiert.

    • Ahoi Mario,

      gerne helfe ich dir weiter, aber dazu müsstest du mir etwas mehr verraten. Was für Tees möchtest du damit trinken bzw. was sind die Sorten die du gerne trinkst? Warum sollte es unbedingt glasiert sein? Denn dadurch schränkt sich das Spektrum eigentlich weitgehend auf Glas oder Porzellan ein, wodurch am Ende japanische Kannen oder chinesische Yixing komplett wegfallen würden. Was eigentlich sehr schade ist.

      Aber wie gesagt orientiert es sich natürlich auch an deinem Vorhaben, denn sollte es eine universal Kanne werden, dann ist ein innen-glasierter Zustand auf jeden Fall die bessere alternative 😉

      • Viele Jahre habe ich nur Tee in Teebeuteln getrunken (fast alle Sorten). Ich habe angefangen mich mehr mit Tee zu befassen und bin darauf gestoßen, dass Tee in Teebeuteln von minderer Qualität ist. Also beschloss ich mir losen Tee zu kaufen. Angefangen mit dem Darjeeling der Teekampagne. Der Darjeeling in Teebeuteln hat mir nie geschmeckt, da er auch sehr bitter immer war. Mit grünem Tee, auch in Teebeutelform, konnte ich mich auch nicht anfreunden. Weiser Tee allerdings, schmeckte mir auch in Teebeutelform.

        Also auf die frage, welche Tees ich gerne damit trinken möchte, ist die Antwort, dass ich vieles ausprobieren möchte. Lösen Grüntee habe ich noch nicht probiert, auch weißen Tee noch nicht. Oolong-Tee möchte ich auch mal probieren.
        Um nicht direkt paar hundert Euro auszugeben, vermutete ich, das eine Teekanne aus Porzellan am besten geeignet wäre. Unbedingt glasiert muss es aber nicht sein.
        Dass es allerdings auch nur innen-glasierte Kannen gibt, wusste ich noch nicht.

        Vom aussehen, würde ich eine japanische Kannen bevorzugen, mit so einem Seitengriff, da diese einfach nur toll aussehen.

        Einschränken möchte ich mich jedenfalls nicht und bin für Empfehlungen sehr offen.

        Gruß,
        Mario

      • Also ich bin allgemein kein Freund von Teehäusern hier im deutschsprachigen Raum, um ehrlich zu sein, außer die Kunst des Tees, Chenshi China Tee und Cha Dao da diese auch Freunde/Bekannte von mir sind und ich daher genau weis das jene eine gute Qualität haben. Aber in den meisten Fällen ist dies hierzulande leider nicht der Fall. Vor allem ist in den meisten Fällen das Problem das die Preise echt dreist sind, im Vergleich wenn man die Kannen und Tees gleich direkt aus Japan oder China bestellt.

        Ich bin vielmehr ein Fan davon, denn langfristig sparst du mehr an Geld, bekommst aber viel bessere Qualität ;). Aber wie gesagt, jene Shops die ich vorher genannt habe werden dir leider auch kaum helfen, da diese mehr auf chinesische Tees und Geschirr spezialisiert sind. Mit japanischen Shops ist es da recht schwierig, denn diese kosten meist echt viel und glasiert findet man da auch selten.

        Dieses Set ist wunderschön, aber sprengt sicher dein Limit, nehme ich an oder?

        http://www.benjowskitea.de/Japanisches_Teeservices_1_1_5/1998@1277

        Ansonsten musst du dich da durchblättern und schauen ob etwas für dich dabei ist 🙂

        http://www.kolodziej-lieder-shop.de/epages/61009178.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61009178/Categories/Accessories/Kyusu

        http://www.paperandtea.com/shop/de/accessoires/aufguss

        Vor allem Paper and Tea haben schöne Stücke und eher etwas abseits des Mainstreams.

        LG

        Philipp 🙂

      • Leider ja, das Set übersteigt mein Limit. Es ist aber wirklich sehr schön.

        Das Problem mit Shops aus Asien ist, das diese eine Kreditkarte oder PayPal als Zahlungsmittel verlangen.

        Es muss allerdings nicht unbedingt eine japanische Kanne sein. Eine chinesische tut es auch.

        Die beiden unteren Shops, die du genannt hat, haben zwar sehr schöne Kannen, allerdings besitzen die meisten einen Metallsieb im inneren. In diesem Blog rätst du auch davon ab.

    • Ich habe gestern dem Herrn Thamm eine E-Mail geschrieben und habe auch schon eine Antwort bekommen.

      Leider ist dieses Teeset nicht mehr verfügbar und ein ähnlichen in dieser Preisklasse, so Herr Thamm, gibt es nicht.

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